Umzug bescherte SGS den Klassenerhalt

Schönebeckerinnen siegen am Hallo gegen Jena mit 3:0

0 17.05.2022

Ein Omen? Ein Zeichen? Zufall? Wie auch immer man das Ding drehen und wenden will: Aber die "zwangsverordnete" Ein-Spiel-Rückkehr an den „Hallo“, jahrelange Heimspielstätte der SGS, brachte der SGS Glück. Mit dem ersten Meisterschaftssieg in der Rückrunde der Saison 2021/2022, dem 3:0 gegen den FC Carl Zeiss Jena, sicherte sich das Schönebecker Bundesliga-Team den Klassenerhalt.

Nach dem 2:0-Sieg Platznachbarns Rot-Weiss Essen, verbunden mit dem Aufstieg in die 3. Liga, und den Feierlichkeiten der Fans auf dem Platz war das Stadion an der Hafenstraße 97A für einen erneuten Spielbetrieb am Tag darauf nicht mehr zu gebrauchen. Die SGS musste ihr wichtiges Spiel um den Klassenhalt gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Carl Zeiss Jena in den Sportpark Am Hallo verlegen.

Furiose 16 Minuten

Als wenn das Team von Trainer Markus Högner den Spirit dieser schmucken Anlage in vollen Zügen in sich aufgenommen hätte, legte es von der ersten Minute an mit hohem Tempo und tollen Spielzügen los. Der Ball lief sehr gut durch die Essener Reihen. In gerade einmal 16 Minuten erzielte die SGS drei Treffer und sorgte damit für den ersten Sieg in der Rückrunde. Es waren drei Punkte für ein weiteres Jahr Bundesliga.

Selina Ostermeier eröffnete den Reigen in der 11. Minute, als sie nach einer Ecke höher stieg als alle anderen und den Ball mustergültig und unhaltbar für Jenas Torfrau Laura Kiontke einköpfte. Es war das erste Zeichen für einen entspannten Ruhepuls beim Trainer, dem Team und den Zuschauern. Ein Ruhepuls, der fünf Minuten später durch das 2:0 von Vivien Endemann frische Nahrung bekam.

Markus Högner blickt auf die Anfangsphase zurück: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten gleich zu Beginn die erste Chance. Aber Jena war fast im Gegenzug auch gefährlich.“ Sophia Winkler vereitelte diese Großchance in bester Manier. Es war das einzige Mal im Spiel, dass unsere Torhüterin ernsthaft ins Spiel eingreifen musste. „Das 2:0 brachte dann auch noch die notwendige Sicherheit in unser Spiel. Wir haben
danach alles richtig gut gelöst“, so der Trainer weiter.

Mit ihrem Tor zum 3:0 besiegelte Felicitas Fee Kockmann bereits nach 25 Minuten den Klassenerhalt. Markus Högner sah es mit großer Freude: „Wir hatten gute Positionierungen in unserem Spiel und kamen immer wieder gefährlich vor das Jenaer Tor.“ Die Führung zur Halbzeit war mehr als verdient.


Nach der Pause Druck hochgehalten

„Wir haben auch in der 2. Halbzeit weiter nach vorne gespielt und die Lücken gesucht. Jena stand nun etwas kompakter. Trotzdem hatten wir weitere Torchancen. Leider konnten wir die nicht mehr nutzen. Am Ende gewinnen aber klar und deutlich 3:0“, so ein erleichterter Markus Högner, für den die Ruhe im Verein in den zurückliegenden Wochen enorm wichtig war: „Das ist nicht selbstverständlich bei all den Nackenschlägen, die wir einstecken mussten. Immer wieder gut gespielt zu haben ohne was Zählbares rauszuholen. Und auch im Training haben die Mädels immer engagiert gearbeitet.“

Jetzt ist der Klassenerhalt geschafft, und alle können den Akku wieder aufladen. Der Coach gibt die Richtung vor: „Wir genießen jetzt erst einmal den heutigen Tag und freuen uns, dass wir weiter in der Bundesliga spielen dürfen. Denn es ist wichtig für die jungen Spielerinnen, dass sie sich auf höchstem Niveau weiterentwickeln können.“ Und fügt mit einem Augenzwinkern dazu: „Auch ich arbeite lieber in
der ersten Liga...“

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