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0 17.07.2025
Bochold. Töne finden, wo Worte fehlen – von diesem Leitmotiv hat sich die Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim bei der Gestaltung ihres neuen Beisetzungsortes für „Sternenkinder“ auf dem Matthäusfriedhof inspirieren lassen.
Als „Sternenkinder“ werden Kinder bezeichnet, die noch während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder unmittelbar danach gestorben sind. Die Gedenkstele neben dem Sternschnuppenbaum wurde von der Essener Steinmetzin Judith Sarlak („Reviersteine“) wunderbar aus einem sehr schönen Ruhrsandstein herausgearbeitet. Der Stein ist an zwei Seiten geschliffen und poliert, so dass seine schöne Maserung sichtbar wird. Etwas Besonderes sind die hineingefrästen Rillen: Sie klingen in auf- bzw. absteigender Tonhöhe, wenn z.B. Geschwisterkinder mit dem Stein, der an einem dünnen Stahlband an der Stele hängt, darüberstreichen. Es ist das erste Mal, dass Judith Sarlak diese Idee umgesetzt hat.
Die Aufschrift „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ soll allen Angehörigen die Gewissheit vermitteln, dass nicht nur die kleinen Seelen der Sternenkinder, sondern auch widerstreitende Gefühle wie Trauer, Hadern, Zweifel oder Sprachlosigkeit in Gottes Liebe geborgen sind. Für Pfarrerin Susanne Gutjahr-Maurer klingt in den Worten des vertrauten Kinderliedes – „Gott, der Herr, hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet“ – die christliche Zusage aus Psalm 147 mit: „Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.“
Die Namen der Sternenkinder, an die hier erinnert wird, werden auf dünne Metallsterne geschrieben und auf den großen Schnittflächen eines in der Mitte durchgesägten Baumstamms angebracht. Unsere Fotos entstanden, als die ersten drei Sterne – für Emma, Lisa und Noah – befestigt wurden.

Pfarrerin Susanne Gutjahr (links) und Judith Sarlak, Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin und staatlich geprüfte Steintechnikerin von der Manufaktur „Reviersteine“.
Herausgegeben und Foto von:
Kirchenkreis Essen
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