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0 15.06.2026
Essen/Borbeck. „Seit dem Frühjahr 2023 baute das Essener Unternehmen ruhrfibre in enger Kooperation mit der Stadt Essen ein flächendeckendes Glasfasernetz für die moderne digitale Infrastruktur der Stadt. Dieses Netz sollte höchste technische Anforderungen erfüllen und die Grundlage für den neuen Mobilfunkstandard 5G bilden und ein wichtiger Schritt der Stadt Essen auf ihrem Weg zur „Smart City“ sein.
Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen in Essen sollten so Zugang zu dieser zukunftsweisenden Infrastruktur ermöglicht werden. Eigentümerinnen und Eigentümer konnten ihre Immobilie an das Glasfasernetz anschließen lassen und somit den Wert ihrer Immobilie steigern“, so das Versprechen auf der Webseite von ruhrfibre. Auch in Borbeck waren umfangreiche Bauarbeiten im Gange. Zum Stand des Ausbaus verweisen wir auf die Grafik von ruhrfibre (Quelle).
Jetzt hat das Unternehmen am 26. Mai beim Düsseldorfer Amtsgericht Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Wichtige Geldgeber sollen abgesprungen sein. Dem Antrag hat das Gericht zugestimmt. Der Ausbau in Essen ruht. Neue Investoren werden gesucht, um den Ausbau weiterzuführen.
Das heißt, dass sich Kunden, die sich für einen Anschluss entschieden haben und noch nicht versorgt wurden, weiter gedulden müssen. ruhrfibre versichert aber, dass Kunden, die bereits einen Glasfaseranschluss haben, nicht mit Problemen rechnen müssen, da der Betrieb des Netzes und die Versorgung der Kunden weiterlaufen sollen.
Aber was ist mit den Kunden, die noch nicht versorgt sind und bestehende Verträge haben?
Eines steht fest: Eine außerordentliche Kündigung allein wegen der Insolvenz ist nicht zulässig. Anders verhält es sich, wenn bereits Termine für den Anschluss und entsprechender Glasfaserversorgung verabredet sind. Dann können Kunden schriftlich unter angemessener Fristsetzung auf die Erledigung der Arbeiten bestehen.
Wer von der Insolvenz betroffen ist, muss prüfen, welche Verträge tatsächlich abgeschlossen wurden. Grundstücksnutzungsverträge wurden hierbei mit Ruhrfibre abgeschlossen, Internetverträge mit dem Telekommunikationsunternehmen Vodafone. Damit gibt es auch verschiedene Ansprechpartner.
ruhrfibre, an der die Stadt Essen mit 25,1 % beteiligt ist, hat nach eigenen Angaben bereits 90.000 Anschlüsse in Essen ausgebaut.

Quelle: ruhrfibre
Foto: RWS
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