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0 27.04.2026
Rot-Weiss Essen geht als Tabellendritter in die letzten drei Runden der Drittliga-Saison 2025/2026. Das Team von Trainer Uwe Koschinat musste sich am 35. Spieltag dem 1. FC Saarbrücken trotz eines großen Kampfes und zahlreicher guter Möglichkeiten 1:2 (1:2) geschlagen geben. Vor 17.617 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße gelang Torben Müsel (8.) der frühe Führungstreffer für die Essener. Maurice Multhaup (30.) und Kai Brünker (40.) wendeten aber noch vor der Pause das Blatt. In der Schlussphase sah der eingewechselte FCS-Stürmer wegen groben Foulspiels noch die Rote Karte (82.). Der Ausgleich gelang RWE aber nicht mehr.
Während die vom ehemaligen RWE-Trainer Argirios Giannikis betreuten Saarländer den Klassenverbleib jetzt so gut wie sicher hat, belegen die Rot-Weissen mit zwei Punkten Rückstand auf den FC Energie Cottbus jetzt Relegationsrang drei. Damit hat RWE auch drei Spieltage vor dem Saisonende weiterhin alles in der eigenen Hand.
RWE-Trainer Uwe Koschinat nahm im Vergleich zum 3:5-Spektakel im Top-Spiel beim FC Energie Cottbus lediglich eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Weil Lucas Brumme nach seiner Gelbsperre wieder eingesetzt werden durfte, lief er wie gewohnt auf der linken Außenbahn auf. Für ihn nahm Ramien Safi zunächst auf der Bank Platz.
Vor Torhüter Jakob Golz verteidigte in der Abwehr damit wieder eine Viererkette mit – von rechts nach links – Jannik Hofmann, José Enrique Rios Alonso, Michael Schultz und Franci Bouébari. Im zentralen Mittelfeld zogen Klaus Gjasula und Torben Müsel die Fäden. Die offensive Dreierreihe bildeten Dickson Abiama, Kaito Mizuta und Lucas Brumme. Sie unterstützten Mittelstürmer Marek Janssen.
Müsel trifft früh zur Führung
Die Gäste aus dem Saarland versteckten zu Beginn nicht und spielten in den ersten Minuten mutig nach vorne. Eine starke Aktion von Jannik Hofmann dem rechten Flügel leitete jedoch die erste RWE-Drangperiode mit zwei Eckbällen in Folge ein. Nach der zweiten Hereingabe von Kaito Mizuta war Kapitän Michael Schultz dann auch mit dem Kopf zur Stelle, verfehlte den Kasten aber recht deutlich.
Gleich die nächste Offensivaktion brachte dann jedoch die frühe Führung. Nach glänzender Vorarbeit von Kaito Mizuta und Lucas Brumme musste der einlaufende Torben Müsel den Ball nur noch aus kurzer Entfernung zum 1:0 (8.) über die Linie drücken. Für den Mittelfeldspieler war es bereits der neunte Saisontreffer.
Der FCS zeigte sich wenig geschockt und erarbeitete sich innerhalb kurzer Zeit gleich fünf Eckbälle nacheinander, die oft kurz ausgeführt wurden und durchaus für Gefahr sorgten. Aber auch RWE setzte nach, konterte über Dickson Abiama und Lucas Brumme, dessen Abschluss gerade noch geblockt werden konnte.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam der 1. FC Saarbrücken zu einigen gelungenen Aktionen. Unter anderem setzte sich Außenstürmer Florian Pick einige Male in Szene. So versuchte er es nach einem gelungenen Dribbling vom linken Strafraumeck, setzte seinen Schlenzer aber deutlich zu hoch an. Der Ausgleich, den der gebürtige Bottroper Maurice Multhaup erzielte, war daher auch nicht ganz unverdient. Nach einer gelungenen Einzelaktion ließ er Jakob Golz mit einem Abschluss ins lange Eck zum 1:1 (30.) keine Abwehrmöglichkeit.
