Osterbotschaft 2026 des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck

0 04.04.2026

ESSEN. Ostern ist für den Essener Bischof Franz-Josef Overbeck eine radikale Zeitenwende: „Mitten im Leid der Welt setzt Gott einen neuen Anfang“. Die Auferstehung Jesu bezeuge, dass nicht Tod, Gewalt und Hoffnungslosigkeit das letzte Wort haben, sondern das Leben, erklärt Overbeck in seiner Osterbotschaft 2026.

Diese Hoffnung sei keine Weltflucht, sondern eine Kraft, die Menschen befähigt, der Wirklichkeit standzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten. Angesichts des Leids von Krieg und Zerstörung - etwa im Iran, im Libanon, in Israel, in der Ukraine und an vielen anderen Orten – gehe es „nicht darum, weniger zu trauern als notwendig. Ostern bedeutet vielmehr, dass Trauer von Zukunft umgriffen ist und deshalb mit Hoffnung zu tun hat.“

Christliche Hoffnung zeigt sich für Overbeck konkret im Alltag – in Versöhnung, Aufmerksamkeit und im mutigen Festhalten am Guten selbst in Krisen. Gerade in einer von Kriegen und Umbrüchen geprägten Zeit rufe Ostern dazu auf, die „Stärke des Rechts“ über das „Recht des Stärkeren“ zu stellen und unbeirrt an Wahrheit, Freiheit und Barmherzigkeit festzuhalten, betont der Ruhrbischof. „Die christliche Hoffnung ist keine Form von leichtfertigem Optimismus, sondern eine Haltung, die sich der Wirklichkeit stellt und ihr doch nicht das letzte Wort überlässt.“

Christinnen und Christen könnten gerade in einer Welt tiefgreifender Veränderungen zeigen, wie sich eine Zeitenwende gestalten lässt, so Overbeck. Als „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ vertrauten sie darauf, dass Gott auch im Dunkel Wege zum Guten öffnet – und dass ihr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit nicht vergeblich ist. (tr)

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