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0 10.07.2025
BORBECK. In der Reihe der vierzehn Stadtteilbibliotheken nimmt Borbeck schon immer eine besondere Stellung ein. Mit langen Öffnungszeiten an allen fünf Wochentagen und einer engagierten Programmgestaltung ist die Stadtteilbibliothek Borbeck einer der gefragtesten Bibliotheksstandorte in Essen. Allein die versteckte Lage in der zweiten Etage des Hauses Gerichtsstr. 20 ist ein vielbeklagtes Hemmnis für die weitere Entfaltung des beliebten Stadtteiltreffpunkts.
Seit vielen Jahren kämpfen Bürgerschaft und Bezirksvertretung für einen neuen Ort, der als Schaufenster die für das Borbecker Zentrum und den Bezirk Borbeck so wichtige Einrichtung sichtbar macht. Am Borbecker Weihnachts-Markttag 2024 überbrachte Oberbürgermeister Thomas Kufen endlich die freudige Botschaft: Mit städtischen Mitteln von 9 Millionen ist der Weg frei für eine neue Bibliothek.

Der ideale Standort am Germaniaplatz wurde schnell gefunden. Jetzt präsentierte die Leiterin der Stadtteilbibliothek Borbeck Beate Convent mit den Beteiligten der Zentralbibliothek, Planungsverwaltung und Jugendamt vor zahlreichen interessierten Gästen das stolze Ergebnis der Machbarkeitsstudie. Mit den Leerständen der ehemaligen Niederlassungen der AOK und der Commerzbank Borbeck sowie der seit Jahren verlassenen Flächen der Gaststätte Wirtshaus und weiteren Nebenräumen zur Schmale Straße hin erschließt sich hier eine Gesamtfläche von über 1.000 m2, die neben der Bibliothek auch dem neuen Stadtteilbüro Platz bietet.
Dass die neuen Räume endlich das gewünschte Schaufenster liefern und alle Chancen für eine Entwicklung wie die neue Stadtteilbibliothek Huttrop und die neue Zentralbibliothek an der Marktkirche (geplante Eröffnung 2026) haben, machte die anschließende Baustellenführung deutlich. Die Bibliothek der Zukunft ist viel mehr als ein Ort für Bücher. Als „Dritter Ort“ neben dem eigenen Heim und der Arbeit soll hier ein Wohnzimmer für den Stadtteil entstehen, das neben dem Lesen und dem Angebot neuer Medien Spielräume für zahlreiche Aktivitäten und für Veranstaltungen und Begegnung eröffnet.
Zukünftige Ausstattungen wie eine Nähmaschine, Computer und 3D Drucker, Hobby-Werkzeuge und mehr schaffen Platz für kreative Entfaltung für Jung und Alt. Die Besucher sind nicht nur Nutzer, sie sind in den neuen Räumen auch „Macher“. Davon zeugen die Tafel „Maker Space“ und weitere erste Einblicke auf den Schautafeln, die bis Ende August in der Stadtteilbibliothek präsentiert werden. Alle sind zur Mitwirkung eingeladen, hier und in der Online-Umfrage eigene Wünsche und Ideen zu platzieren. Weitere Workshops und Bürgerbeteiligung werden folgen, wenn die Planungen voranschreiten, damit die neue Bibliothek ein Ort des Stadtteillebens wird.

Der neue Standort bietet genügend Platz, um endlich auch dem Stadtteilbüro Borbeck eine Heimat zu geben. Bis heute müssen sich die Stadtteilmoderatorin Vanessa Schlemminger und Mitarbeiter des Jugendamts Räume mit den Sozialen Diensten im „Bügeleisenhaus“ Wüstenhöferstraße teilen. Am Germaniaplatz erhalten auch sie mehr Sichtbarkeit und Borbeck eine neue Anlaufstelle für soziale Fragen.
Zusammen mit der neuen Bibliothek, dem Stadtteilbüro, dem Bürgeramt und der Bezirksverwaltungsstelle und in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Philippusstift mit dem Mehrgenerationen-Spielplatz hat der Germaniaplatz alle Chancen, ein starkes Zentrum der Bürgerschaft in Borbeck zu sein. Eine Stadtteilentwicklung, die man sich nur wünschen kann und die wir nach Kräften unterstützen sollten!
Öffnungszeiten der Stadtteilbibliothek Borbeck |
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Wochentag |
Uhrzeit |
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Montag (ohne Thekenservice) |
14.00 - 18.30 Uhr |
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Dienstag |
10.00 - 17.00 Uhr |
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Mittwoch |
10.00 - 17.00 Uhr |
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Donnerstag |
14.00 - 18.30 Uhr |
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Freitag |
10.00 - 17.00 Uhr |
Montags kein Service
Montags bietet die Stadtteilbibliothek keinen persönlichen Service durch das Bibliotheksteam. Der Bibliotheksraum kann trotzdem zum Aufenthalt, Lesen, Lernen etc. genutzt werden, ebenso alle Medien und Angebote, die ohne Personal zugänglich sind. Auch die Ausleihe und Rückgabe von Büchern ist an den Selbstverbucher-Geräten möglich.
Susanne Asche / Fotos: Walter Frosch



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