Ovationen trotz der Niederlage

Adler Union Frintrop unterliegt in einem Pokalfight Regionalligst SV Straelen

0 30.11.2021

Dass AdlerUnion Frintrop gerade den Endpunkt der schier unfassbaren Pokalreise erreicht hatte, war nach dem Schlusspfiff im Spiel gegen den Regionalligisten SV Straelen nicht zu spüren. Mit Ovationen wurden die Gastgeber im rappelvollen Stadion am Turm vom begeisterten Anhang trotz der 1:3-Niederlage verabschiedet. Denn die Schlussphase einer rasanten Pokalpartie bestimmten die mutig und super aufspielenden Hausherren.

Dabei hatte der Pokalhit für die Hausherren vor 600 erwartungsfrohen Anhängern durchaus ernüchternd begonnen. Denn bereits in Minute vier sah sich der Schiedsrichter veranlasst, ein Foul am Straelener Gianluca Rizzi mit einem Strafstoß zu ahnden. Die Riesenparade von Nils Reiners im Tor schienen dann den Mut und Kampfgeist der Hausherren erst richtig geweckt zu haben. Angefeuert und immer wieder ermutigt von der Bank, boten die Turmkicker in der Folge dem keinesfalls enttäuschenden Regionalligisten einen unglaublichen Abwehrkampf. Erst in der 22. Minute nutzten die Straelener eine Unaufmerksamkeit der Frintroper Deckung zum ersten Treffer. Alles schien nun in erwarteten Bahnen zu laufen. Doch mit unfassbarem Einsatz gelang es den Adlerunionisten mit dem knappen Rückstand und großem Beifall der Tribüne in die Pause zu gehen.

In der Halbzeit schien es in der Straelener Kabine die richtigen Worte gesetzt zu haben. Denn nun erhöhten die Gäste die auch vor der Pause schon beachtliche Schlagzahl. Und als die Adler selbst mit einer unglücklichen Aktion für das 0:2 durch Pfeiffer vier Minuten nach dem Wechsel  sorgte, schien für den David das Spiel gegen den Goliath gelaufen.  Die Adler dachten aber, sensationell gepuscht von der Bank, nicht im Geringsten daran, Schlachtopfer des großen Favoriten zu werden. Es wurde unfassbar geackert, und mit wachsender Spielzeit deutete auch AdlerUnions Offensive ihre Konterqualitäten an. Plötzlich wackelte der Gast auch in der Abwehr und als Yannik Reiners in der 82. Minute sehenswert im Kasten der Gäste einnetzte, war der Jubel in Frintrop riesengroß.

Nun bestimmtem die Hausherren, gepuscht von dem Sensationstor , mit einer grandiosen Kondition das Geschehen am Turm bis zum Schlusspfiff. Die Sensation war im super gefüllten Rund zu greifen.  Vorher kaum vorstellbar, dass in der Schlussminute Adlers Keeper in des Gegners Box beordert wurde, um die noch mögliche Sensation perfekt zu machen! Den Schlusspunkt setzte dann allerdings der bei Straelen eingewechselte Cagatay Kader, der den Ball routiniert im leeren Adlerkasten unterbrachte.  Mit Recht ließen sich die Adler danach vom begeisterten und für diesen Auftritt dankbaren Adlerfans noch lange feiern. Eine solches Fußballfest hat es in der Tat seit „Menschengedenken“ am Turm nicht mehr gegeben.

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