Zweite Runde: Gezählt wird, was da summt und brummt

Nabu bittet Naturfreunde Insekten zu zählen

0 22.07.2020

BORBECK. Das Interesse an Insekten ist geweckt, seitdem der dramatische Rückgang des Bestandes und der Artenvielfalt augenfällig geworden ist. Stichwort: Anzahl der verunfallten Insekten auf der Windschutzscheibe nach längerer Autofahrt. Der Schwund betrifft die meisten Arten, von Wildbienen und Hummeln über Schmetterlinge, Fliegen bis hin zu Käfern. Es geht also um fliegende Sechsbeiner, die als Bestäuber für Pflanzen und auch als Nahrung für Vögel wichtig sind. Sie sind Grundlage eines ausgewogenen Ökosystems und garantieren unsere Nahrung.

Deshalb ruft der Naturschutzbund (Nabu) dazu auf, alles was da summt und brummt (und nicht acht oder mehr Beine hat) zu zählen und den Naturschützern zu melden. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/index.html

Schon bei der ersten Zählung Anfang Juni beteiligten sich viele Naturliebhaber. Jetzt steht der zweite Zählzeitraum bevor. Vom 31. Juli bis zum 9. August darf man seine Augen auf alles Lebendige richten, das sechs Beine hat.

Gezählt wird wie bei der Stunde der Gartenvögel: Der Nabu bittet die Teilnehmer, eine Stunde lang an einem Ort – das kann Balkon, Garten oder Park sein - Insekten zu beobachten, zu bestimmen und zu zählen.

Gezählt werden sollte rund eine Stunde auf einer Fläche im Durchmesser von 20 Metern

Teilnehmer können an beliebig vielen Orten zählen, müssen pro Beobachtungsort aber immer eine neue Meldung abgeben.

Es zählen Insekten aller Art, ohne jede Einschränkung – einschließlich Larven oder Puppen. Auch die Meldung „unscharfer“ Bestimmungen ist möglich, wenn die Art nicht eindeutig identifiziert wurde. Also Kohlweißling statt Großer Kohlweißling oder Blattlaus statt Schwarzer Bohnenlaus.

Auswertung der am häufigsten gemeldeten Arten noch während der Aktion in Karte und Tabelle

Für beide Zählzeiträume hat der Nabu acht „Kernarten“ festgelegt, nach denen die Teilnehmer auf jeden Fall schauen sollten. So soll deutlich werden, wo diese eigentlich häufigen Arten fehlen. Im Juni sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege, im August sind es Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd. In der Regel sind die „erwachsenen“ Insekten einfacher zu erkennen. Aber egal ob Raupe, Engerling oder Larve: Wer diese findet und zuordnen kann, darf die Tiere auch in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase melden.

Zum Bild: Das Große Ochsenauge erwischte Andreas Koerner im Schlosspark.

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