Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns an:
Sie möchten Ihren Beitrag veröffentlichen lassen? Dann nutzen Sie unser
Sie möchten das ehrenamtlich arbeitende Nachrichtenportal borbeck.de unterstützen?
Mit einer Spende für mehr Inhalt und das interaktive leserfreundliche Layout helfen Sie uns sehr, aktuell und zuverlässig zu berichten, Tag für Tag! Auf Wunsch ist eine Spendenquittung möglich.
0 07.04.2026
Danke, Theo! So stand es jüngst in großen Lettern an der Front der Kohlenwäsche, mit denen das Ruhr Museum zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland zur Verabschiedung seines langjährigen Direktors Theo Grütter empfing. Dem Dank an einen außergewöhnlichen Historiker und Kenner des Ruhrgebiets schließen wir uns in Borbeck in der Verbundenheit mit dem Ruhr Museum gern an.
Theo Grütter hat die Geschichtskultur in Essen über mehr als ein Vierteljahrhundert entscheidend geprägt. Das Stadtjubiläum 1150 Jahre Stift und Stadt Essen im Jahr 2001, die historische Erschließung des UNESCO Weltkulturerbes Zollverein (2001) mit dem Denkmalpfad „Der Weg der Kohle“ und den neuen Ausstellungsbereichen auf der Kokerei ( zuletzt 2025) sowie vor allem die Entwicklung und Eröffnung des Ruhr Museums im Kulturhauptstadt 2010 tragen seine Handschrift. Über 14 Jahre führte er als Direktor das Ruhr Museum zu seinem heutigen Rang als national und international anerkanntem Regionalmuseum für die Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets. Er gestaltete verantwortlich über 50 Ausstellungen, darunter „200 Jahre Krupp. Ein Mythos wird besichtigt“ (2012), „1914 – Mitten in Europa“ (2014), „Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr“ (2017), „Das Zeitalter der Kohle“ (2018), „Mythos und Moderne. Fußball im Ruhrgebiet“ (2024) sowie zahlreiche Foto- und Bilderausstellungen wie zuletzt „Das Land der tausend Feuer“ zum Leben der Menschen in der Industrielandschaft der Region. Das Schaudepot in dem zuletzt mit dem Architekturpreis der Stadt Essen 2025 ausgezeichneten Neubau im Bereich der Salzfabrik auf Zollverein ist heute als „Schatzkiste des Ruhrgebiets“ ein beliebter Erinnerungsort zu 200 Jahre Sammlungstätigkeit.
Für Theo Grütter stand bei allen Ausstellungstätigkeiten immer auch das Soziale und das Leben der Menschen hier im Mittelpunkt. So lagen ihm auch die Außenstellen des Ruhr Museums, vor allem die Entwicklung des Deilbachtals mit dem Deilbachhammer und dem Kupferhammer als Zeugnisse der frühindustriellen Geschichte am Herzen.
Borbeck verdankt ihm die Aufnahme der fotografischen Sammlung der Borbecker Nachrichten, die nach der Einstellung der Stadtteilzeitung 2018 von Susanne Hölter als ehemaliger Chefredakteurin und Nachlassverwalterin des BN-Archivs von Walter Wimmer unter finanzieller Beteiligung der Bezirksvertretung betreut und geleitet wurde. Gern erinnern wir uns auch an das Grüne-Hauptstadt-Projekt „Macht und Pracht im Schlosspark Borbeck“ (11.09.2017) , das durch eine Ausstellung zur Geschichte des Parks vom Ruhr Museum entwickelt und zur Verfügung gestellt wurde. Auch dafür Theo Grütter noch einmal Dank!
Jetzt startet Zollverein mit zahlreichen Angeboten in die Frühjahrs- und Sommersaison. Überall sind unter dem Titel „denk mal“ besondere Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr „25 Jahre UNESCO-Welterbe Zollverein“ auf dem Weg. Vielerlei Gründe für einen Besuch auf Zollverein und im Ruhr Museum!
Zu den Bildern:
Das Luftbild von Jochen Tack zeigt das ganze Zollverein Areal. Ein Besuch lohnt sich.
Theo Grütter, portraitiert am Ort seines langjährigen Wirkens von Christoph Sebastian.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben