Sandstrahlen? Hochdruckreinigen oder Überstreichen? - Rat entscheidet im Herbst über Graffiti-Task-Force

Allein in Borbeck gibt es viel zu tun -

0 06.07.2021

ESSEN/BORBECK. Der Rat der Stadt Essen hat in seiner jüngsten (30.06.) Sitzung den Sachstandsbericht zur Errichtung einer "Graffiti-Taskforce" zur Kenntnis genommen.

Mit einer Graffiti-Taskforce soll bald eine geregelte Beseitigung von Graffiti durch professionelle Kräfte sichergestellt werden. In Betracht kommt die RGE Servicegesellschaft Essen mbH (RGE). Die RGE ist eine Tochtergesellschaft der Stadt mit den Geschäftsfeldern Reinigung und Sicherheit. Im Verwaltungsbericht heißt es: "Die Einrichtung der Taskforce ist in deren Struktur grundsätzlich möglich und aufgrund von bereits vorliegenden Fachkenntnissen auch empfehlenswert. Seitens der Verwaltung werden die Voraussetzungen der Vergabe zurzeit geprüft."

Die geregelte Beseitigung von Graffiti könne auf unterschiedliche Arten erfolgen, die jeweils davon abhängig seien, welche Beschaffenheit der Untergrund hat und um Farbe es sich handelt. "Insbesondere die Sandstrahltechnik und die Beseitigung durch einen Heißwasser-Hochdruckreiniger sorgen für gute Ergebnisse auf den jeweils geeigneten Flächen. Beide Techniken wurden bereits getestet und bewertet. Insbesondere bei Brücken und Hausfassaden muss jedoch aufgrund der besonderen Beschaffenheit der Einsatz der Technik fachmännisch geprüft werden, um größere Schäden zu vermeiden. Das einfache Überstreichen von Graffitis kann in diesen Fällen eine materialschonende, sichere Lösung sein."

"Wenn die Stadt Essen beschließt, ein Zeichen gegen die Verschmutzungen durch Schmierereien beziehungsweise durch illegales Graffiti auf öffentlichen, städtischen Flächen setzen zu wollen, ist die Einrichtung einer Taskforce aus Sicht der Verwaltung empfehlenswert. Die Kosten der Taskforce stehen in einem positiven Verhältnis zu dem erwarteten Nutzen. Die Chance der Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt für die Tätigkeit rundet das Projekt ab. Der voraussichtliche Startzeitpunkt hängt maßgeblich von der Personalverfügbarkeit und der Bereitstellung der Technik ab", so die Verwaltung.

Der politische Beschluss ist für den Herbst 2021 vorgesehen. In der Zwischenzeit werden die vergaberechtlichen Voraussetzungen und die Finanzierung geprüft sowie die laufenden technischen Tests evaluiert. Parallel zu der Einführung der Graffiti-Taskforce soll zukünftig fortlaufend gemeinsam mit anderen Fachbereichen an der Entwicklung und Umsetzung von weiteren Präventivmaßnahmen gearbeitet werden, um langfristig illegales Graffiti aus dem Stadtgebiet zurückzudrängen.

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