Nachdem FCS-Torhüter Phillip Menzel auf der Gegenseite eine Hereingabe von Jannik Hofmann abfangen konnte, drehte der FCS die Partie noch vor der Pause komplett. Einen Flachschuss von Rechtsverteidiger Philip Fahrner konnte Jakob Golz noch abwehren. Den Abpraller drückte Mittelstürmer Kai Brünker jedoch zum 1:2 (40.) über die Linie. Am Ende einer mitreißenden ersten Halbzeit drängten dann aber wieder die Rot-Weissen auf den Ausgleich. In der Nachspielzeit strich ein Distanzschuss von Kaito Mizuta nur um Zentimeter über das Saarbrücker Tor.
Zur Pause nahm RWE-Trainer Uwe Koschinat den ersten Wechsel vor. Für den bereits gelbverwarnten Jannik Hofmann übernahm Michael Kostka die Position des Rechtsverteidigers. Nur wenig später ersetzte Ramien Safi auf dem rechten Flügel den angeschlagenen Dickson Abiama. Zunächst hatten zwar die Saarbrücker durch Florian Pick, der einen Schuss aus spitzem Winkel zu hoch ansetzte, den besseren Start. Angetrieben von den Fans erhöhten dann aber die Rot-Weissen den Druck. Nach einer mustergültigen Linksflanke von Lucas Brumme kam Kaito Mizuta in aussichtsreicher Position an den Ball, traf das Spielgerät aber nicht richtig, so dass Phillip Menzel klären konnte. Wohl keine Chance hätte der Saarbrücker Schlussmann dagegen beim Kopfball von Torben Müsel nach einer Hereingabe von Kaito Mizuta gehabt. Der Ball strich knapp am langen Eck vorbei.
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte nun in Richtung Gäste-Tor. Immer wieder warfen sich Saarbrücker Abwehrspieler in die Schüsse oder blockten die Essener Abschlüsse. José Enrique Rios Alonso und Lucas Brumme schossen deutlich über das Tor.
Zu Beginn der Schlussphase ging Uwe Koschinat all in, brachte für Innenverteidiger Michael Schultz mit Jaka Cuber Potocnik einen zusätzlichen Stürmer. Kurz darauf kamen mit Ruben Reisig (für Klaus Gjasula) und Marvin Obuz (für Lucas Brumme) noch zwei weitere frische Spieler. Es wurde nun ein Spiel auf ein Tor, zumal Saarbrückens Einwechselspieler Dominic Baumann wegen groben Foulspiels gegen Ruben Reisig auch noch völlig zurecht die Rote Karte sah (82.).
RWE hatte nahezu im Minutentakt Chancen auf den Ausgleich. Jaka Cuber Potocnik hatte Pech mit einem abgefälschten Schuss, der an den Pfosten prallte. Wenig später scheiterte der Slowene nach einer Flanke von Marvin Obuz am stark reagierenden Phillip Menzel. Auch Kaito Mizuta und Torben Müsel hatten noch das 1:1 auf dem Fuß, es sollte aber nicht sein.
Das Duell mit den Saarländern war bereits das vorletzte RWE-Heimspiel in der laufenden Saison 2025/2026. Es folgt am kommenden Samstag, 2. Mai, ab 16.30 Uhr die Partie beim VfB Stuttgart II. Das Gastspiel bei den Schwaben findet in der Arena von Aspach, der Spielstätte des aktuellen Regionalliga Südwest-Tabellenführers und künftigen Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach statt. Fehlen werden dort die beiden gelbgesperrten Klaus Gjasula und Ramien Safi.
Noch einmal Heimrecht genießt RWE im NRW-Duell gegen den SC Verl (Samstag, 9. Mai, 14 Uhr), ehe im Rahmen des 38. und letzten Spieltages die Partie beim abstiegsbedrohten SSV Ulm 1846 Fußball (Samstag, 16. Mai, 13.30 Uhr) ansteht.
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