Sieg gegen Mitaufsteiger

RWE schlägt SpVgg Bayreuth mit 2:0

0 06.03.2023

Rot-Weiss Essen hat die erste „Englische Woche“ des Jahres mit dem erhofften Heimsieg abgeschlossen. Nach dem 1:1 beim FC Ingolstadt 04 und dem 1:0-Pokalerfolg beim Wuppertaler SV behielt das Team von Trainer Christoph Dabrowski am 25. Spieltag in der 3. Liga auch gegen den Mitaufsteiger SpVgg Bayreuth 2:0 (0:0) die Oberhand und verlängerte die Positivserie im Stadion an der Hafenstraße auf zehn Partien ohne Niederlage. Vor 15.297 Zuschauern ließen Innenverteidiger Felix Herzenbruch (61.) per Kopfball und Mittelfeldspieler Björn Rother (69.) mit einem Distanzschuss die Rot-Weissen jubeln. Der Vorsprung vor der Abstiegszone wuchs wieder auf acht Punkte an. Chef-Trainer Christoph Dabrowski war nach dem Spiel entsprechend „extrem glücklich“. „Wir haben nach dem anstrengenden Woche und den zahlreichen Ausfällen in der zweiten Halbzeit eine Schüppe draufgelegt. Am Ende ist es ein verdienter Sieg und nach den Ergebnissen vom Wochenende ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so der Fußball-Lehrer.

Im Vergleich zum Niederrheinpokal-Viertelfinale beim Wuppertaler SV (1:0) nahm Christoph Dabrowski drei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Nach überstandenem Infekt kehrte Andreas Wiegel auf die rechte Abwehrseite zurück (für Sandro Plechaty). Außerdem spielten Kevin Holzweiler und Thomas Eisfeld für Oguzhan Kefkir und Ron Berlinski von Beginn an. Für Berlinski rückte „Isi“ Young ins Sturmzentrum.

Neben Mittelfeldspieler Felix Götze (Bänderteilriss im Knie) fehlten erneut die erkrankten Simon Engelmann, Lawrence Ennali und Meiko Sponsel. Auch bei Niklas Tarnat und Luca Wollschläger, die bis Freitag keine Trainingseinheit absolviert hatten, reichte es noch nicht für den Kader. Mittelfeldspieler Tarnat fehlte damit zum ersten Mal in dieser Saison bei einem Ligaspiel im Aufgebot. 23-mal gehörte er in den ersten 24 Partien zur Startelf.

Bei den Gästen aus Oberfranken lief mit Innenverteidiger Felix Weber auch ein früherer RWE-Spieler von Beginn an auf. Der gebürtige Essener Luke Hemmerich blieb zunächst auf der Bank, wurde erst nach dem Rückstand eingewechselt.

Zum zehnten Mal in Folge bis zur Halbzeit torlos

Die Rot-Weissen waren von Beginn an bemüht, die Spielkontrolle zu übernehmen und den Gegner unter Druck zu setzen. Wirklich gefährlich wurde es in der Anfangsphase für die Bayreuther aber nicht. So hatte Torhüter Sebastian Kolbe keine Mühe, einen Schuss von Kevin Holzweiler zu fangen. Weitere Abschlüsse – unter anderem von Isaiah Young, Torben Müsel und Björn Rother – wurden oft von der vielbeinigen Abwehr geblockt.

Die etwas besseren Tormöglichkeiten hatten zunächst die Gäste. So war Jakob Golz bei Versuchen von Kapitän Benedikt Kirsch und Alexander Nollenberger jeweils gut auf dem Posten. Angreifer Markus Ziereis stand bei einem Kopfball zwar leicht im Abseits. Dennoch war die Glanzparade, mit der Jakob Golz die Kugel an den Pfosten lenkte, äußerst sehenswert.

Kurz vor der Pause tauchte Alexander Nollenberger nach einem Ballverlust von Kevin Holzweiler erneut in aussichtsreicher Position vor dem RWE-Tor auf, wurde aber gut bedrängt und konnte deshalb nicht voll abziehen. Jakob Golz hatte keine Mühe. Kurios: Bereits zum zehnten Mal hintereinander stand es bei einem RWE-Ligaspiel zur Pause 0:0.

„Joker“ Kefkir sticht sofort: Freistoßflanke zum 1:0

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen, aber nur wenig später hatten die RWE-Fans erstmals den Torschrei auf den Lippen. Isaiah Young setzte sich gegen seinen früheren Teamkollegen Felix Weber durch und legte zurück auf Cedric Harenbrock, der das lange Eck anvisierte, den Kasten aber knapp verfehlte. Der Essener Druck nahm in dieser Phase deutlich zu. Torben Müsel kam in guter Position nicht richtig zum Kopfball, ein Schuss von Kevin Holzweiler war zu hoch angesetzt.

Nach knapp einer Stunde reagierte RWE-Trainer Christoph Dabrowski und brachte mit Ron Berlinski als neuem Stoßstürmer und Oguzhan Kefkir auf der linken Seite zwei frische Offensivspieler. Dafür verließen Cedric Harenbrock und Kevin Holzweiler das Spielfeld. Torben Müsel rückte in die Mitte der offensiven Dreierkette, Isaiah Young nach rechts.

Kaum war „Ötzi“ Kefkir auf dem Platz, da fand er mit einer Freistoßflanke von der linken Seite den Kopf von Felix Herzenbruch, der den Ball erst an den Innenpfosten und dann ins Netz beförderte – das umjubelte 1:0 (61.).

Acht Minuten später war die Begegnung praktisch entschieden. Nach einem schnellen Konter, der schon zu versanden schien, fasste sich Björn Rother (69.) aus etwa 25 Metern ein Herz, der Ball schlug zum 2:0 neben dem rechten Pfosten ein. Schon im letzten Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund (2:0) hatte Rother den Treffer zum Endstand erzielt.

In der Folgezeit war RWE dem 3:0 näher als die Gäste dem Anschlusstreffer. So musste Bayreuths Torhüter Sebastian Kolbe mehrfach eingreifen, während Jakob Golz nur bei einem Kopfball des eingewechselten Christoph Fenninger ein wenig gefordert wurde. Erst in der Nachspielzeit landete der Ball im Essener Gehäuse. Weil der Aktion jedoch eine Abseitsposition von Daniel Steininger vorausging, blieb es beim 2:0.

Nächste „Englische Woche“ startet im Erzgebirge

Nach dem Aufsteigerduell mit der SpVgg Bayreuth können die Rot-Weissen einige Tage durchatmen, ehe bereits die nächste „Englische Woche“, dann mit drei Ligaspielen innerhalb von sieben Tagen, startet. Dabei geht es zunächst am kommenden Samstag, 11. März, ab 14 Uhr zum FC Erzgebirge Aue. An die „Veilchen“ hat RWE gute Erinnerungen, gelang doch im Hinspiel (2:1) der erste Sieg überhaupt in der eingleisigen 3. Liga.

Am Dienstag, 14. März, ab 19 Uhr gibt es im Stadion an der Hafenstraße beim Heimspiel unter Flutlicht gegen den Aufstiegsaspiranten VfL Osnabrück ein Wiedersehen mit dem früheren RWE-Vorsitzenden Dr. Michael Welling, der inzwischen als Geschäftsführer für die Lila-Weißen arbeitet. Am Samstag, 18. März, folgt schließlich ab 14 Uhr das Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken.

 

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