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0 30.07.2026
BORBECK. Der langjährige Bundestagsabgeordneten Otto Reschke ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Für Borbeck war er von 1980 bis 1998 im Deutschen Bundestag.
Geboren 1941 in Gladbeck machte Otto Reschke eine Ausbildung zum Bergmann und bildete sich anschließend zum Bergingenieur weiter. 1967 trat er der SPD bei, für deren Ziele er sich in unterschiedlichen Funktionen stets einsetzte.
Die Belange seines Wahlkreises im Essener Nordwesten vertrat er zielgerichtet und kompromisslos. Unvergessen: Sein erfolgreicher Einsatz gegen eine Giftmüllverbrennungsanlage im Borbecker Stadthafen. Das von ihm 1978 mitinitiierte erste Umweltprogramm der Stadt Essen erregte sogar international Aufsehen.
In der SPD erlebte Otto Reschke auch bittere Zeiten. Den Machtkämpfen in der Essener SPD in den 1990er-Jahren fiel Otto Reschke zusammen mit den ihn unterstützenden Sigrid Engels - damals Borbecker Bezirksbürgermeisterin - und Wolfgang Sykorra – seinerzeit SPD-Vorsitzender in Schönebeck - zum Opfer.
Dennoch: „Seine Verdienste werden“ – so Wolfgang Sykorra – „immer in Erinnerung bleiben.“

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