Kolping-Gedenktag am 12. Dezember in St. Dionysius

Gründung von 1860 wird jetzt 2022 gefeiert

0 10.12.2021

BORBECK. „Wer ist denn da beerdigt?“, soll beim Blick auf diese Stele auf dem Borbecker Kirchplatz am Pfarrhaus schon mal gefragt worden sein. Doch bestattet wurde hier niemand: Wie die vor einigen Jahren angebrachte silberne Erklärungstafel ausweist, erinnert das Denkmal neben der großen Platane an den „Gesellenvater“ Adolf Kolping. Denn den Ideen des berühmten Priesters und Sozialreformers fühlt sich die älteste noch heute bestehende Gemeinschaft in der Pfarre St. Dionysius verpflichtet: Die Kolpingsfamilie Essen-Borbeck. Sie begeht ihren diesjährigen Kolping-Gedenktag am Sonntag, 12. Dezember, in der Hl. Messe um 10 Uhr in St. Dionysius.

Bild oben: 1949 wurde auf dem Kirchplatz an der Stelle des 1910 errichteten und im Krieg zerstörten Kolpingdenkmals ein neues Denkmal mit einer Bronzebüste Adolph Kolpings auf einer Stele aus Anröchter Dolomit eingeweiht.

Gründungsfest im Sommer 2022

Tatsächlich war für diesen Tag ursprünglich das bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschobene 160. Gründungsfestfest geplant. Doch aufgrund der Umstände wird nach Stand der Planung das große Fest mit Jubilar-Ehrung in der Dampfbierbrauerei nun am 14. August 2022 begangen – zwei Jahre nach dem eigentlichen Termin. Fast pünktlich allerdings genau 160 Jahre nach der Grundsteinlegung für die neue Dionysiuskirche, zu der sich damals am 8. August 1862 ein großer Festzug zur Baustelle bewegte.

Denn auch Kolpingbrüder waren schon mit dabei, berichtete die Essener Zeitung vom 8. Juni 1864. Am Vortrag setzten danach bei bestem Wetter die „anerkannt tüchtigen Meister: Christian Marre, Heinrich Mühlenberg, Hermann Bücking, mit Hilfe ihrer Gesellen Heinrich Bücking, Joseph Wittstamm und Joseph Peters“ mit einem 1200 Pfund schweren Kreuz dem Hauptturm die Krone auf: „Die mit vieler Gefahr verknüpfte Arbeit ist kunst- und fachgemäß ausgeführt und ohne irgendwelchen Unfall abgelaufen“, vermeldete der Korrespondent. Im Wind entfaltete sich die am Kreuz angebrachte Fahne, als der Küster die zwölfte Tagesstunde schlug. „Meister und Gesellen freuten sich selbst über ihre glücklich verrichtete gefährliche Arbeit, sie gaben dieser Freude Ausdruck in der Weise, daß sie von der höchsten Spitze des Thurmes circa 50 weithin schallende Schüsse abfeuerten, und nachmittags gegen 4 Uhr das Kreuz mit Guirlanden aus Eichenlaub in Form eines Kranzes schmückten. Unsern erwähnten tüchtigen Arbeitern wurde denn auch, wie sie es sehr wohl verdient hatten, nach vollbrachter Arbeit in dem Holt ́schen Garten-Lokale ein vergnügter Abend zutheil.“

Borbecker Gründung erinnert an eine wilde Zeit

Seit der Gründung des Katholischen Gesellenvereins Borbeck waren damals schon vier Jahre vergangen: Der Gründervater der Katholischen Gesellenvereine selbst hatte 1860 eigenhändig seine schwungvolle Unterschrift unter die dekorative Stiftungsurkunde gesetzt, die damit zu den ältesten der mehr als 2.000 heute bestehenden Kolpingsfamilien in Deutschland gehört.

