Recycling-Station für Borbeck

Zusätzlicher Service für Abfallentsorgung an der Haus-Horl-Straße

0 12.09.2025

Dellwig. Wer kennt sie nicht: die langen Schlangen vor dem Schrankenhäuschen des Recyclinghofes in Altenessen? Auch vor dem Hintergrund eines geplanten kundenfreundlicheren Umbaus dort soll es nun nach Vorbild der Recyclingstation in Überruhr eine weitere Recyclingstation in Borbeck, genauer auf der Haus-Horl-Straße 103 in Dellwig geben. Und diese Recyclingstation in Überruhr blickt nun auf ihr einjähriges Bestehen zurück. Mit nahezu positiver Bilanz und rund 3.800 angemeldeten Nutzern.

Bereits vor zwei Monaten berichtete die Industrie-Immobilien Rasch GmbH über die erfolgreiche Vermittlung eines Dellwiger Grundstücks in den sozialen Medien: "Wir freuen uns, dass wir der EBE ein ca. 4000 m2 großes Freigelände vermitteln konnten."
Am 16. September 2025 wird der Ausschuss für Digitalisierung, Wirtschaft, Beteiligungen und Tourismus darüber beraten und an den Rat zur Entscheidung am 24. September 2025 weitergeben.
"Mit dem Grundstück an der Haus-Horl-Straße 103 wurde eine 3.801 m² große Fläche gefunden, die zur Einrichtung einer Recyclingstation nach dem Vorbild der Recyclingstation Langenberger Straße geeignet ist und einen weiteren Stadtbezirk (IV) mit einer dezentralen Recyclingstation ausstatten würde" heißt es in der Vorlage, die hier zu finden ist.

System nach Vorbild an der Langenberger Straße (Überruhr)

Es soll ein weiteres Entsorgungsangebot zur Anlieferung der am häufigsten anfallenden Abfallfraktionen aus privaten Haushalten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Essen vorgehalten werden. Hierzu gehören insbesondere Grünabfall, Metall, Papier, Pappe, Kartonagen, Kunststoffe, Altglas, Alttextilien und Elektroaltgeräte sowie Batterien. Der Bau von Remisen zur witterungsgeschützten Lagerung der Elektroaltgeräte ist ebenfalls geplant.

Der Standort würde regelmäßig durch bis zu fünf Mitarbeitende der EBE betreut werden, für die auf dem Grundstück Sozial- und Aufenthaltscontainer aufgestellt werden. Die Annahmestelle wäre nach jetzigem Planungsstand von montags bis mittwochs sowie freitags in der Zeit von 7:30 Uhr bis 15:00 Uhr, donnerstags von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr und samstags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet.  
Für die Zukunft ist darüber hinaus geplant den Bürgerinnen und Bürgern einen Zugang (Zeitfensterbuchung online über MAEX-App) außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu ermöglichen, wie es bereits an der Recyclingstation Langenberger Straße erfolgreich praktiziert wird.

Das innovative System an der Langenberger Straße in Überruhr bietet Essenerinnen und Essenern einen Besuch der Recyclingstation auch weit nach Feierabend – nach entsprechender Voranmeldung per App. Bis 22 Uhr können Nutzer das Tor unter der Woche selbstständig öffnen. Dazu müssen sie lediglich die kostenfreie App „MAEX“ auf ihr Smartphone laden und nach der Registrierung einen Zeitpunkt buchen, zu dem sie das Tor der Station an der Langenberger Straße mittels Bluetooth öffnen. „Jede Woche nutzen unseren besonderen Service durchschnittlich fast 120 Menschen, insgesamt haben wir nach genau einem Jahr schon 3.800 angemeldete Nutzerinnen und Nutzer“, freut sich EBE-Geschäftsführer Karsten Woidtke. „Das übertrifft unsere Erwartungen tatsächlich deutlich und zeigt, dass es sich lohnt, mutig in innovative Systeme zu investieren.“
Die EBE war der erste kommunale Entsorger im Ruhrgebiet und auch der erste in einer nordrhein-westfälischen Großstadt, der einen solchen Recyclingstandort eröffnet hat. Seit Anfang September 2024 können montags bis samstags auch lange nach den regulären Öffnungszeiten Wertstoffe wie Papier und Pappe, Grünabfälle, Altmetalle und Hartkunststoffe selbstständig entsorgt werden. „Die Reaktionen unserer Kunden sind ausgesprochen positiv“, so Husemann: „Die Registrierung und die Buchung des jeweils zehnminütigen Zeitfensters über das Smartphone sind einfach, der Mehrwert vor allem für Berufstätige ist enorm.“ Zu zwei Dritteln gaben die Essenerinnen und Essener im ersten Jahr Grünschnitt ab, gefolgt von Papier und Pappe mit knapp 20 Prozent, Hartplastik mit 7,2 Prozent und Altmetall mit 6,7 Prozent.

Quellen:
RIS (RatsInformationsSystem der Stadt Essen)
Industrie-Immobilien Rasch GmbH
Entsorgungsbetriebe Essen inkl. Foto

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