Kriegstüchtig oder friedenslogisch? Diskussion über die EKD-Friedensdenkschrift

0 30.06.2026

ESSEN. „Richtungsstreit in der Kirche – kriegstüchtig oder friedenslogisch?“ lautet die Überschrift für eine Podiumsdiskussion mit dem rheinischen Präses Dr. Thorsten Latzel (Düsseldorf) am Donnerstag, 2. Juli, um 19 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel. Thema des Abends ist die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die seit ihrem Erscheinen im November letzten Jahres für anhaltende Kontroversen sorgt.

Außer dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland haben die Veranstalter Militärdekan Dr. Roger Mielke (Koblenz) und Dr. Angelika Claußen, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Co-Vorsitzende der Vereinigung „Internationale Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW, Bielefeld), für das Podium gewinnen können; die Moderation übernimmt Christoph Fleischmann von der Leserinitiative „Publik-Forum“.

Die Friedensdenkschrift der EKD entfacht eine Reihe umstrittener Diskussionen und Fragen, etwa: Soll die Kirche die politischen Vorgaben mittragen oder ihnen (auch) widersprechen? Ist ein Präventivkrieg erlaubt, gibt es den „Gerechten Krieg?“ Wie steht die Kirche – politisch und ethisch – zum Besitz von Massenvernichtungswaffen? Sichert uns der Glaube “Je mehr wir uns auf den Krieg vorbereiten, umso mehr verhindern wir ihn“, wirklich den Frieden? Woran glauben wir eigentlich? Sollen die Kirchen in den „Operationsplan Deutschland“ eingebunden sein? Was sind Wege einer Kriegstüchtigkeit und Wege einer Friedenslogik? „Diese Fragen wollen wir von verschiedenen Standpunkten aus beleuchten und gemeinsam diskutieren – miteinander auf dem Podium und mit den Besucherinnen und Besuchern“, heißt es dazu.

Veranstalter sind der Kirchenkreis Essen; die IPPNW – Internationale Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung e.V., Regionalgruppe Essen; die Leser*innen-Initiative Publik–Forum e.V. und die Evangelische Akademie im Rheinland. Der Eintritt ist frei.

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