Das jährliche Kolpinggedenken erinnert damit auch an die Zeit, in der die alte Bürgermeisterei Borbeck ihren großen Aufbruch durchmachte: Industrie und Handwerk wuchsen, Tausende kamen, suchten Arbeit und Brot. In diesen Jahren fiel auch hier die 1846 erstmals in Elberfeld verwirklichte Idee auf fruchtbaren Boden, mit der die durch die Industrie wurzellos gewordenen wandernden Handwerksgesellen eine neue Heimat finden sollten. Die Idee der in diesem Jahr 175 Jahre bestehenden ersten Initiative übernahm damals der junge Kaplan Adolph Kolping. Er formte 1850 den Rheinischen Gesellenbund und seine neue Bewegung zog in die Welt: 1854 kam sie in die Schweiz, 1856 nach Nordamerika, ein Jahr später waren es über 150 Vereine mit 20.000 Mitgliedern, die in zahlreiche Länder ausschwärmten.

In Deutschlands „Wildem Westen“

Bald regte sich so auch in der ehemals größten Landgemeinde Preußens junges Gesellenleben: In Borbeck, wo die verschlafenen 12 Bauernschaften von der Industrialisierung fast über Nacht überrollt wurden, standen Kolpings Katholische Gesellenvereine für einen Gegenentwurf zu den teils chaotischen Verhältnissen. Auch in Deutschlands „Wildem Westen“ sollte der Einzelne nicht in der Masse untergehen, sondern Heimat und Familie, Halt in der Gemeinschaft erfahren. Wo er einen sozialen Aufstieg schaffen wollte, bot man ihm Möglichkeiten für sein berufliches Fortkommen, auch in der Freizeit. Es entstand ein Netzwerk, das nun auch in Borbeck mit Adolph Kolpings eigener Unterschrift seinen Anfang nahm.

Sicher war dies auch der besonderen Tatkraft des Ortspfarrers zu verdanken: In der Gemeinde von Johann Joseph Legrand, der 1855 für die Pfarrjugend zunächst den Aloisius-Jünglingsverein ins Leben rief, richtete sich ab 1860 nun eine neue Organisation insbesondere an die im Handwerk tätigen Jugendlichen. Der Essener Gesellen-Verein, seit 1852 aktiv, hatte 1858/1859 mit einem Gesellenhospiz eine feste Plattform für die Ausbreitung des Verbandes in der Umgebung gegründet, in Steele griff die Idee 1854, in Werden 1856, im selben Jahr auch in Mülheim/Ruhr, später in Velbert (1864) und in Stoppenberg (1869).


links: Gründungs-Diplom von 1860, Zeitungsanzeige aus dem Gründungsjahr, unten Vikar Kurtz und der Vorstand, rechts die Schlossfachabteilung 1890 mit einem damals noch seltenen Fahrrad, Modell des Kolpingdenkmals, 1910 vor dem damals noch stehenden Gasthaus Bahrenberg am Kirchplatz aufgestellt

Gründungsurkunde trägt Kolpings Unterschrift

Die für den Borbecker Gesellenverein ausgestellte und bis heute erhaltene große Stiftungsurkunde trägt das Datum vom 11. November 1860. „Gott segne das ehrbare Handwerk“ lautet die von Engelsfiguren getragenen Devise auf dem „Diplom“. Der in gotischen Lettern und mit verzierten Großbuchstaben gestaltete Text gibt bekannt:

„Der katholische Gesellenverein zu Borbeck wurde gegründet am 11. Nov. 1860, in den allgemeinen Verband des Katholischen Gesellenvereins durch Beschluß des Central-Vorstandes zu Cöln am 26. Nov. 1860 aufgenommen und hat sich damit an die treue, gewissenhafte Befolgung der allgemeinen Statuten des Katholischen Gesellenvereins, wie solche nach vorhergehender Berathung durch den Central-Vorstand publiciert worden sind und publiciert werden verpflichtet.“

Unter der Abbildung des Hl. Josef und von 10 Zunftzeichen gerahmt, sind die Beweggründe und Ziele der Vereinigung eindeutig kennzeichnet:

