Späte Niederlage gegen Potsdam

SGS beendet Hinserie mit einem 1:2

0 15.12.2020

Die SGS Essen beendet die Hinrunde in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit einer Niederlage: Die Partie gegen den 1. FFC Turbine Potsdam endete 1:2 (0:0). Potsdam drehte die Partie mit einem Doppelschlag kurz vor Schluss.

SGS-Trainer Markus Högner vertraute weitgehend derselben Mannschaft, die zuletzt 6:1 in Duisburg gewonnen hatte. Lediglich Jana Feldkamp, die nach abgesessener Rotsperre wieder dabei war, rückte für Nicole Anyomi in die Startelf. Schon mit dem ersten Angriff der Partie hätte die SGS in Führung gehen können: Jana Feldkamp sah Carlotta Wamser im Zentrum einlaufen, allerdings vergab die 17-Jährige aus kurzer Distanz (2.).

Beide Teams körperlich präsent

Das Spiel nahm schnell Fahrt auf, beide Teams waren körperlich sehr präsent. Gebremst wurde die Anfangseuphorie nach einer Viertelstunde. Elisa Senß (Foto) ging nach einem Zweikampf mit zwei Potsdamer Spielerinnen zu Boden. Dabei hat sich die Mittelfeldspielerin einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Generell war es eine zweikampfbetonte Partie, in der sich viel im Mittelfeld abspielte. Nach einer halben Stunde kam Potsdam zum ersten Mal gefährlich vor das Essener Tor: Ein Schuss von Kössler landete zunächst am Pfosten, den Nachschuss von Orschmann konnte Stina Johannes im Liegen parieren (33.). So ging es torlos in die Pause.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Gäste: Sophia Thiemann verlängerte ein Zuspiel aus dem Halbfeld per Kopf in Richtung von Jana Feldkamp, die sich gegen ihre Gegenspielerin durchsetzte und den Ball über die Potsdamer Torhüterin ins Tor lupfte (52.). Die SGS hatte danach eine sehr aktive Phase, drängte die Potsdamerinnen in die eigene Hälfte zurück und wollte unbedingt die Vorentscheidung. Dabei fehlte den Essenerinnen jedoch das nötige Glück im Torabschluss. Feldkamp und Thiemann vergaben jeweils Chancen aus spitzem Winkel.

Kein Fairplay von Potsdam

In der Schlussphase kam Potsdam dann nochmal zurück – und drehte in nur vier Minuten die Partie: Zuerst traf Weidauer nach einer Ecke von der Strafraumkante (78.), dann nutzte Cerci ein Missverständnis in der Essener Defensive und schob zur Potsdamer Führung ein (82.). Das Tor zum Ausgleich sorgte derweil für Diskussionen: Da eine Essener Spielerin am Boden lag, spielte eine Teamkollegin den Ball extra ins Aus. Die Potsdamerinnen bekamen davon scheinbar nichts mit und spielten weiter nach vorne. Aus dieser Situation ergab sich auch der Eckball, der zum Tor führte. Die SGS versuchte nochmal zurückzukommen, war am Ende aber zu ungefährlich. Damit reißt die Essener Serie aus fünf ungeschlagenen Ligaspielen in Folge.

SGS-Trainer Markus Högner war enttäuscht: „Es ist schade, dass wir uns heute nicht für die gute Leistung belohnt haben. Wir hatten das Spiel lange im Griff, die Mädels haben das wirklich gut gemacht. Wir reden beim DFB immer viel über Fairplay, ich finde da gehört es einfach dazu, den Ball vor dem 1:1 zurückzuspielen. Aber ich sage auch ganz deutlich: Alleine deswegen haben wir heute nicht verloren. Wir müssen in der Defensive noch konsequenter sein. Für uns ist es eine unglückliche Niederlage, aber wir schauen jetzt nach vorne.“

   

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