SGS verspielt ein 4:1

Remis gegen den Champions LeagueTeilnehmer Amsterdam

0 07.09.2022

Im letzten Spiel der Vorbereitung ging es für die SGS Essen nach Amsterdam. Beim Champions LeagueTeilnehmer verspielte die SGS eine 4:1-Führung und musste sich am Ende eines „wilden Spiels“ – wie Cheftrainer Markus Högner kurz nach Abpfiff die Partei einordnete - mit einem Remis zufriedengeben.

Trotzdem war der Coach mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden. Ab sofort richten sich die Blicke auf das DFB-Pokalspiel der zweiten Runde am kommenden Sonntag. Dann ist die Mannschaft zu Gast beim Bremer Regionalligisten ATS Buntentor.

Nach dem Spiel bei Buntentor wartet auf die SGS eine schwere Aufgabe. Zum Meisterschaftsstart geht es am 16. September zum Meister VfL Wolfsburg. Die letzten wichtigen Erkenntnisse holte sich die SGS zum Abschluss der Vorbereitung am Sonntag beim Testspiel in Amsterdam. Der Teilnehmer der Champions League war für Trainer Markus Högner genau der richtige Gradmesser: „Wir haben das über weite Strecken sehr gut gemacht. Hinten raus war Ajax dann einen Ticken cleverer als unsere jungen Spielerinnen.“

SGS nach schläfriger Anfangsphase bärenstark

„Wir haben die ersten 20 Minuten gar nicht ins Spiel reingefunden. Wir waren immer den berühmten Schritt zu spät“, so Högner. Ajax machte das durch viele Positionswechsel aber auch sehr gut und ging verdient nach 10 Minuten in Führung. Dann kippte die Partie jedoch zu Gunsten des Gastes, als Maike Berentzen in den Strafraum eindrang und das Schiedsrichtergespann auf Elfmeter für Essen entschied. Natasha Kowalski verwandelte souverän vom Punkt. Das war der Startschuss für eine furiose Resthälfte. Markus Högner sah vom Rand, wie sein Team immer mehr die Kontrolle übernahm und den Gastgeber vor große Probleme stellte: „Wir hatten eine gute Kompaktheit im Spiel und gehen durch zwei schöne Tore von Vivien Endemann 3:1 in Führung.“ Den ersten Treffer bereitete Antonia Baaß von außen
mustergültig vor, der zweite resultierte aus einer schönen Einzelleistung von Kockmann. Das war dann auch der Halbzeitstand.

Das Trainerteam wechselte munter durch und brachte mit dem Beginn der zweiten Halbzeit sieben frische Spielerinnen; die Spielfreude blieb. Daran änderte auch der erst gegebene und dann wieder vom Schiedsrichter nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück genommene Elfmeter fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff nichts. „Das war ein klares Foul an Fee Kockmann. Keine Ahnung, warum die den am Ende nicht gegeben haben“, so der Coach. Die SGS ließ sich nicht beeindrucken, blieb am Drücker und erzielte in der 55. Minute durch Antonia Baaß das 4:1. Dann verpassten es die Essener jedoch, aus ihren weiteren hochkarätigen Chancen den Vorsprung zu erhöhen. „Das war leider unserManko“, so Markus Högner, „das waren hundertprozentige. Nutzen wir nur eine davon, ist der Deckel drauf.“

Und wie es dann so ist, bekommt der Gegner die zweite Luft. Nach einem Stellungsfehler in der Kette erzielte der Gastgeber das 2:4 und kurze Zeit später nach einem schnellen Umschaltspiel sogar das 3:4. Der Trainer sah, wie seine Spielerinnen nervös wurden: „Sollte uns natürlich nicht passieren. Aber das ist dann auch zum Teil dem jungen Alter geschuldet. Auf der anderen Seite hat Ajax eine abgeklärte Mannschaft. Die stehen ja nicht umsonst in der Champions League.“ Und die Niederländerinnen kommen tatsächlich noch zum Ausgleich.

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