„Gott zur höchsten Ehre, dem Handwerk zum segensreichen Aufblühen wurde unter dem Patronate des h. Nährvaters Joseph der katholische Gesellenverein gegründet. Sein Fundament ist der h. katholische Glaube, ehrenhafte, christliche Sitte der Mitglieder seine Würde, brüderliche Eintracht sein Ehrenzeichen, gegenseitige Hülfe in Noth und Bedrängnis besondere Liebespflicht, tüchtiges Schaffen und Wirken im Berufskreise das Ziel gegenseitiger Ermunterung. Ein christlicher und wackerer Gesellenstand soll und will durch Tugend und Fleiß einst in der Bürgerschaft sich einen ehrenwerthen Meisterstand erobern. Darum halten die Mitglieder des kath. Gesellenvereins die Religion heilig, die Sitte rein, die Ehre des Mannes und des Gewerbes hoch und reichen sich überall die brüderliche Hand, damit sich aufrichte, wer darnieder gesunken, und mutig stehen bleibe und weiterschreite, wer den Weg der guten Sitte und der Ehre betreten. Unter dem Segen Gottes, und unter dem Schutze des h. Nährvaters Joseph wachse und gedeihe der katholische Gesellenverein ! Der Central-Vorstand, K o l p i n g“.

Festzug von 1920 beim 60. Stiftungsfest, rechts unten: Das alte Kolpingdenkmal vor dem alten Pfarrhaus am Kirchplatz 1918

Kolping-Großfamilie in Groß-Borbeck

Früh schon gab es in Borbeck eigene Gruppierungen für Meister und Gesellen. Dazu traten nach dem Abklingen der Wirtschaftskrisen, der Streiks und des Kulturkampfs mit dem Staat auch Fachabteilungen für Schlosser (1890), später für Schreiner und für Anstreicher sowie eine eigene St-Martinus-Krankenkasse. Rund 200 Mitglieder, davon 100 aktive, zählte der Verein kurz vor der Jahrhundertwende. Ein ausgefeiltes und intensives Vortrags- und Unterrichtsprogramm bereitete mit Kursen im Deutschen, Rechnen und in Buchführung auf die Meisterprüfung vor, dazu gab es eine eigene Bibliothek und Lesezimmer im Vereinslokal Wegener am Borbecker Germaniaplatz. Und der Verein wuchs weiter: 1910 gehörten ihm insgesamt 213 Gesellen an, auch die Zahl der Ehrenmitglieder stieg von 260 auf 302.

Erstes Denkmal für Kolping

50 Jahre nach der Borbecker Gründung folgte jetzt auch die Bildung eines eigenen Vereins für Frintrop (1910), zugleich wurde ein Gesellenverein in Bergeborbeck ins Leben gerufen. Ein vom Verein 1910 selbst errichtetes großes Kolping-Denkmal auf dem Kirchplatz - eine Kopie des Kölner Denkmals vor der dortigen Minoritenkirche - zeigte nicht nur den Gesellenvater mit einem Handwerker: Zugleich demonstrierte der Verein damit auch unübersehbar seine eigene Bedeutung in der Gemeinde. 1911 konstituierte sich sogar auch ein eigener eingetragener „Kolpinghausverein“ und man dachte durchaus groß: Das geplante Hospiz sollte u.a. Schlafräume für ca. 50 Gesellen enthalten, einen Unterrichts- bzw. Versammlungssaal, einen Speisesaal, Billardzimmer, Lesezimmer und Kegelbahn umfassen, doch wurde es nie verwirklicht, denn Inflation und Krieg zehrten das mit großem Einsatz zusammengetragene Vereinsvermögen wieder auf.

Nach dem Krieg: Zurück zur alten Stärke

Der I. Weltkrieg hatte einschneidende Folgen: Der Verein verlor 40-45 Mitglieder, Wirtschaftskrise und Ruhrbesetzung schwächten die Region. Dafür durften nun Lehrlinge an den Versammlungen teilnehmen und erst nach Verpflichtung von 115 neuen Handwerksgesellen fand die örtliche Kolpingssache wieder langsam zurück zu alter Stärke: Zum 60. Stiftungsfest 1920 wurden wieder Handwerkergruppen für den Festzug gebildet, die in Berufskleidung bemannten und von Musikgruppen begleiteten Motivwagen standen für ein neues Selbstbewusstsein. 1923 pendelte sich der Mitgliederstand wieder bei 130-140 Aktiven ein, große Theaterstücke wurden wieder aufgeführt, man gründete eine Mandolinenabteilung und zur Bäckerfachabteilung trat 1931 eine neue Malerfachabteilung. 125 Mitglieder, 12 Ehrenmitglieder und 275 inaktive Mitglieder zählte der Verein damals, dessen Unterabteilungen auf der Generalversammlung alle einen eigenen Bericht abzugeben hatten - auch die Theater-, Musik-, Kegelabteilung und das Tambourkorps.

