Miteinander-Lebens-Regeln für Borbeck

Arche-Noah-Projekt in der Dubois Arena

0 18.09.2021

BORBECK. Jetzt sind sie unterschrieben: Am Samstag, 18. September, wurden in der Dubois-Arena die Unterschriften unter gemeinsame Sieben-Miteinander-Lebens-Regeln gesetzt. Im Rahmen des interkulturellen Musikfestes der Arche Noah Essen wurden sie von Bezirksbürgermeisterin Margarete Roderig vorgestellt und gegen 15.30 Uhr von sieben Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Religion und Zivilgesellschaft feierlich unterzeichnet. Nach eingehender Debatte hatten sie folgende Grundfragen beantwortet: Wie möchten wir in unserem Stadtteil zusammenleben? Welche Regeln sollen für alle gelten?

Hier der Wortlaut der gemeinsamen Regeln:

„Wir in Borbeck gestalten unsere Zukunft gemeinsam.

Dies sind unsere 7 Miteinander-Lebens-Regeln:

    1. Wir gehen respektvoll miteinander um, ohne Vorbehalte hinsichtlich Religion, Herkunft oder Geschlecht.
    2. Wir setzen uns für ein lebendiges und vielfältiges Borbeck ein und fördern Begegnungen.
    3. Wir gehen wertschätzend miteinander um und lösen Konflikte friedlich.
    4. Wir leben ein solidarisches Miteinander und helfen Menschen in der Not.
    5. Wir fördern Kinder und Jugendliche und bieten ihnen Entwicklungsmöglichkeiten für eine gute Zukunft.
    6. Wir tragen zu einem angenehmen und sauberen Umfeld bei.
    7. Wir übernehmen Verantwortung für den öffentlichen Raum und schützen unsere Umwelt in Borbeck“

Die Verfasser der gemeinsamen Regeln sind der Bürger- und Verkehrsverein Borbeck, die Bezirksvertretung IV, die Ev. Kirchengemeinde Essen-Borbeck-Vogelheim, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Essen-Borbeck, das Integrations- und Bildungszentrum Essen e.V., die Kath. Kirchengemeinde St. Dionysius und die Salesianer Don Boscos.

Die unterschriebenen Regeln sollen jetzt nicht nur bald im Rahmen hinter Glas in der Bezirksvertretung zu bewundern sein. Margarete Roderig machte deutlich: „Jetzt sollen sie in die wichtigsten verschiedenen Sprachen in Borbeck übersetzt in die praktische Arbeit vor Ort münden und in Kindergärten, Schulen und Geschäften verteilt werden“.

Dass Regeln alles andere als eine trockene Materie sein müssen, sondern mit viel Stimmung und Rythmus verbunden sind, zeigte auch das Arena-Fest: Viel überraschende Musik und eine flotte Moderation hatten ihren Anteil an einem völlig entspannten Nachmittag. Den Auftakt machten ab 11.30 Uhr interreligiöse Friedensgrüße des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE) und die Aktion „Rettungskette” der Seebrücke. Mit den Schönebeckern begann ein für acht Stunden geplantes Musikprogramm: Das Kioomars Musayyebi Quartett brachte Weltmusik mit Einflüssen aus dem Jazz, Sambakowski heizte mit brasilianischen Trommeln ein, den Flotten Socken folgten eine Performance von Don Bosco und ein Show-Training mit Profiboxer Patrick Korte erinnert an die alten Zeiten der Arena als Kult-Boxstätte. Das Sabine Barth Duo präsentierte französische Chansons, Jan Bierther & Dian Pratiwi jazzten mit dem Publikum.

Seit 16 Uhr spielt Mellow Mark Reggae und Soul und schafft mit einer einzigen Person einen Riesensound. Ab 17 Uhr kommt Hülya Friebe mit handgemachter Musik zwischen Orient und Okzident. Ab 18.30 Uhr ist Spanischer Pop mit „A Solas sin mi“ geplant. Dass das Event bislang durchaus mehr Zuschauer verdient hatte, muss wohl gesagt sein. Wer aber dort war, wippte schon ordentlich mit oder durfte sogar richtig mitsingen. Der Abend könnte noch sehr lauschig werden ....

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