RWE wieder auf der Erfolgsspur

Heute geht es weiter im Pokal gegen Schonnebeck

0 29.03.2022

Nur drei Tage nach dem Dämpfer in der Nachholpartie bei Rot Weiss Ahlen (0:2) meldete sich Rot-Weiss Essen am 31. Spieltag in der Regionalliga West direkt wieder in der Erfolgsspur zurück. Das Team von Trainer Christian Neidhart setzte sich beim kampfstarken SC Wiedenbrück nach einem spannenden Duell 1:0 (0:0) durch und verteidigte die günstige Ausgangsposition im Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga. Vor 1.434 Zuschauern im Jahnstadion erzielte einmal mehr RWE-Torjäger Simon Engelmann (73.) den einzigen Treffer der Partie. Nach einer Flanke des erst kurz zuvor eingewechselten Oguzhan Kefkir war „Engel“ nur wenige Tage nach seinem 33. Geburtstag per Kopfball erfolgreich und entschied die Partie mit seinem 18. Saisontreffer. In der Schlussphase brachten die Rot-Weissen den knappen Vorsprung über die Zeit. RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart nach dem Spiel: „Für uns war es das vierte Spiel in zehn Tagen – man hat gesehen, wie viel Kraft das gekostet hat. Eine gute Aktion hat gereicht, um zu gewinnen. Wir haben es kämpferisch über die Zeit bekommen – das zählt!“

Im Vergleich zur Nachholpartie in Ahlen hatte Christian Neidhart seine Anfangsformation auf zwei Positionen geändert. Für Innenverteidiger Felix Herzenbruch, der zunächst auf der Bank Platz nahm, und Mittelfeldspieler Luca Dürholtz, der wegen der Geburt seines dritten Kindes nicht im Kader stand, spielten David Sauerland und Cedric Harenbrock von Beginn an.

Für Sauerland war es das Ende einer langen Leidenszeit, denn seinen bis dahin letzten Startelf-Einsatz hatte der 24-jährige Außenverteidiger noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie – am 28. Februar 2020 beim 3:1-Heimsieg gegen den SV Lippstadt 08 – absolviert. Sauerland spielte wie gewohnt auf der rechten Abwehrseite, bildete gemeinsam mit Daniel Heber, José-Enrique Rios Alonso und Felix Bastians die Viererkette vor Torhüter und Kapitän Daniel Davari.

Im zentralen defensiven Mittelfeld lief Niklas Tarnat auf, davor Thomas Eisfeld und Cedric Harenbrock auf den Achterpositionen. In der Offensive unterstützten die Flügelspieler Sandra Plechaty (rechts) und Isaiah Young (links) Torjäger Simon Engelmann im Sturmzentrum.

Hölscher mit Glanzparade bei Heber-Kopfball

Nachdem beide Mannschaften vor dem Anpfiff mit einem gemeinsamen Transparent „Stop War“ ein Zeichen für den Frieden und gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gesetzt hatten, tasteten sich die beiden Teams nach Spielbeginn zunächst ein wenig ab. In der ersten Viertelstunde gab es bis auf einen Distanzschuss von Cedric Harenbrock nach einem Freistoß sowie einem Abschluss von „Isi“ Young nach einem Doppelpass mit Simon Engelmann nur wenige Szenen vor beiden Toren.

Wiedenbrücks Torhüter und Kapitän Marcel Hölscher musste erstmals eingreifen, als sich Felix Bastians um seine eigene Achse drehte und aus 15 Metern abzog, aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam. Auf der Gegenseite hatte Saban Kaptan die erste Möglichkeit für die Hausherren, schoss den Ball aber deutlich über das Tor.

Nach einer knappen halben Stunde hatten nicht wenige Zuschauer im Jahnstadion den Ball schon im Wiedenbrücker Tor gesehen, als Daniel Heber nach einer gefühlvollen Freistoßflanke von Thomas Eisfeld aus kurzer Entfernung zum Kopfball kam. Marcel Hölscher kratzte die Kugel jedoch mit einem sensationellen Reflex noch von der Linie und verhinderte mit dieser Glanztat den Rückstand für seine Mannschaft.

Nur wenig später musste RWE erstmals wechseln. Für den angeschlagenen Felix Bastians kam Felix Herzenbruch und rückte auf die linke Abwehrseite. In der Folgezeit wurden die Wiedenbrücker mutiger und kamen auch zu einigen Offensivaktionen. So versuchte Jan Lukas Liehr, RWE-Torhüter Daniel Davari mit einem Fernschuss zu überraschen. Der Ball ging aber drüber. In wesentlich aussichtsreicheren Positionen kamen Martin Aciz und Niklas Szeleschuss an die Kugel, verfehlten das Essener Gehäuse jedoch knapp. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lag der Ball auf der Gegenseite im Netz. Der Treffer von Simon Engelmann zählte aber nicht, weil zuvor offenbar die Hand im Spiel war.

„Joker“ Kefkir flankt – Torjäger Engelmann köpft

Die erste Viertelstunde nach der Pause verlief ohne große Höhepunkte. Die Rot-Weissen bemühten sich zwar, nach vorne zu spielen, kamen dabei aber nicht über Ansätze hinaus oder fanden in der dichtgestaffelten Wiedenbrücker Hintermannschaft keine Lücke. Deshalb reagierte Christian Neidhart nach einer Stunde mit zwei offensiven Wechseln. Zlatko Janjic und Erolind Krasniqi kamen für David Sauerland und Cedric Harenbrock, um dem RWE-Spiel mehr Durchschlagskraft nach vorne zu verleihen. Nur wenig später kam dann auch noch Oguzhan Kefkir für Sandro Plechaty. Damit war das Essener Auswechselkontingent dann auch schon erschöpft.

„Ötzis“ Hereinnahme machte sich aber nur wenige Minuten später bezahlt. Kefkirs butterweiche Maßflanke köpfte Simon Engelmann (73.) zum umjubelten Siegtreffer in die Maschen. Für Top-Torjäger „Engel“ war es bereits der 18. Saisontreffer.

Die Gastgeber drängten zwar nach dem Rückstand auf den Ausgleich und warfen alles nach vorne. Die RWE-Abwehr überstand aber auch diese Drangphase, wenn auch mit ein wenig Glück. So landete der Ball zwar einmal im Essener Kasten. Das Schiedsrichter-Gespann entschied beim Kopfball von Ufumwen Osawe (87.) jedoch auf Abseits. Wenige Minuten später hatte Simon Engelmann noch das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Marcel Hölscher. In der dreiminütigen Nachspielzeit ließ die RWE-Abwehr dann nichts mehr anbrennen und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Pokal-Derby – Dann ohne Krasniqi gegen Kölner U21

Für Rot-Weiss geht es bereits am heutigen Dienstag mit dem nächsten Pflichtspiel weiter. Dann gastiert ab 19.30 Uhr der benachbarte Niederrhein-Oberligist Spvg Schonnebeck im Viertelfinale um den Niederrheinpokal im Stadion an der Hafenstraße, nachdem sich die beiden Vereine auf einen Heimrechttausch verständigt haben.

Nur drei Tage später, Freitag, 1. April, 19.30 Uhr, endet die nächste englische Woche mit dem Ligaspiel gegen die U 21 des 1. FC Köln. Fehlen wird dann Offensivspieler Erolind Krasniqi, der in Wiedenbrück die fünfte Gelbe Karte in dieser Saison sah.

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