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0 16.09.2026
Dellwig. Der Essen-Borbecker Landschaftsbauer Knappmann ist mit dem Großen Preis des Mittelstandes für Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Der Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für mittelständische Unternehmen in Deutschland und wird von der Oskar-Patzelt-Stiftung mit Sitz in Leipzig vergeben. Partner des Preises sind die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) sowie Städte, Gemeinden und Ministerien.
2026 wurden bundesweit 4842 Unternehmen von mehr als 1000 Kommunen, Institutionen, Kammern, Verbänden, Unternehmen und Bürgern nominiert – so viele wie noch nie in der 32-jährigen Geschichte des Preises. Die zwölf regionalen Jurys wählten daraus 473 Unternehmen aus. Bewertet wurden die Unternehmensentwicklung, der Aufbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Innovation und Modernisierung, das regionale und soziale Engagement sowie Kundennähe und Marketing. In Nordrhein-Westfalen kamen 57 Unternehmen in die engere Wahl. Sieger wurde der Essener Landschaftsbauer Knappmann.
„Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Preis unsere Leistung als familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen so wertgeschätzt wird“, sagt Geschäftsführerin Laura Knappmann, die den Landschaftsbauer gemeinsam mit ihrer Schwester Lena Yigen und Seniorchef Peter Knappmann sowie zwei weiteren Geschäftsführern leitet. Herausragende Knappmann-Projekte im laufenden Jahr sind die Arbeiten für die Landesgartenschau in Neuss, die im Oktober zu Ende geht, für die Internationale Gartenausstellung IGA 2027 im Ruhrgebiet und die Entwicklung eines 6,5 Hektar großen Stadtparks mit Aktivpark im sozialen Brennpunkt Hochheide in Duisburg. „Bei all diesen Projekten war und ist höchste Flexibilität gefragt, weil gerade bei solchen Großprojekten mit definierten Eröffnungsterminen nach hinten keine Puffer bestehen, obwohl oft umgeplant wird oder Vorarbeiten nicht rechtzeitig erledigt werden“, schildert Laura Knappmann. „Dank unser 200 hochmotivierten und hochqualifizierten Mitarbeiter gelingt es uns immer wieder, solche Probleme aufzufangen und Top-Qualität zu liefern. Das ist in der heutigen Zeit mit steigenden Kosten und Fachkräftemangel eine große Herausforderung.“
Vergeben wurde der Große Preis des Mittelstandes in Düsseldorf im Rahmen einer Festveranstaltung der Oskar-Patzelt-Stiftung. Dr. Helfried Schmidt, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, betonte: „Unsere mittelständischen Unternehmen verdienen täglich Applaus. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, zahlen Steuern und stärken Regionen – ohne staatliche Unterstützung. Gerade in schwierigen Zeiten wie aktuell ist ihre Leistung unersetzlich.“ Petra Tröger, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, ergänzte: „Wer auf eigenes Risiko Arbeit für andere organisiert, ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Diese Leistung sichtbar zu machen, ist unsere Mission.“
Besonders spannende Großaufträge erfüllt Knappmann derzeit im Ruhrgebiet für die IGA, die im nächsten Jahr öffnet. „Wir arbeiten derzeit am Grünen Ring und dem Kultushafen in Duisburg sowie am Zukunftsgarten auf einer Emscher-Insel in Gelsenkirchen“, beschreibt Lena Yigen. „In Gelsenkirchen entsteht auf 12.500 m² eine Landschaft mit Gartenkultur, klimaanagepasster Bepflanzung und Erlebnisflächen mit Wasser. So bauen wir dort im Wasser schwimmende Beete.“
Auch in Essen gestaltet Knappmann für die IGA einen neuen Landschaftsraum zwischen Emscher und der Rhein-Herne-Kanal. In Duisburg wirkt Knappmann zudem am Bau des Grünen Rings mit, der die Teilnehmerstädte der IGA verbindet. In Duisburg wird das neue grüne Band die Innenstadt mit dem RheinPark verknüpfen. Auch am Entstehen des RheinParks hat Knappmann maßgeblich mitgewirkt. „Diese IGA-Projekte erfordern nicht nur Arbeiten auf hohem Niveau und perfekte Koordinierung mit den Auftraggebern und anderen ausführenden Unternehmen. Zudem werden diese Projekte von der Öffentlichkeit stark wahrgenommen, weil sie zentral sind, um die Lebensqualität im Ruhrgebiet erheblich zu verbessern“, so Laura Knappmann.
Hintergrund Knappmann: Das Familienunternehmen Knappmann wurde 1960 gegründet und hat inzwischen 190 Mitarbeiter. Spezialisiert ist das Unternehmen darauf, große Flächen zu renaturieren oder neu anzulegen. So wirkte es bei der Neugestaltung der Zechengelände in Duisburg, Neukirchen-Vluyn und Herten und der versiegelten Freiflächen im alten Opel-Werk in Bochum mit. Besonders hohe Ansprüche erfüllte der Landschaftsbauer auch bei den Projekten für die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort sowie die kommende Internationale Gartenausstellung IGA 2027, die erstmals im Ruhrgebiet stattfindet. Bereits umgesetzt hat Knappmann für die IGA den 4,5 Hektar großen RheinPark in Duisburg auf dem Gelände des früheren Acelor-Mittal-Stahlwerks. Im Bau ist derzeit der Grüne Ring der IGA, für den Knappmann einen Teilabschnitt in Duisburg realisiert zwischen RheinPark und Innenstadt.
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