Geplanter Parkplatz an der Pollstraße wird der Stadt zu teuer

Akteure in Schönebeck sollen sich über eine günstigere Alternative Gedanken machen

0 14.05.2021

SCHÖNEBECK. Im näheren Umfeld der Bezirkssportanlage Ardelhütte in Essen-Schönebeck gibt es seit vielen Jahren einen erheblichen Parkdruck, weshalb sich der ansässige Sportverein SG Essen-Schönebeck 19/68 (SGS) für einen Parkplatz auf dem städtischen Grundstück zwischen Pollstraße und dem heute vorhandenen Sportplatz einsetzt. Der Neubau dieses Parkplatzes war heute (12.05.) Thema im Rat der Stadt Essen.

Bereits im Jahr 2013 stellte der Verein einen Bauantrag, welcher im selben Jahr unter Auflagen genehmigt wurde. Diese Baugenehmigung ist bis heute gültig. Im Anschluss an die Genehmigung beauftragt der Verein ein Ingenieurbüro für die Erstellung einer Ausführungsplanung für den Parkplatz.

Da der Verein die Kosten für die Umsetzung des Parkplatzes nicht aufbringen konnte, gab es entsprechende Abstimmungen zwischen der SGS und der Stadtverwaltung, um Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten.
Nach Ermittlung der Stadtverwaltung könnte auf Grundlage einer Ausführungsplanung der SGS nördlich des Bezirkssportanlage ein Parkplatz mit insgesamt 99 Stellplätzen errichtet werden. Die Kosten für Errichtung der Stellplatzfläche, inklusive einer neu zu errichtenden Oberflächenentwässerung, der Beleuchtung sowie Beschilderungen und Markierungen würden sich auf insgesamt 1,45 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung müsste vollumfänglich aus städtischen Mitteln erfolgen. Ursprünglich waren Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro geschätzt worden.

Die Kostensteigerungen ergeben sich vor allem aus Erkenntnissen aus einem Bodengutachten. Entgegen ursprünglicher Planungen wäre demnach ein aufwändigerer Aufbau der Verkehrsoberfläche sowie eine deutlich aufwändigere Entwässerung der Fläche notwendig. Hinzukämen ein notweniger Ausbau der Pollstraße auf eine Breite von 4,5 Metern, um Begegnungsverkehre in der Zufahrt zum Parkplatz zu ermöglichen.

Aufgrund der Höhe der kalkulierten Gesamtkosten für eine mögliche Realisierung wurde die Stadtverwaltung nun vom Rat der Stadt Essen beauftragt, gemeinsam mit den Akteur*innen aus dem Stadtteil eine kostengünstigere Alternative zur Verbesserung der Parkplatzsituation vor Ort zu suchen. Ein entsprechender Bericht soll bis zum Ende des dritten Quartals 2021 vorgelegt werden.

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