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0 07.11.2025
BEDINGRADE/SCHÖNEBECK. „Erziehung in Gedichten vergangener Jahrhunderte“ sind Thema eines Vortrags von Joachim Opp, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Bedingrade-Schönebeck im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zum hundertjährigen Bestehen des Lutherhauses am Freitag, 14. November, um 19 Uhr in die Kirchsaal an der Bandstraße 35 einlädt. Der Eintritt ist frei; um Spenden für die Kinderschutz-Ambulanz am Evangelischen Krankenhaus Oberhausen wird gebeten.
Wie haben unsere Vorfahren Kinder erzogen? Welche Werte, Ängste und Hoffnungen spiegeln sich in den Gedichten vergangener Jahrhunderte wider? Und was können wir heute daraus lernen – in einer Zeit, in der viele Eltern und Erziehende zwischen gut gemeinten Ratschlägen und eigener Ratlosigkeit schwanken? Joachim Opp, Kinderarzt und Psychotherapeut, hat beruflich viel mit verunsicherten Eltern und ihren herausfordernden Kindern zu tun. Er nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine literarische Zeitreise. Anhand ausgewählter Gedichte zeigt er, wie sich der Umgang mit Kindern gewandelt hat: von der oft harten Disziplinierung eines „Struwwelpeter“ hin zu modernen Unsicherheiten und der Suche nach dem „richtigen“ Weg. Joachim Opp, der 1997 mit dem Süddeutschen Amateurtheaterpreis ausgezeichnet wurde, nutzt sein schauspielerisches Talent, um die alten und neuen Gedichte lebendig werden zu lassen und macht sie auf diese Weise nicht nur hörbar, sondern erfahrbar. Wie haben Dichter wie Goethe oder Wilhelm Busch Erziehung thematisiert? Und was können wir daraus für unser heutiges Miteinander mitnehmen? Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Erziehung, Geschichte und Literatur interessieren – ob als Eltern, Großeltern, Pädagogen oder einfach nur aus Neugier.
Die Abbildung aus dem1844 erstmals erschienenen Kinderbuch "Struwwelpeter" zeigt Nikolaus, der die Kinder, die einen schwarzen Mann verspotteten, in ein riesiges Tintenfass steckt und schwarz einfärbt. Das in Versform geschriebene Kinderbuch kennt noch heute fast jedes Kind. Der Suppenkasper (Sieben Tage liebe Not, war der Kaspar tot), der Hans-guck-in-die-Luft und Zappelphilipp sind in unsere Umgangssprache eingegangen.
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