Herbsttitel in eigener Hand

RWE bleibt nach 1:0 gegen Rödunghausen an der Spitze

0 30.11.2021

Rot-Weiss Essen grüßt auch nach dem 18. Spieltag in der Regionalliga West von der Tabellenspitze. Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart verteidigte Rang eins durch einen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den SV Rödinghausen und hat den Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft damit weiter in der eigenen Hand. Mit jetzt 41 Punkten führt Rot-Weiss – einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde – das Tableau vor dem SC Preußen Münster (40), dem Wuppertaler SV (39) und Fortuna Köln (38 Punkte bei einem Nachholspiel in der Hinterhand) weiterhin an. Auch alle Titelkonkurrenten fuhren erneut Siege ein.

Vor 9.017 Zuschauern an der Hafenstraße war es Offensivspieler Cedric Harenbrock (74.) mit seinem zweiten Saisontreffer, der letztlich auch die Entscheidung bedeutete. Zuvor hatte Gäste-Verteidiger Angelo Langer wegen einer Notbremse (60.) die Rote Karte gesehen. In der Schlussphase handelte sich auch noch Rödinghausens Adrian Bravo Sanchez (90.+3) wegen groben Foulspiels „Rot“ ein. RWE baute mit dem Sieg die beachtliche Positivserie aus. Seit inzwischen 16 Ligaspielen hat das Neidhart-Team nicht mehr verloren. Ich habe den Jungs zur zweiten Halbzeit gesagt: ‚Wir müssen Männerfußball spielen und uns reinkämpfen‘ – das haben wir getan! Die eine gute Aktion in den Rücken der Abwehr hat das Spiel für uns entschieden. Ich bin auf die Jungs richtig stolz“, bilanzierte RWE-Chef-Trainer Christian Neidhart nach dem Spiel.

Im Vergleich zum letzten Meisterschaftsspiel, dem 1:1 beim FC Wegberg-Beeck, veränderte Christian Neidhart seine Mannschaft nur auf einer Position. Für den ehemaligen SVR-Spieler Simon Engelmann rückte Erolind Krasniqi in die Anfangsformation. Die zuletzt angeschlagenen Felix Bastians (Schulterprobleme) und Felix „Herze“ Herzenbruch (Sprunggelenk) gehörten ebenfalls zur Startelf.

Bastians und Grote früh verwarnt – Flottmann trifft Pfosten

Bei guten äußeren Bedingungen war beim Duell zwischen RWE und den Gästen aus Ostwestfalen auf dem Rasen zunächst nicht allzu viel passiert. Erwähnenswert aber: Zwei frühe Gelbe Karten gab es gegen die Essener Felix Bastians (11.) und Kapitän Dennis Grote (17.), die jedoch folgenlos blieben. Es dauerte fast 30 Minuten, ehe es vor einem der Tore erstmals richtig gefährlich wurde. Dabei hatte RWE Glück, denn Rödinghausens Abwehr-Routinier und Kapitän Daniel Flottmann (29.) traf mit seinem Freistoß den Pfosten. Rot-Weiss-Schlussmann Daniel Davari wäre nicht mehr an den Ball gekommen.

Ein paar Minuten später gab es einen Eckball für Essen. Der Ball kam zu Erolind Krasniqi (33.), dessen Versuch vorbeiging. Auf der anderen Seite vereitelte Daniel Davari (42.) einen Konter der Gäste über Vincent Schaub. Die letzte nennenswerte Aktion vor der Pause war ein Fernschuss von Sandro Plechaty (44.) über das Tor von Rödinghausen.

Notbremse – Rödinghausens Angelo Langer sieht „Rot“

Christian Neidhart nahm zur Halbzeit einen Wechsel vor. Torjäger Simon Engelmann rückte für Erolind Krasniqi in die Offensive. RWE erspielte sich mehr Ballbesitz, Großchancen blieben aber zunächst weiterhin Mangelware. Nach einer Viertelstunde in Halbzeit zwei wurde es kurz etwas hektisch. Rödinghausens Außenverteidiger Angelo Langer (60.) konnte den durchgebrochenen Isaiah Young nur mit einem Foul stoppen. Schiedsrichter Fabian Maibaum (Hagen) zeigte wegen einer Notbremse „Rot“ – RWE war also in Überzahl. Isaiah Young stand erneut in der 68. Minute im Mittelpunkt: Eine feine Einzelaktion schloss der 23-jährige Außenbahnspieler mit einem satten Schuss an den Pfosten ab. Es war bis dahin die dickste RWE-Chance.

Plechaty flankt – Engelmann lässt durch – Harenbrock trifft

Rot-Weiss war jetzt – angefeuert von den gut gefüllten Tribünen – so richtig drin im Spiel. Die Belohnung war das erlösende 1:0 durch Cedric Harenbrock (74.). Plechaty hatte sich auf der Außenbahn durchgesetzt und in die Mitte gespielt. Dort ließ Engelmann geschickt durch, so dass Harenbrock am zweiten Pfosten „nur“ noch abstauben musste.

Kleine Schrecksekunde kurz vor Schluss: RWE-Schlussmann Daniel Davari verletzte sich bei einem Zweikampf. Ersatztorhüter Jakob Golz wurde schon zum Warmmachen geschickt. Dann aber die Entwarnung – Davari konnte weitermachen. Und er musste danach auch nicht mehr groß eingreifen. Nach der zweiten Roten Karte gegen Rödinghausen – Adrian Bravo Sanchez musste wegen groben Foulspiels vom Feld – war der zwölfter RWE-Sieg im 18. Saisonspiel endgültig in trockenen Tüchern.

Weiter geht es für RWE bereits am kommenden Freitag, 3. Dezember, mit dem abschließenden Spiel der Hinrunde. Ab 19.30 Uhr kommt es zum rot-weissen Duell mit dem ehemaligen Zweitligisten Rot Weiss Ahlen. Bei einem weiteren Dreier wäre die Herbstmeisterschaft aus eigener Kraft unter Dach und Fach. Es folgen in diesem Jahr noch bis zur Winterpause die ersten Rückrunden-Auftritte gegen den Bonner SC (Freitag, 10. Dezember) und beim SV Straelen (Samstag, 18. Dezember).

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