Auch außerhalb des Vereinslebens war der katholische Gesellenverein Essen-Borbeck ein gern gesehener Veranstalter von Festen für die Borbecker Bevölkerung. Beliebt waren seine Karnevals-, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern, vor allem aber sein geschlossenes Auftreten bei Prozessionen, Wallfahrten, Katholikentagen und kirchlichen Großveranstaltungen. 1932 wurde die Gründung einer Schneiderfachabteilung und einer kaufmännischen Abteilung zunächst noch vertagt, doch konnte eine „lang bestellte + ersehnte goldene Seniorenkette“ angeschafft werden, in die die Namen aller Senioren seit der Gründung eingraviert waren. Diese Kette ist nach Kriegsende verschwunden, befindet sich aber heute vielleicht immer noch in der Familie eines früheren Vereinsmitgliedes - auch die alte Fahne und die Gründungsurkunde des Kolpingvereins Borbeck gerieten erst auf Umwegen und durch Zufall wieder in den Besitz des Vereins. 1933 trennte sich der Gesellenverein von 30 Mitgliedern und benannte sich in „Kolpingsfamilie“ um, die Arbeit und das öffentliche Auftreten wurde von den NS-Machthabern verboten. Im II. Weltkrieg ruhte jede Vereinstätigkeit in Borbeck - fast alle Mitglieder waren zum Kriegsdienst eingezogen.

Die Kolpingfamilie Borbeck auf Romfahrt im 100. Jubiläumsjahr 1960

Wiederaufbau nach dem Krieg

Nach dem Krieg war der Wiederaufbau für alle nicht leicht. Viele hatten in den ersten Jahren wirklich erst mal anderes zu tun und mussten zuerst ihr Überleben sichern. Doch für zahlreiche Menschen, die nach Essen zogen und hier Arbeit fanden, bot auch Kolping sofort wieder eine neue Heimat. Der 1934 ins Leben gerufenen Dellwiger Kolpingsfamlie folgte 1947 eine Gründung in Bedingrade, 1948 eine weitere in Schönebeck und 1952 in Vogelheim.

Schon 1949 wurde an der Stelle des kriegszerstörten Kolpingdenkmals ein neues mit einer Bronzebüste Adolph Kolpings auf einer Stele aus Anröchter Dolomit eingeweiht. Organisierte Hamsterfahrten unterstützten in den Hungerjahren bedürftige Mitglieder, eine eigene Musikband wurde gegründet, auch eine Kegelabteilung und zum 100. Gründungsfest 1960 ging es erneut mit einem großen Handwerkerzug wieder auf die Borbecker Straßen. Der ausschließlich nur Männern vorbehaltene Verband öffnete sich in den 1970er Jahren nun auch in Borbeck offiziell für Frauen. Die Gaststätte „Feldschlößchen“ an der Flurstraße hatte nach Jahrzehnten als Vereinstreffpunkt ausgedient, die Jungkolping-Vereinigung im Bezirk Borbeck spielte eine starke Rolle - auch im Stadtverband. Und zahllose Vortragsabende, Wallfahrten, Reisen nach Rom bis Ungarn, Italien, Turin oder Polen, aber auch Exkursionen in der Region prägten die halbjährlich gedruckten Vereinsprogramme.

rechts: Festakt zum 150-jährigen Bestehen mit Kolping-Bundes- und Europapräses Ottmar Dillenburg am 13. Juni 2010 im Theatersaal des Don Bosco-Gymnasiums

