Jeder ballere und kehre vor seiner eigenen Tür

Neujahrsmorgen offenbarte Chaos auf dem Frintroper Markt

0 03.01.2026

Frintrop. Johann Wolfgang von Goethe, eine der größten Repräsentanten deutscher Dichtung, konnte es vor rund 200 Jahren nicht besser ausdrücken:

Ein jeder kehre vor seiner Tür,
Und rein ist jedes Stadtquartier.
Ein jeder übe sein' Lektion,
So wird es gut im Rate stohn.

Ob er damit die Reste der Silvesternacht auf dem Frintroper Markt meinte, die überall in Massen auf dem weiten Rund herumlagen, kann sicherlich bezweifelt werden.

Es ist ja so einfach, sein fragwürdiges Ballermaterial wie Raketen, Böllern, Knallern und was mehr und mehr zum Problem wird Batteriefeuerwerk unter den Arm zu packen, ein paar Straßen weiterzuziehen und den Dreck anderen Menschen zu hinterlassen.


Ein Teil des bereits zusammengekehrten Unrats.

Den Anwohnern des Frintroper Marktes, der gerade bei Kindern als Spielort sehr beliebt ist, boten sich dann am Neujahrsmorgen chaotische Verhältnisse auf dem über und über mit Ballerrückständen übersäten Platz. Einige machten ihrem berechtigten Ärger daher in den sozialen Medien Luft. Das nahm Wilfried Küpper, Bedingrader und weit weg vom Ort des Geschehens entfernt wohnend und auch 2. Vorsitzender vom Bürger- und Verkehrsverein Frintrop zum Anlass, kurzer Hand einen Termin auf dem Markt zu organisieren, um mit engagierten und heimatliebenden Mitbürgern den Platz zu reinigen, also "anderen Leuten den Dreck wegzumachen".

Trotz des sehr kurzfristig angesetzten Termines, der rasch vom Bürger- und Verkehrsverein über die Facebook-Gruppen verteilt wurde, fanden sich rund 10 Freiwillige mit Schüppen und Besen bewaffnet am Freitagnachmittag (2. Januar) ein, um gemeinsam den Platz wieder herzurichten und vor allem die Gefahren für die Kinder zu beseitigen. "Viele Hände, schnelles Ende", resümmierte dann auch Wilfried Küpper und richtete seinen Dank an die Helferinnen und Helfer, die voller Elan an die Sache herangegangen waren.


Das Bild zeigt nur andeutungsweise den Müll, den unliebsame Zeitgenossen hinterlassen hatten.

Am Ende blieb ein großer Haufen prall gefüllter Plastiksäcke zurück, die nun von den Entsorgungsbetrieben aufgenommen werden können.


Fotos: Küpper, BVV Frintrop

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