RWE hat den Aufstieg in eigener Hand

Regionalligist geht als Spitzenreiter in den Schlussspurt

0 10.05.2022

Rot-Weiss Essen geht als Spitzenreiter in das spannende Saisonfinale in der Regionalliga West. Die Mannschaft um Teamchef und Sportdirektor Jörn Nowak, der nach der Trennung von Trainer Christian Neidhart für die beiden abschließenden Saisonspiele an der Seitenlinie eingesprungen ist, setzte sich am 37. Spieltag in Lotte gegen Gastgeber SV Rödinghausen 3:0 (2:0) durch und verdrängte den SC Preußen Münster vom ersten Tabellenplatz.

Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie, jedoch mit Vorteilen für RWE. Eine erste gute Tormöglichkeit konnte Felix Bastians nicht nutzen, als er knapp am Tor vorbeizielte. Einen Distanzschuss von Thomas Eisfeld parierte SVR-Schlussmann Alexander Sebald. Wenig später war Sebald jedoch machtlos: Den anschließenden Eckball von Eisfeld stocherte Oguzhan Kefkir die Kugel aus kurzer Entfernung über die Linie – 1:0 für RWE (13.), Riesenjubel bei den mitgereisten Fans.

Auch das zweite Tor des neuen Tabellenführers resultierte aus einer Ecke. Diesmal flankte Oguzhan Kefkir und Torjäger Simon Engelmann war per Kopfball zum 2:0 zur Stelle (27.).

Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen, weil die Gastgeber nur selten wirklich gefährlich vor den RWE-Kasten kamen. Zweimal klärte RWE-Torhüter Jakob Golz vor Rödinghausens Angreifer Damjan Marceta, sonst musste er kaum einmal eingreifen. Wenn es mal gefährlich wurde, war immer rechtzeitig ein Essener Abwehrbein dazwischen.

„Isi“ Young legt nach – Jakob Golz hält 3:0 fest

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Rot-Weissen den besseren Start, waren dem dritten Treffer wesentlich näher als der SV Rödinghausen dem Anschlusstor. Daran änderte sich auch nur wenig, als SVR-Trainer Carsten Rump gleich drei frische Spieler brachte.

Felix Bastians vergab noch eine große Chance, um auf 3:0 zu erhöhen, zielte jedoch deutlich zu hoch. Nur wenige Sekunden später machte es jedoch „Isi“ Young besser, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und netzte aus spitzem Winkel ein – 3:0 (57.).

Nach etwa einer Stunde folgten die ersten Wechsel. Luca Dürholtz ersetzte den angeschlagenen Thomas Eisfeld, Marius Kleinsorge kam für Isaiah Young. Später durfte auch Zlatko Janjic an seinem 36. Geburtstag ran, löste Simon Engelmann in der Sturmspitze ab, während Fabian Rüth in der Schlussphase noch für Niklas Tarnat kam.

Rödinghausen gab trotz des Drei-Tore-Rückstands nicht auf und bemühte sich zumindest um eine Ergebniskorrektur. Jakob Golz wehrte jedoch einen gefährlichen Distanzschuss des eingewechselten Patrick Choroba ab, ein weiterer Versuch von Angelo Langer ging vorbei. In der Schlussphase musste der RWE-Torhüter dann noch einmal sein gesamtes Können aufbieten, um mit einer Glanzparade gegen Rödinghausens „Joker“ Hamza Salman einen Gegentreffer zu verhindern. Weniger Mühe hatte er mit einem Kopfball von Patrick Kurzen.

„Volle Hütte“ beim Saisonfinale gegen Rot Weiss Ahlen

Am Samstag, 14. Mai, fällt ab 14 Uhr im Heimspiel gegen Rot Weiss Ahlen die Entscheidung, ob RWE Meister wird und in die 3. Liga aufsteigt. Das Stadion an der Hafenstraße wird dann bis auf den letzten Heim-Platz gefüllt sein. Die Partie knackt damit definitiv die Marke des bislang zuschauer-reichsten Spiels in dieser Saison und löst somit das Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen im Oktober (12.500 Zuschauer) ab.

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