Neue Initiativen wie Familiensonntage strahlten in die ganze Gemeinde aus, auch Gesprächsforen und soziale Initiativen wie die Sammlung von „Maschinen für die 3. Welt“ oder die Organisation von Senioren-Werkwochen. Die Borbecker Kolpinger beteiligten sich Anfang der 1990er Jahre sogar aktiv an der Gründung einer neuen Kolpingsfamilie in Balatonföldvár am ungarischen Plattensee (1994), sie initiierten die seit vielen Jahren laufenden Fastenessen in der Fastenzeit für Misereor und beteiligten sich am Borbecker Weihnachtsmarkttag. „Eine Kolpingsfamilie „verdient“ ihren Namen, wenn in ihren eigenen Reihen der Dienst am Menschen großgeschrieben wird“, erklärte der Kolping-Bundes- und Europapräses Ottmar Dillenburg im Theatersaal des Don Bosco-Gymnasiums, als die Borbecker Kolpingsfamlie am 13. Juni 2010 ihr letztes großes Jubiläum zu ihrem 150-jährigen Bestehen feiern konnte.


Das aktuelle Vorstandsteam mit Präses Pfr. Benedikt Ogrodowczyk von St. Dionysius (2.v.l.) vor dem Schaukasten mit der Prachtfahne im Dionysiushaus

„Kolping ist mir heilig!“

Ihr Gründer, der auch als „Gesellenvater“ bezeichnete Priester, Sozialreformer, Publizist und Seelsorger Adolph Kolping (*8. Dezember 1813, + 4. Dezember 1865), selbst gelernter Schuhmacher und zehn Jahre lang als „fahrender Geselle“ unterwegs, wurde am 27. Oktober 1991 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Zwar steht er, wie gesagt, am 4. Dezember auf dem Heiligenkalender, doch offiziell heiliggesprochen ist er noch nicht. Das aber wünschen sich derzeit das Kolpingwerk Deutschland und Kolping weltweit. Sie haben unter dem Motto „Kolping ist mir heilig!“ am 27.10.2020 eine weltweite Unterschriftenliste unter www.petition-kolping.com freigeschaltet. Die gesammelten Unterschriften aus aller Welt sollen im Rahmen der Romwallfahrt am 27. Oktober 2022 an Papst Franziskus übergeben werden. Auch die Kolpingfamilie in Borbeck, die schon vor 30 Jahren in Rom mit dabei war, freut sich schon darauf.

Derzeit im Kirchenladen präsent

Was bei den Borbecker Kolpingern in das ganze Jahr über entsteht, lässt sich derzeit ein wenig im Kirchenladen nachvollziehen (aktuelles Bild von der Dekoration des Schaufensters oben): Am Germaniaplatz gibt es viele schöne bunte Holzsachen, die der hochaktive Bastelkreis das ganze Jahr über an den Samstagnachmittagen schreinert. Er präsentiert auch zahlreiche andere selbst hergestellte Dinge, die sonst üblicherweise beim Borbecker Weihnachtsmarkttag für den guten Zweck verkauft werde. Auf ihm ist die Kolpingfamilie von Beginn an vertreten - und auch er wurde in diesem Jahr erneut abgesagt.

Viele Initiativen sind durch die geschickte Arbeit der Handwerker seitdem gefördert worden: Direkte Hilfe ging etwa an eine Schweinezucht in Togo, über das Hilfswerk Kolping International unterstützten die Borbecker Kleinbauern in Brasilien und an zahlreichen anderen Orten. Auch diesmal wird der Erlös wieder für Projekte in der Welt, aber auch für örtliche Projekte wie die Essener Tafel oder für Jugend- und Obdachlosenarbeit verwendet – ganz in der Tradition der Kolpingfamilien weltweit: „Bildungsförderung, Gemeinschaft, soziale Arbeit, Verantwortung und Solidarität gehören für die Kolpingbrüder und -schwestern seit jeher zusammen“, so die Verantwortlichen im Leitungsteam.

CB

4.12.2021: Borbecker Kolping-Gedenken am 12. Dezember. Feier des Kolpingjubiläums wird verschoben

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