SCF II bleibt Lieblingsgegner

RWE siegt im Breisgau mit 2:0

0 04.09.2023

Die U23 des SC Freiburg bleibt ein „Lieblingsgegner“ von Rot-Weiss Essen. Nach zwei Siegen gegen die Breisgauer in der Vorsaison (3:0 und 2:0) setzte sich das Team von RWE-Cheftrainer Christoph Dabrowski auch am 5. Spieltag der neuen Spielzeit beim aktuellen Vizemeister aus dem Breisgau 2:0 (0:0) durch und landete zum Abschluss der äußerst erfolgreichen „Englischen Woche“ den ersten Auswärtserfolg. Zum ersten Mal in der 3. Liga gewannen die Rot-Weissen damit zwei Punktspiele in Folge. Vor 2.027 Zuschauern im Dreisamstadion, darunter rund 500 mitgereiste RWE-Fans, brachte Cedric Harenbrock (51.) die Gäste von der Hafenstraße kurz nach der Pause auf die Siegerstraße. Bei hochsommerlichen Temperaturen machte der eingewechselte Marvin Obuz (90.+4) in der Nachspielzeit alles klar. RWE blieb nicht nur im vierten Ligaspiel in Folge ungeschlagen, sondern auch zum dritten Mal hintereinander ohne Gegentor. Mit jetzt acht Punkten gelang der Sprung in die obere Tabellenhälfte. Die Basis dafür war eine äußerst stabile Defensivleistung, denn die Rot-Weissen ließen kaum nennenswerte Tormöglichkeiten des Sport-Clubs zu. Zuvor hatten die Freiburger 15 Heimspiele in Serie nicht verloren (zehn Siege). „Es war eine reife und disziplinierte Leistung“, lobte Christoph Dabrowski: „Ich bin rundum glücklich, wie wir aufgetreten und erneut ohne Gegentor geblieben sind. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Dennoch haben wir noch einen weiten Weg vor uns.“

Aaron Manu nach langer Pause erstmals im Kader

Im Vergleich zum Derbysieg gegen den SC Preußen Münster (1:0) nahm Christoph Dabrowski nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Der umjubelte Siegtorschütze Thomas Eisfeld durfte diesmal wieder von Beginn an ran. Für ihn nahm Flügelstürmer Marvin Obuz zunächst auf der Bank Platz.

In der Abwehr setzte „Dabro“ wieder auf eine Viererkette mit Andreas Wiegel, José-Enrique Rios Alonso, Felix Götze und Lucas Brumme. Vor dem Sechser Vinko Sapina übernahmen Torben Müsel, Cedric Harenbrock und Thomas Eisfeld den eher offensiven Part im Zentrum, während der etatmäßige Flügelflitzer Isaiah Young gemeinsam mit Mittelstürmer Moussa Doumbouya den RWE-Angriff bildete.

Erstmals nach langer Verletzungspause wegen einer Achillessehnenreizung gehörte Innenverteidiger Aaron Manu zum RWE-Aufgebot, blieb allerdings 90 Minuten auf der Bank. Weiterhin zuschauen mussten Kapitän Felix Bastians (Zerrung im Adduktorenbereich) sowie Ekin Celebi (Aufbautraining nach Leistenproblemen), Nils Kaiser (Innenbandanriss) und Sandro Plechaty (Knieprobleme).

Götze-Kopfball beste Torchance vor der Pause

Den ersten Abschluss der Partie verzeichneten die Gastgeber. Maximilian Breunig scheiterte jedoch mit einem Flachschuss an RWE-Torhüter und -Vizekapitän Jakob Golz, dessen Vater Richard einst viele Jahre beim SC Freiburg in der Bundesliga zwischen den Pfosten stand. Auf der Gegenseite zog „Isi“ Young von der Strafraumgrenze mit links ab, der leicht abgefälschte Schuss ging allerdings knapp am Freiburger Tor vorbei.

