Nachholspiel im zweiten Anlauf

RWE muss gegen Lippstadt Wiedergutmachung betreiben

0 19.04.2022

Im zweiten Versuch! Rot-Weiss Essen bittet den SV Lippstadt am Dienstagabend, 19.30 Uhr, ins Stadion an der Hafenstraße. Anfang März noch war die Partie der rot-weissen Corona-Welle zum Opfer gefallen. Während Lippstadt nach einem 3:3-Remis gegen Preußen Münster am letzten Spieltag den Klassenerhalt anvisiert, möchte RWE einen wichtigen Sieg im Kampf um Aufstieg und Tabellenspitze sammeln.

Die Ausgangslage:

Mit einem Standardtreffer in der 85. Spielminute schockte Borussia Mönchengladbach Rot-Weiss Essen im Stadion an der Hafenstraße. So blieb mit dem 1:1-Remis gegen die „Jungfohlen“ die Chance ungenutzt, wichtige Punkte zu sammeln, die Münster eben nach dem Unentschieden gegen Lippstadt liegen gelassen hatte. „Wir sind maßlos enttäuscht“, war RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart nach der Partie bedient. „Es kann sich mit jeder Partie alles drehen, dafür müssen wir aber bessere Leistungen auf den Platz bringen.“

Zum Wochenstart am Ostermontag zeigte sich Neidhart kämpferisch: „Wir haben analysiert und am Montagmorgen trainiert. Die Jungs waren selbstkritisch, jetzt müssen wir das umsetzen.“ Schenkt man der Statistik glauben, könnte Simon Engelmann ein Schlüssel zum Erfolg gegen den SVL sein. Von zehn direkten Duellen mit dem SV Lippstadt, gewann Engelmann allesamt. In acht der zehn Partien steuerte Essens Goalgetter mindestens einen Treffer hinzu. Insgesamt elfmal war der 33-Jährige gegen die Ostwestfalen schon erfolgreich.

Das Hinspiel:

Einen 2:1-Erfolg fuhr Rot-Weiss Essen vor nur 800 erlaubten Zuschauern beim Liebelt-Arena-Gastspiel Ende September gegen den SV Lippstadt ein. Erheblichen Anteil daran hatten zwei rot-weisse Defensivspieler: Nachdem José-Enrique Rios Alonso einen Kopfball zur Führung versenkte (38. Minute), besorgte Sandro Plechaty nach 75 Zeigerumdrehung sehenswert die drei Punkte. Zwischendrin hatte Paolo Maiella für die Lippstädter aus dem Nichts ausgeglichen.„Wir hätten einen entspannteren Nachmittag haben können“, resümierte RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart nach der Partie, „hätten wir unsere Überlegenheit und Stärke in der ersten Halbzeit genutzt.“ Schon damals das Fazit: „An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten!“

Der Gegner:

Mit 49 Treffern ist der elftplatzierte SV Lippstadt das derzeit torgefährlichste Team der zweiten Tabellenhälfte. Maßgeblich dazu beigesteuert hatte der 4:1-Befreiungsschlag Anfang April gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf. Nach einer zwischenzeitlichen Spielabsage gegen Schlusslicht VfB Homberg, eroberten die Ostwestfalen Samstag gar einen Punkt gegen RWE-Konkurrent Preußen Münster. Paolo Maiella hatte in der Nachspielzeit zum 3:3-Endstand getroffen, nach den ersten 45 Minuten führte Lippstadt 2:0.

Den Klassenerhalt visiert der SVL so fest an. Bei 32 absolvierten Spielen – zwei weniger, als die vier in der Tabelle darauffolgenden Teams – beträgt der Abstand auf die Abstiegszone vier Punkte. Es sieht für das Team von Trainer Felix Bechtold alles nach dem fünften Jahr Viertklassigkeit in Folge aus. Einer, der in den letzten beiden Spielen an seiner Grenze gespielt hat, ist Viktor Maier. Lippstadts Stürmer erzielte in den vergangenen zwei Duellen drei Treffer und ist so mit insgesamt neun Erfolgserlebnissen in der andauernden Saison der beste Torschütze. Gegen RWE wird Maier jedoch, genau wie Stammtorhüter Christopher Balkenhoff, ausfallen.

Vorherige Duelle:

Die Lippstadt-Bilanz spricht für das Neidhart-Team! Von neun direkten Aufeinandertreffen, konnte RWE ganze sieben für sich entscheiden. Erst einmal gewann der SVL, das war im September 2018 an der Hafenstraße (2:3). Zumeist wird’s gegen Lippstadt deutlich: Bislang gelang RWE in jedem Spiel mindestens ein Treffer, in sechs der neun direkten Duelle sogar drei oder mehr Tore.

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