Vom mittelalterlichen Rathäuschen bis zum Turm

Ausstellung informiert über die Geschichte der Essener Rathäuser

0 20.11.2019

ESSEN. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Essener Rathauses zeigt das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv die Ausstellung "Repräsentation und Funktion. Zur Geschichte der Essener Rathausbauten". Bis 31. Januar erzählt diese sowohl die Geschichte des heutigen Rathauses, als auch seiner Vorgängerbauten. Am Freitagabend (15.11.) wurde die Präsentation im Foyer des Hauses der Essener Geschichte/ Stadtarchiv eröffnet. Zu diesem Anlass sprach Oberbürgermeister Thomas Kufen ein Grußwort und wünschte den Anwesenden sowie den Gästen in den kommenden Wochen viel Freude beim Besuch der Ausstellung.

In seinem Grußwort ging Thomas Kufen auf das aktuelle Jubiläum ein, bei dem 40 Jahre Rathaus gefeiert wurden, denn am 7. November 1979 wurde das mit 106 Metern Höhe höchste begehbare Rathaus Deutschlands nach vierjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht. Doch bereits im Mittelalter verfügte die Stadt Essen über ein eigenes Rathaus. Weitere drei Bauten sind seither nachweisbar, deren Bau und Gestaltung zu allen Zeiten im Spannungsfeld zwischen dem Repräsentationsbedürfnis des Rates und den funktionalen Anforderungen der städtischen Verwaltung standen. Im Lauf der Jahrhunderte ist ein tiefgreifender Wandel erkennbar, den die neue Ausstellung dokumentiert. Bereits anlässlich der Feier zum 40-jährigen Jubiläum war die sie als Preview im Foyer des Essener Rathauses zu sehen.

Angefangen vom ersten mittelalterlichen Bau aus dem 13. Jahrhundert über das klassizistische Rathaus von 1842 bis zum dritten, neugotischen Rathaus von 1878: "Je stärker unsere Stadt wuchs, desto umfangreicher wurde auch das Aufgabenspektrum der Verwaltung. Und je größer wurde das Rathaus", erklärte Oberbürgermeister Kufen in seinen einleitenden Worten. Nachdem Essen ab 1963 insgesamt 16 Jahre ohne Rathaus auskommen musste, eröffnete der heutige Standort, der in Zukunft um ein weiteres Gebäude ergänzt wird: "Mit dem BürgerRatHaus wird auf dem Gelände des ehemaligen Hauptbades ein modernes Dienstleitungszentrum entstehen. Hier wird die Stadtverwaltung an zentraler Stelle verschiedene Sozial- und Serviceleistungen der Stadtverwaltung anbieten. Der erste Spatenstich ist für 2021 geplant", kündigte Thomas Kufen das neue Gebäude an, das "sicher ein weiteres städtebauliches Highlight"“ sein wird.

Abschließend dankte der Oberbürgermeister allen an dieser Ausstellung Beteiligten sowie den Unterstützern und Förderern. Sein besonderer Dank galt Dr. Claudia Kauertz, der Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/ Stadtarchiv, und ihrem Team. Diese freute sich, anlässlich der Vernissage ebenfalls ein Grußwort zu sprechen und die Gäste zu einem Rundgang durch die Ausstellung einzuladen. Diese konnten zudem an einer virtuellen Rathausführung mit Thomas Glup teilnehmen, die den spannenden Spaziergang durch die vergangenen Jahrhunderte ergänzt.

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