Nach einer guten Viertelstunde übernahmen die Gäste mehr und mehr die Initiative, erarbeiteten sich fünf Eckbälle innerhalb weniger Minuten. Die beste Chance hatte dabei Felix Götze, der nach einer Hereingabe von Thomas Eisfeld zum Kopfball kam, das Tor aber aus kurzer Entfernung knapp verfehlte. Lucas Brumme startete nur wenig später ein Solo über den gesamten Platz, sein Abschluss stellte für Freiburgs Torhüter Benjamin Uphoff aber keine ernsthafte Prüfung dar.

Die Hausherren verzeichneten nach etwa einer halben Stunde eine kurze Drangperiode, konnten RWE in dieser Phase ein wenig unter Druck setzen. Wirklich strecken musste sich Jakob Golz aber nur, als Freiburgs Fabian Rüdlin plötzlich aus mehr als 30 Metern abzog. Die etwas besseren Möglichkeiten hatten die Essener, als Torben Müsel einen Freistoß etwas zu hoch ansetzte und Isaiah Young mit einem Linksschuss an Benjamin Uphoff scheiterte. So ging es torlos in die Kabinen.

Sapina legt für Harenbrock auf – Berlinski für Obuz

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten beide Teams zunächst unverändert weiter. Mit der ersten gelungenen Aktion ging RWE in Führung. Viktor Sapina spielte einen mustergültigen Pass genau in den Lauf von Cedric Harenbrock, der die Kugel mit links ins lange Eck beförderte – 0:1 (51.). Vor allem wegen der gefährlicheren Offensivaktionen ging die Führung in Ordnung.

Nach einer Stunde nahm Freiburgs U 23-Trainer Thomas Stamm die ersten Wechsel vor. Auch Christoph Dabrowski reagierte und brachte mit Björn Rother (für Thomas Eisfeld) sowie Ron Berlinski (für Moussa Doumbouya) die ersten frischen Kräfte. Weil wenig später Linksverteidiger Lucas Brumme verletzungsbedingt nicht weitermachen konnte, wurde Sascha Voelcke für ihn eingewechselt. Außerdem kam Marvin Obuz für Torben Müsel – und hatte nur Sekunden später das 2:0 auf dem Fuß. Ein Freiburger Abwehrspieler grätschte jedoch im letzten Moment dazwischen. Auch Ron Berlinski hätte nach einem Zuspiel von Cedric Harenbrock den Vorsprung ausbauen können. Sein Flachschuss aus 18 Metern strich jedoch knapp vorbei.

Zu Beginn der achtminütigen Nachspielzeit – unter anderem musste Freiburgs Torhüter Benjamin Uphoff verletzungsbedingt behandelt und schließlich ausgewechselt werden – kam noch Eric Voufack für Isaiah Young. Nur wenig später war der Dreier perfekt. Ron Berlinski erkämpfte im Nachsetzen gegen den eingewechselten Schlussmann Laurin Lasse Mack den Ball, schien dann zunächst etwas zu lange mit dem Abschluss zu zögern, legte dann aber stark für Marvin Obuz (90.+4) auf, der mit einem Schuss ins lange Eck den 2:0-Endstand herstellte und die späteren Feierlichkeiten mit den Fans einleitete.

Nach 71 Jahren: Regensburg wieder an der Hafenstraße

Mit dem Gastspiel im Breisgau endete für Rot-Weiss Essen die zweite „Englische Woche“ hintereinander. Die anstehende Länderspielpause gibt der Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski jetzt die Möglichkeit, ein wenig durchzuatmen.

Erst am Samstag, 16. September, geht es ab 14 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg weiter. Es ist für RWE das erste Duell mit den Oberpfälzern in einem Punktspiel. Den einzigen Vergleich mit dem SSV Jahn gab es in der Saison 1952/1953 in der ersten Runde des DFB-Pokals. Auf dem Weg zum Titelgewinn 1953 schalteten die Rot-Weissen die Regensburger vor eigenem Publikum aus, setzte sich 5:0 durch. Zu den Torschützen gehörte auch der spätere Weltmeister Helmut „Boss“ Rahn. 71 Jahre später ist der SSV Jahn erneut an der Hafenstraße zu Gast.

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