Sauberkeit und Sicherheit im Borbecker Zentrum auf dem Prüfstand

Gespräch mit dem Bezirksbeamten der Polizei Werner Molitor im Bürgerdialog

0 12.04.2019

BORBECK. „Sauberkeit und Sicherheit in Borbeck“ lautete das Thema des Bürgerdialogs, zu dem der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein Anfang April den Bezirksbeamten der Polizei für Borbeck-Mitte, Werner Molitor, eingeladen hatte.

Allem voran gab es ein dickes Lob der rund ein Dutzend Teilnehmer für die alltägliche Präsenz des Borbecker „Dorfpolizisten“: „Es ist wohltuend, wie unermüdlich die Polizei in letzter Zeit im Borbecker Zentrum unterwegs ist“, so die einhellige Feststellung. Nach der Liste der Delikte ist Borbeck-Mitte ein Stadtteil wie viele andere in Essen auch. Anwohner dürfen sich hier grundsätzlich sicher fühlen. Gleichwohl bleiben Ordnungswidrigkeiten, rücksichtsloses Falschparken und das Befahren der Fußgängerzone ein dauerndes Ärgernis. Das gilt vor allem an Markttagen und im Bereich der Marktstraße. Eine fehlende oder missverständliche Beschilderung will Werner Molitor als Erklärung dafür nicht gelten lassen. Es fehle einfach oft die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten. Die Orte, an denen sich Straftaten häufiger abspielen, seien bekannt. Die Ordnungshüter können leider nicht immer vor Ort sein, zumal die Wache Borbeck in der Nacht und an Wochenenden nicht mehr besetzt ist. In den Abend- und Nachtstunden haben die Streifenwagen daher längere Anfahrten aus Altenessen, erklärt Werner Molitor. Doch werde man Meldungen von Bürgern so konsequent wie möglich nachgehen. Aufmerksamkeit der Anwohner sei daher wichtig.

Als ein Ort mit Handlungsbedarf wurde unter anderem das Parkhaus an der Wüstenhöferstraße genannt. So positiv die Wiedereröffnung des Parkhauses für Borbeck ist, der jetzige Zustand sei unzumutbar und verschlimmere sich täglich, so die einhellige Meinung. Dabei sei der Parkraum dringend erforderlich für Dauerparker und Besucher, die sich länger in Borbeck aufhalten wollen. Aber ohne eine Grundreinigung, eine ausreichende Beleuchtung und möglichst auch eine Überwachungskamera fehle hier jede soziale Kontrolle, zumal die Bewirtschaftung nur über einen Automaten erfolgt. Vielleicht könne die Bezirksvertretung oder die Stadt beim Besitzer die dringende Renovierung erwirken, so ein Vorschlag aus der Runde.

Große Sorgen macht auch weiterhin das wilde Müllabladen vor allem im Bereich der Parkplätze. Regelmäßige Reinigungsaktionen wie die der Gruppe „Borbeck ist sauber“ oder auch engagierter Einzelhändler helfen da nur kurzfristig. „Mehr Gemeinsinn! Das würde helfen“, so das Fazit der Runde.

Susanne Asche

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