RWE begeistert Fans beim 5:2

Kantersieg für Regionalligist gegen Lotte

0 31.05.2021

Es waren nicht viele, aber sie waren laut. Und gut drauf: Vor dem Spiel verkündete Stadionsprecher Walter Rüge die Vertragsverlängerung von Daniel Heber bis zum Jahr 2025. Dann gewann Rot-Weiss Essen das letzte Heimspiel der Saison vor genau 797 Zuschauern mit 5:2. Dennis Grote (4.) und Kapitän Marco Kehl-Gomez (14.) und Cedric Harenbrock (37.) netzten vor dem Wechsel, Sandro Plechaty (54.) und Simon Engelmann (57.) in Halbzeit zwei. Für die Gäste um Kapitän Timo Brauer trafen Emir Terzi (41.) und Exaucé Andzouana (55.).

RWE-Cefcoach Christian Neidhart war einverstanden: "Wir wollten unseren Heimnimbus aufrecht halten, – und haben unser Ziel geschafft, hier zuhause über die gesamte Saison ungeschlagen zu bleiben. Wir haben direkt stark angefangen und gut kombiniert, sind oft hinter die Kette gekommen und hatten viele Tormöglichkeiten."

Neidhart änderte sein Team nach dem 1:2 in der Domstadt an zwei Stellschrauben: Für Condé und Pronichev rotierten Sandro Plechaty und Cedric Harenbrock in die Startformation. Plechaty durfte nach langer Verletzungspause endlich wieder von Beginn an rechts ran, dafür konnte Kapitän Marco Kehl-Gómez neben Dennis Grote auf "seine" Sechs zurück.

Die Männer von der Hafenstraße legten sofort los: Der bärenstarke Dennis Grote strahlte nach vier Minütchen aus rund 25 Metern unhaltbar für Gäste-Keeper Peitzmeier in die Maschen. Das 1:0 für Rot-Weiss war bereits sein zehnter Treffer. Und es ging im Sekunden-Takt weiter: Engelmann prüfte das Außennetz (6.) und danach Lottes Torwächter Peitzmeier. Kurz darauf wurden die Zähler an der Stadiontafel auf 2:0 gestellt: Marco Kehl-Gomez, der sich in der Zentrale sichtlich wohl fühlte, veredelte einen schönen Service von Harenbrock gekonnt ins lange linke Eck (14).

Die Roten hatten Lust auf Fußball: Plechaty an die Latte (18.), wieder Harenbrock knapp vorbei (19.). Doch auch die Gäste um Kapitän Timo Brauer spielten mit. Andzouana näherte sich zwei Mal dem Kasten von Daniel Davari. Nach einer guten halben Stunde die nächste Großchance für die Heimmannschaft: Plechaty bediente Engelmann, doch der designierte Torschützenkönig konnte die Murmel nicht kontrollieren. Cedric Harenbrock machte es besser (37.): Isaiah Young marschierte unnachahmlich über außen, das 3:0 war Formsache für den Blondschopf in der Mitte.

Auch Lotte wollte mitmachen: Vier Minuten vor der Pause setzte sich Emir Terzi durch und markierte das 1:3.

Tore im Sekundentakt

Die zweite Hälfte sollte nicht schlechter werden. Feine Kombination von Young und Engelmann, der Flügelflitzer kam frei zum Schuss, aber Peitzmeier hatte was dagegen. Den gekonnten Linksschlenzer von Sandro Plechaty konnte der SF-Schnapper aber nicht abwehren (54.). Neuer Spielstand: 4:1 für die Roten. Ach ne, sorry, der quirlige Andzouana verkürzte postwendend zum 4:2 (55.). Ein Grund mehr für den bis dato glücklosen RWE-Goalgetter sein rappelvolles Torkonto auf 28 Hütten hochzuschrauben (57.)! Nach einem flachen Zuckerfreistoß von Dennis Grote überlupfte „Engel“ den wackeren Lotter Schlussmann zum 5:2-Endstand.

Danach gab es weitere Einschussmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Doch das Comeback von David Sauerland eine knappe Viertelstunde vor Schluss, der Langzeitverletzte durfte für Sandro Plechaty rein, setzte dem rot-weissen Fußballfest die Krone auf. Neidhart: „Es gab viele Highlights heute: David Sauerland hat nach langer Verletzungspause wieder sein erstes Spiel gemacht. Und dass wir wieder mit Fans spielen konnten, war total ungewohnt – und total schön!"

Dortmund kam in Rödinghausen nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus, sodass sich RWE von den Fans als Spitzenreiter feiern lassen konnte. Nächsten Samstag (14 Uhr) geht es zum Saison-Abschluss zum FC Wegberg-Beeck.

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