Zukunft an der Ruhr: Vorschläge liegen vor

Bürger-Ideen für die Ruhr-Konferenz werden veröffentlicht

0 29.04.2019

DÜSSELDORF / METROPOLE RUHR (idr). Ein gemeinsames Nahverkehrssystem, der Ausbau Grüner Infrastruktur, mehr Solarenergie oder eine stärkere Polizeipräsenz und der Kampf gegen Clan-Kriminalität - diese und viele andere Vorschläge für die Zukunft des Ruhrgebiets haben Bürger im Rahmen der Ruhr-Konferenz online eingereicht. Mehr als 300 Anregungen sind zwischen dem 31. August 2018 und dem 10. April 2019 über die Beteiligungsplattform eingegangen.

Knapp ein Drittel der eingereichten Beiträge liefern Ideen für die Zukunft der Mobilität. Vorgeschlagen werden z.B. ein einheitlicher Verkehrsverbund und Tarife für das ganze Ruhrgebiet, eine "Circle Line" für die Region oder eine optimierte Taktung. Für die Verkehrsinfrastruktur wünschen sich die Ideengeber den Ausbau der Elektromobilität sowie mehr Radwege.

Alle Einreichungen wurden bereits an die zuständigen Themenforen weitergegeben und fließen so direkt in den Prozess der Ruhr-Konferenz ein. Eine der Ideen, die dort bereits diskutiert wurden und jetzt weiterverfolgt werden sollen, ist die eines Kompetenzzentrums für Grüne Infrastruktur im Ruhrgebiet. Die ersten Ideen werden nun auf der Website www.dialog.ruhr-konferenz.nrw veröffentlicht.

Die Ruhr-Konferenz ist in drei Phasen gegliedert. Zunächst sind 20 Themenforen angesetzt, die sich um Bereiche Verkehr, Bildung, Gesundheit, Umwelt und Energiewende drehen. In ihnen sollen Projektideen für die Metropole Ruhr entwickelt werden. Den Abschluss dieser Phase bildet die Entscheidung der Themenforen, welche konkreten Vorhaben umgesetzt werden sollen. Aus diesen Vorschlägen wählt die Landesregierung in der zweiten Jahreshälfte Projekte aus, die ab 2020 umgesetzt werden.

Infos: www.ruhr-konferenz.nrw

 

Hintergrund zur Ruhr-Konferenz: Die Ruhr-Konferenz des Landes Nordrhein-Westfalen soll die Entwicklung des Ruhrgebiets zur erfolgreichen, dynamischen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter vorantreiben. Alle Ministerinnen und Minister der Landesregierung und auch einige Staatssekretärinnen und Staatssekretäre haben seit Sommer vergangenen Jahres insgesamt 20 Themenforen aufgebaut. Als Ko-Moderatorinnen und Ko-Moderatoren engagieren sich Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft, die für das jeweilige Thema stehen.

In der ersten Phase der Ruhr-Konferenz, der „Zuhören-Phase“, werden derzeit bei zahlreichen Veranstaltungen der Ruhr-Konferenz Projektvorschläge diskutiert, die zur erfolgreichen Metropolregion Ruhr beitragen können und die Zusammenarbeit über kommunale und institutionelle Grenzen hinweg vorantreiben.

Bis zum Sommer schlagen alle Themenforen konkrete Projekte zur Umsetzung vor. Damit beginnt die Entscheidungsphase: Die Landesregierung wird in der zweiten Jahreshälfte die Vorschläge prüfen, eine Auswahl treffen und ein Gesamtpaket aus aufeinander abgestimmten Leit- und Einzelprojekten schnüren. Zur Finanzierung werden auch mögliche Beiträge durch Bund und EU geprüft. Die Umsetzung der Projekte – die dritte Phase der Ruhr-Konferenz – beginnt dann 2020.

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