Lückenschluss in Frintrop

Geers eröffnet in jahrelang leerstehenden Ladenlokal

3 07.01.2026

Frintrop. Jahrelang waren die Fenstere des ehemaligen Modegeschäftes Engels mit grauer Folie zugeklebt. Jetzt ist das Ladenlokal wieder mit Leben gefüllt. Unter dem Firmennamen Geers wurde dort eine weitere Filiale eröffnet.

Das ehemalige Dortmunder Familienunternehmen Geers wurde aber bereits 2018 von der schweizerischen Firma Sonova Holding AG, eine auf Audiotechnik (Hörgeräte, Kopfhörer, Soundbars) spezialisierte, international tätige Schweizer Unternehmensgruppe mit Sitz in Stäfa. Sie zählt zu den drei weltweit größten Anbietern von Hörgeräten.

Nun eine weitere Filiale in Frintrop, bei deren Eröffnung am 5. Januar auch Oberbürgermeister Kufen beim Durchschneiden des obligatorischen Bandes unterstützte. Trotz des Winterwetters hatten zahlreiche Besucher die per Hauswurfsendung verteilte Einladung angenommen. Gutes Hören ist eben wichtig.

Das Foto der Stadt Essen zeigt die feierliche Eröffnung durch den Filialleiter Sven Westermann (Bildmitte) im Beisein von OB Kufen, Ratsherr Jörg Thiede, dem BVV-Vorsitzenden Manfred Funke-Kaiser und Mitgliedern der Geers-Geschäftsführung.

Auch eine weitere Lücke wird sich lt. eigener Mitteilung noch im Januar schließen. In die ehemalige Gaststätte "Alt-Frintrop" zieht ein Gastronomiebetrieb mit für Frintrop neuem Konzept ein. "Taste of Asia" ist auf die Küchen und Aromen Japans, Chinas und Vietnams fokussiert. Man darf sehr gespannt sein.

Schräg gegenüber wird es demnächst ein weiteres leeres Ladenlokal nicht mehr geben. Die Räume vom "Schlemmwerk" wird zukünftig das Gesundheits- und Sportzentrum Frintrop zusätzlich nutzen.


Foto: Stadt Essen

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Kommentare

Kommentar von Renate Bodmann |

Es sollte lieber mal was für Unterfrintrop gemachen werden in Punkto Einkauf. Man kriegt noch nicht einmal ein Brot....

Kommentar von Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop 1922 e.V. |

Liebe Frau Bodmann,
seitens der Initiativen "Wir für Frintrop", STEP - Stadtteilentwicklungsprozess für Frintrop & Bedingrade sowie des Bürger- und Verkehrsvereins Essen-Frintrop (BVV) wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Sachen angestoßen. Auch ein Versuch, den Markt Ecke Seestraße und Höhenweg wieder zu beleben, wurde unternommen.
Wenn die Bevölkerung diese Angebote aber nicht annimmt und lieber die Discounterangebote in der näheren Umgebung ansteuert, bleibt für die Einzelhändler (siehe zuletzt die Bäckerei auf dem Höhenweg) kein Umsatz, von dem es sich leben lassen könnte.

Rainer Seck
Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop 1922 e.V.

Kommentar von Georg Malischewski |

Wir bedauern, das Geschäfte aufgeben und unser Leben dadurch ärmer wird.
Doch wir müssen uns dieser Zeit stellen und aktuelle Antworten finden.
Es gibt nicht mehr die Menge von Menschen, die sich mit handwerklichem Geschick die Wohnungen selbst herrichten und somit schließen Baumärkte, es gibt nicht mehr so viele Menschen, die Bücher lesen und somit schließen Buchhandlungen.
Das was noch bleibt hat ein ausgedehntes Sortiment und die Preise sind auf hohem Niveau,

Das was fehlt, nachdem vieles geschlossen wurde, sind Plätze an denen Menschen über Generationsgrenzen sich austauschen können.
Gerade in unseren Zeiten brauchen wir den Austausch.

Es wird wirtschaftlich langfristig nicht gelingen eine großen Einfluss zu erreichen, doch hier kann man ansetzen, denn die Stadt, das sind die Menschen und nur im lebendigen Austausch können wir eine starke lebendige Stadt bleiben.

Sowas wie ein Treffen auf dem Frintroper Marktplatz zum Reden und vieleicht ein Getränk oder anderes.
Es kann eine Idee sein, doch unsere Zeit braucht viele.

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