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0 22.03.2026
In Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Ruhr setzte die Projektgruppe der Geschwister-Scholl-Realschule und der Frida-Levy-Gesamtschule ihre Spurensuche fort. Nach der Teilnahme an einer Veranstaltung des Historischen Vereins und dem Besuch der Alten Cuesterey ging es diesmal um die Siepenlandschaft im Grenzraum zwischen Mülheim und Borbeck. Dazu ließen sie sich von Wolfgang Sykorra unterrichten.
In einer Exkursion erfuhren sie, dass schon die Borbecker Stadtväter in dem im Jahr 1914 mit der Stadt Essen abgeschlossenen Eingemeindungsvertrag die Sicherung der Tallandschaft festgeschrieben hatten. Gleichwohl waren die Täler in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bedroht. Die größte Bedrohung ging von der einmal geplanten Autobahn von Emden in den Großraum Bonn aus. Diese Autobahn – amtlich A 31 – sollte durch Hexbach- und Winkhausertal führen. Entlang der vorgesehenen Trasse hatten sich Bürgerinitiativen gebildet, die sich zur „Aktionsgemeinschaft A 31“ zusammenschlossen, der Natur den Vorzug gaben und sich gegen den Bau wandten.
Die Schülergruppe notierte, dass In Borbeck unter Anspielung auf das ostfriesische Emden der volkstümliche Begriff „Ostfriesenspieß“ für die Autobahn entstand. Bei einer Protestveranstaltung im Hexbachtal wurde nämlich ein Flugblatt ausgelegt, das den geplanten Verlauf der Autobahn aufzeichnete und dabei die Naherholungsgebiete so darstellte, als würden sie wie Fleischstückchen aufgespießt. Auf Grund des Widerstands wurde die Planung für den Abschnitt von Bottrop nach Siegburg aufgegeben.
Den erfolgreichen Einsatz der „Aktionsgemeinschaft A 31“ dokumentierte die Projektgruppe bei dem anschließenden Besuch des „Fulerumer Feldes“ im Grenzraum zwischen Mülheim und Haarzop. Dort wurde nämlich damals eine Eiche gepflanzt. Außerdem wurde eine Gedenktafel angebracht.
Entsprechend war diese Stelle die letzte Station der Projektgruppe auf ihrer Spurensuche. Die Ergebnisse werden demnächst ins Netz gestellt.
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