Kalender: 100 Jahre Salesianer in Essen-Borbeck

Frisch erschienene „Zeitreise“ begleitet durch das Jahr 2021

0 27.10.2020

BORBECK. Es begann in einer Kneipe: 1921 übernahmen die Salesianer Don Boscos ein ehemaliges Hotel und Vereinshaus an der Ecke Borbecker Straße/Germaniastraße. Im kommenden Jahr 2021 sind sie damit seit 100 Jahren in Essen-Borbeck. Daran erinnert ein „Immerwährender Kalender“, der jetzt im Verlag edition Rainruhr erschienen ist. Den Kalender gibt es im Sekretariat des Don-Bosco-Gymnasiums an der Theodor-Hartz-Str. und bei „Das Buch" in Borbeck zum Preis von 9,95 Euro.

Zahlreiche Motive aus der Geschichte vor Ort

Pater Johannes Wielgoß und Georg Schrepper haben Bilder, Texte und zahlreiche Jahrestage zusammengetragen, die auf Ereignisse rund um die „Padders“ in Borbeck Bezug nehmen. Jeder der zwölf Monate zeigt ein eigenes historisches Kalenderblatt in DIN A4-Größe (Querformat), darunter ein großes Kalendarium mit einem weiteren Foto, Einträgen zur Geschichte der Salesianer und einem kurzen Begleittext. Ein richtiges kleines Nachschlagewerk ist so entstanden, das die einzelnen Bereiche der salesianischen Gemeinschaft in Essen-Borbeck vorstellt - ein Kalender, der für alle Nutzer zu einer buchstäblich spannenden „Zeitreise“ durch das Jahr 2021 und viele weitere Jahre werden kann.

Hier fing 1921 alles an: Borbecker Straße 1

Schlaglichter auf ein ganzes Jahrhundert

Denn das in den Blick genommene volle Jahrhundert hielt für die Seelsorger alles bereit: Die Gründung in der Not nach dem I. Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit mit dem Bau des St. Johannesstiftes (1928) und den Terror der Nazis, den Wiederaufbau und die guten Jahre bis zur Coronaepidemie in der Gegenwart. „Dieser rückblickende Kalender hat nicht den Anspruch, alle Herausforderungen, Umbrüche, Misserfolge und nachhaltigen Entscheidungen auszuleuchten, vor die sich die Gemeinschaft der Ordensleute gestellt sah“, machen die Verfasser deutlich. Aber: „Wie ein Schlaglicht weist er hin auf die Spuren salesianischen Wirkens, das in der Treue zum Gründer Don Bosco im Dienst an Jugendgenerationen erkennbar wird.“

Zahlreiche Initiativen bis heute

Sie würdigen das Engagement der salesianischen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen, nicht zuletzt die Arbeit der aus Italien gekommenen Don-Bosco-Schwestern, die ab 1922 in Borbeck tätig wurden. Hier in der unmittelbaren Nähe des Gasometers, der Kokerei von Zeche Wolfsbank, der Zeche Neu-Cöln und der Zinkhütte fanden unzählige junge Menschen einen Zugang zur Bildung, zur Welt der Musik, zu Sport und Theater. Zahlreiche Initiativen und Gruppen entstanden wie der katholische Schülerverband „Neudeutschland“ (1920), das Knabenheim, der Verein im katholischen Sportverband „Deutsche Jugendkraft“ (1924), aber auch das Mädchen-Oratorium, wie man damals die „Offene Jugendarbeit“ nannte, eine Nähschule, die Kindertagesstätte und die Missionsprokur, das Heim für obdachlose Lehrlinge, Angebote für Kinder auf der Straße, die Spätberufenenschule, das Don-Bosco-Gymnasium (1966) und die Offene Tür (OT) im Don-Bosco-Club (1974) an der Wolfsbankstraße.

Ab 2021 wird gefeiert

Zum Patronatsfest des heiligen Johannes Bosco am 31. Januar 2021 will die ganze „Salesianische Familie“ feiern: An diesem Termin laden die verschiedenen Gruppierungen zum Festgottesdienst, anschließender Begegnung und Mitmachangeboten. Das Gedenken gilt ihrem Gründer, dem „Apostel der Jugend“ Don Giovanni Bosco, der mit den Salesianern eine der heute größten katholischen Ordensgemeinschaften der Welt ins Leben rief. Zum Don-Bosco-Fest 2022 wollen die Padders und die Don-Bosco-Schwestern ihre beiden 100-jährigen Jubiläen gemeinsam feiern.

Überblick zu den Kalenderbildern:

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