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0 05.10.2025
Oktober
Sonndag! Na, ick dach, du mecks di fien 
On gehs ’n wennig en’n Sonnenschien –
Dät dee ick ok, dörch Fichten gong et,
Dannenheggen,
Dann ha’k de ganz Welt so vö mi leggen –
Noch wo dän Ni’ewel Häe,
doch sollt’ nech lange duren,
Do luren
’ne Birke, ’ne Bäuke,
On bold ’n ganzen Wold ut witte Däuke –
Do kom de „Mester“ met dän Farwenpott,
Dä gong di draan! O Gott, o Gott!
Dän groten Pensel flog mä so,
Hä färwen geel on brun on bloo,
’n Billken wo’t, ick kann enk seggen,
Rembrandt on Rubens
woren nicks doteggen.
Ok mine Nase kreg ’n Schläggsken met,
Dät het,
De „Meester“ wol dän Pensel utgeflischt
On ha mi do son Pläcksken drop gepischt.
Wat mine Frau es, sagg, as sö dät soog:
„’n bloe Nase hesse ok!!“
Sö gloff det nech, as ick öe sagg wieso
On sprock van Alko-hohoho!
Na ja, de Frauen! Wat dä alle wett!
Wi wellt do leiwer nech van küren,
Mi sall bloß wönnern,
wat de Klocke schlött
- On’t gerött -
Wenn sick de „Meester“ enfallen lött,
Min Näsken bloo te kalüren ---
BN Nr. 41 / 06.10.1950
Oktober
Sonntag! Na, dachte ich, mach dich mal fein
und geh ein wenig in den Sonnenschein.
Das tat ich auch, durch Fichten ging es,
Tannenhecken,
dann hatte ich die ganze Welt so vor mir liegen.
Noch war der Nebel Herr,
doch sollte es nicht lange dauern,
da guckten
eine Birke, eine Buche
und bald ein ganzer Wald aus weißen Tüchern.
Da kam der „Meister“ mit dem Farbtopf -
Der ging vielleicht ran! O Gott, o Gott!
Der große Pinsel flog nur so,
er färbte gelb und braun und blau,
ein Gemälde war es, ich kann euch sagen,
Rembrandt und Rubens
Waren nichts dagegen.
Auch meine Nase kriegte einen Farbklecks mit,
da ist
dem Meister wohl der Pinsel ausgerutscht
Und hat mir einen Tupfer drauf gedrückt.
Meine Frau sagte, als sie das sah:
„Eine blaue Nase hast du auch!“
Sie glaubte mir nicht, als ich ihr sagte wieso,
Und sprach von Alko-hohoho!
Na ja, die Frauen! Was die alles wissen!
Wir wollen lieber nicht darüber reden,
mich sollte nur wundern,
was die Glocke schlägt
- und was passiert-
wenn sich der „Meister“ einfallen lässt,
meine Nase blau zu färben.
Das Gedicht wählte Franz Josef Gründges aus und übertrug die Zeilen Hagedorns ins Hochdeutsche,
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