Gardefest zum 130-Jährigen in St. Dionysius

0 19.04.2026

BORBECK. Einen Festtag machte die Eucharistische Ehrengarde heute aus ihrem Jubiläum: Auf den Tag genau 130 Jahre nach ihrer Gründung feierte sie eine von Pater Elmar Koch zelebrierte festliche Messe in St. Dionysius mit. Samt Fahne stellten sich die aktiven Kameraden anschließend vor der Mariengrotte zum Mannschaftsbild, bevor es anschließend im internen Kreis weiterging.

Initiative aus der Pfarrjugend

Am 19.04.1896 wählten die Gardisten ihren ersten Vorstand. Es war eine Idee, die aus dem „St. Aloysius-Jünglingsverein“, der ältesten Form der organisierten Pfarrjugend in Borbeck hervorging. Die am 1. Mai 1855 durch Pfarrer Johann Joseph Legrand mit 40 Mitgliedern gegründete Vereinigung verschrieb sich vor allem der Förderung des religiösen Lebens und stand Mitgliedern ab 16 Jahren offen. Bereits zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Ausschmückung der Frühjahrsprozession und weiterer repräsentativer Veranstaltungen.

Im Jünglingsverein bildete sich 1896 auf Anregung des Schriftführers Philipp Holte nach Essener Vorbild die erste Eucharistische Ehrengarde der Bürgermeisterei. Sie nahm offensichtlich dabei auch Anleihen an den um 1800 begründeten päpstlichen Nobel- und Palatingarden, die bis 1970 bestanden.

Die Borbecker Garde blieb bis zur Auflösung des Jünglingsvereins 1905 dessen lebendigste Gemeinschaft. Die Nachfolge trat die 1899 von Vikar Heinrich Brauns ins Leben gerufene „Marianische Jünglingskongregation“ an, die bis 1920 auf 825 Mitglieder wuchs und nach dem Mütterverein und der Jungfrauenkongregation der stärkste Verein der Pfarre war. Auch wenn sich seitdem im vielgestaltigen Pfarreileben viel geändert hat – die Garde hält an ihren Prinzipien und ihrer langen Tradition bis heute fest.

Auszug der Gründungsurkunde

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