Maximal investieren, aber locker bleiben

Christoph Dabrowski und Mike Terranova vor dem Pokalfinale

0 01.06.2023

Die Sanduhr läuft runter, zwei Tage sind es noch bis zum Niederrheinpokal-Finale zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen (Sa., 16.15 Uhr, Stadion an der Hafenstraße). Kein Wunder, dass die Spannung auf der Pressekonferenz vor der Partie spürbar wird. RWE-Coach Christoph Dabrowski ist es wichtig, dass sein Team „maximal investiert“ und das Spiel „doch mit einer gewissen Lockerheit“ angehen lässt. Sein Gegenüber Mike Terranova versichert: „Beide Mannschaften wollen gewinnen!“ Alle Aussagen der Ex-Profis an den Seitenlinien im Überblick.

Christoph Dabrowski über …

… das Ziel: „Dieses Traditionsduell vor einer tollen Kulisse ist für uns ein absolutes Saisonhighlight, die Jungs freuen sich sehr. Gegen einen Gegner, der uns alles abverlangen wird, möchten wir maximal investieren und doch mit einer gewissen Lockerheit in das Spiel gehen. Da brauche ich aber niemanden zu motivieren – alle sind heiß, eine gute Leistung abzuliefern und dann den Pokal in den Händen zu halten.“

… die Essener Personalsituation: „Andreas Wiegel und Meiko Sponsel fallen definitiv aus. ‚Ene‘ Rios Alonso hat das individuelle Training wieder aufgenommen. Am Donnerstag schauen wir, ob er an den Ball gehen kann. Hat er da keine Probleme, ist er eine Option für den Kader. Das Gleiche gilt für Michel Niemeyer, der sein Pensum steigern wird. Felix Bastians ist seit einer Woche im Training, war schon gegen Verl im Kader und ist definitiv einsatzfähig.“

… Druck vor dem Spiel: „Wir möchten uns nicht zu viele Steine in den Rucksack legen und das Spiel genießen. Anspannung, aber auch Lockerheit sind wichtig. Das möchte ich meinen Spielern vermitteln.“

… den Gegner und die vermeintliche Favoritenrolle: „Auf dem Papier sind wir Drittligist und RWO Regionalligist. Von daher wird uns die Favoritenrolle zugeschoben. Die Pokalrunde hat aber gezeigt, dass es in diesem Wettbewerb keine Favoriten gibt. Ich stelle mich auf ein hochemotionales Kampfspiel ein, in dem uns die Fans beider Lager anpeitschen werden. RWO wird uns alles abverlangen.“

… die mögliche DFB-Pokal-Qualifikation: „Ich habe gelernt, nie zu sehr in die Zukunft zu schauen. Auch wenn es sich wie eine Floskel anhört: Das nächste Spiel ist entscheidend! Nichtsdestotrotz: Ich habe natürlich tolle Pokalmomente als Trainer und als Spieler sogar das Pokalfinale erlebt. Da kann jeder von träumen.“

Mike Terranova über …

… das Ziel: „Als Trainer will man immer gewinnen – aber natürlich ist mein letztes Oberhausener Spiel etwas Besonderes. Dafür gäbe es keinen schöneren Abschied, als den Pokalsieg.“

… die Oberhausener Personalsituation: „Es sind alle dabei, auch wenn der eine oder andere noch nicht komplett fit ist. Bei Tanju Öztürk ist es nach seinem doppelten Bänderriss fraglich, ob ein Einsatz von Beginn an Sinn macht –  dabei wird er definitiv sein. Anton Heinz hat sich beim Testspiel beim Aufwärmen den Rücken gezerrt. Er trainiert aber und ich denke, dass er auch dabei sein wird.“

… die Torhüterposition: „Daniel Davari wird spielen. Er kennt das Umfeld, kann mit Druck umgehen und ist gut drauf. Für ihn ist es ein besonderes Spiel.“

… Druck vor dem Spiel: „Den machen sich beide Mannschaften, beide Vereine wollen gewinnen.“

… die dreiwöchige Pause vor dem Finale: „Wir haben eine Woche frei gegeben. Danach hat man gemerkt, dass mehr Spaß im Training war. Wir haben das Beste draus gemacht.“

Das Bild zeigt Christoph Dabrowski (2. v. l.) und Mike Terranova (2. v. l.), Thomas Palapies-Ziehn (l.), Öffentlichkeitsarbeiter beim FVN und Wolfgang Jades, Staffelleiter Niederrheinpokal.

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