GymBo-Schüler erleben „American way of life“

Borbecker auf USA-Austausch in Atlanta

0 26.11.2019

BORBECK. GymBo meets Atlanta/USA: Vom 25. Oktober bis zum 4. November machten junge Borbecker Station im US-amerikanischen Süden. Auch in diesem Jahr setzten sie den 1995 begonnenen Austausch mit High Schools aus dem Großraum Atlanta (Georgia) fort. Während des Besuchs besuchten Oberstufenschülerinnen und -schüler mit ihren Gastgebern den Unterricht, lernten das amerikanische High School-Leben kennen und unternahmen kulturelle Ausflüge in Atlanta und Umgebung. Hier der Bericht von der Reise über den „Großen Teich“:

„17 Oberstufenschülerinnen und -schüler entschieden sich für die Teilnahme am Austausch mit der Centennial High School in Roswell und nutzten die Chance, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. So fragten sich natürlich viele der 15- bis 18-Jährigen, ob ihre Austauschfamilie vielleicht Trump-Anhänger sein könnten und wie sie dann damit umgehen sollten. Sollte man überhaupt politische Diskussionen führen?

Schon auf der Fahrt vom Flughafen Atlanta nach Roswell merkten einige, dass nicht alle Amerikaner Trump unkritisch sehen. Max und Nicolas zum Beispiel wurden direkt sehr offen von ihren Austauschpartnern Ricardo und Andrés Rubio auf dieses heikle Thema angesprochen. Dass sie als Zuwanderer aus El Salvador wenig von Trumps Haltung zu Hispanics halten, war keine Überraschung. Max beschreibt seine Erfahrung mit der Familie Rubio so: „Durch meinen Austauschpartner hatte ich die Möglichkeit in eine komplett andere Kultur einzutauchen. Ich habe eine fröhliche, familiäre, bunte mexikanische Geburtstagsfeier erleben dürfen, vielfältiges, leckeres Essen sowie die lockere, offene, Lebenshaltung der warmherzigen Mittel-und Lateinamerikaner.“ Außerdem sind Andrés und Ricardo ebenso fußballbegeistert wie Nicolas und Max, so dass das gemeinsame Hobby sie direkt verband.

„Das echte amerikanische Leben“

Die meisten der deutschen und amerikanischen Jugendlichen stellten bei gemeinsamen Exkursionen und Treffen schnell fest, dass sie sich für die gleichen Dinge begeistern und wendeten ihre Sprachkenntnisse spielend an. Aktionen wie das gemeinsame Schnitzen von Kürbissen zu Halloween schweißten die Partner noch enger zusammen und gaben gleichzeitig einen Einblick in amerikanische Traditionen. Schülerin Lilly Schulte betont rückblickend: „Mir hat besonders gut gefallen, dass man das Land nicht aus der Sicht eines Urlaubers, sondern so erleben konnte, wie das echte amerikanische Leben ist.“ Die anderen Essensgewohnheiten waren für den ein oder anderen Magen eine Herausforderung, weil die meisten Amerikaner tatsächlich weniger gesund essen und oft einen Snack im Fast-Food-Laden anstelle eines selbstgekochten Abendessens bevorzugen. Verallgemeinern lässt sich aber auch das nicht. So berichteten Tim, Marlon und Yannick begeistert von den Mahlzeiten bei der Familie Rehberger.

Manches überraschte die deutschen Gastschüler auch wie z.B. das amerikanische High School-Leben, das so anders ist, als es die typischen High-School-Filme darstellen. Auch wenn die Größe und hervorragende technische Ausstattung von Centennial bewundert wurden, realisierten die deutschen Jugendlichen doch schnell, dass ihnen der Unterricht zuhause doch ansprechender erscheint und sie auf ihren Bildungsstandard sowie ihre Englischkenntnisse sehr stolz sein können. Die Besuche des Martin Luther King Bezirks sowie des Civil and Human Rights-Museums waren zudem sehr beindruckend und lehrreich.

Gegenbesuch im März 2020

Bei der Verabschiedung am Flughafen waren alle sehr froh, dass die neu gewonnenen Freunde schon im März 2020 zum Gegenbesuch nach Essen kommen werden. Sarah kann es kaum abwarten, ihre Austauschpartnerin wiederzusehen: „Der Atlanta-Austausch war für mich ein ganz besonderes und außergewöhnliches Erlebnis. Skyler und ich hatten eine unvergessliche Zeit zusammen mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken. Wir Austauschschüler aus Amerika und Deutschland sind in der kurzen Zeit so eng zusammengewachsen. Wir haben uns jeden Tag außerhalb des Programms getroffen und die schönsten Abende zusammen verbracht. Wir haben viel gelacht, gesungen und getanzt und keiner kann es abwarten, die anderen im März wiederzusehen.“

Dann werden die amerikanischen Gäste das kleine, beschauliche Borbeck kennenlernen, das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz testen und die mannigfaltige deutsche Küche testen und ebenfalls herausfinden, dass das Klischee von Sauerkraut-essenden Bayern in Lederhosen nicht den typischen Deutschen widerspiegelt. Die deutsche Kultur ist eben genauso vielfältig wie die amerikanische."

Fotos: (oben) Vater Rubio, Max, Andrés,Nicolas und Ricardo, vorne Mutter und Großmutter Rubio, (rechts) Ellie mit Max (GymBo), Amelia mit Partner Christian (GymBo), unten: Pumpkin Carving. Alle mit den selbst geschnitzten Kürbissen für Halloween

Letztes Foto bei der Farewell-Party

Deutsche und amerikanische Schüler und Schülerinnen im World of Coke-Museum / Atlanta

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