Neues aus der Mühle: Lernen, wie man Obstbäume veredelt

0 28.07.2022

BORBECK. Der aus einem Kern gezogene Apfelbaum wird keine großen, schönen Früchte tragen. Obstbäume werden veredelt, um die guten Eigenschaften des Baumes zu erhalten. Die Kunst der Obstbaum-Veredelung ist seit der Antike bekannt. Sie ist notwendig, um die Eigenschaften zum Beispiel eines Apfelbaums zu erhalten. D.h.: Wer zum Beispiel einen neuen Boskoop-Baum haben will, muss diesen durch Veredeln gewinnen, das heißt er muss auf eine wurzelnde Unterlage einen Zweig aufpfropfen.

Neben der klassischen Veredelung im Winter kann auch im Sommer veredelt werden, das nennt man per Okulation (lat. occulus für Auge). Wie man das macht, vermittelt der Kurs "Obstbaumveredelung per Okulation" am Sonntag, 7. August, von 10 bis 17 Uhr in der Voßgätters Mühle, Möllhoven 62. Im Kurs werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Okulation vorgestellt. Anschließend wird diese Veredelungstechnik praktisch erprobt.

Am Ende des Tages nimmt jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer ein selbstveredeltes Bäumchen einer alten Apfel- oder Kirschensorte mit nach Hause. Veredelt wird auf mittelstark wachsenden Unterlagen, so dass die (künftigen) Bäume hinsichtlich ihrer Wuchseigenschaften gut für den Haus- und Kleingarten geeignet sind.

In den Kursgebühren sind sämtliche Materialkosten enthalten. Eigenes Werkzeug kann gerne mitgebracht werden, wird ansonsten aber gestellt. Die Teilnahme kostet 80 Euro, NABU-Mitglieder zahlen 70 Euro. Anmeldungen an den Verein Mülheimer Obstgarten per Mail: mh-obstgarten@posteo.de

Referentin Carina Pfeffer ist Pomologin, Landschaftsarchitektin und Baumschulistin. Sie ist Mitglied der Pomologischen Kommission des Pomologenvereins und beschäftigt sich mit der Bestimmung, dem Erhalt und der (Wieder-) Verbreitung alter Obstsorten.

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