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0 22.12.2025
Frintrop. Es war das 42. Weihnachtskonzert in der langen Geschichte der Konzerte unter der Schirmherrschaft des Bürger- und Verkehrsvereins Frintrop (BVV). Viele schöne, sogar sehr schöne Konzerte reihen sich hier aneinander. Musik, die nur die Weihnachtszeit hervorbringt, vermittelt von herausragenden Musikerinnen und Musikern, denen man die Freude an ihrer Musik sofort abnimmt. Das Konzert, dass die Frintroper am vergangenen Sonntag (21. Dezember) sahen, stellte aber noch während der Vorstellung in der festlich illuminierten und denkmalgeschützten St. Josef-Kirche klar: Hier findet etwas Großartiges statt. Die rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauer in der seit langem ausverkauften Kirche machten den mehr als 200 Mitwirkenden schnell klar, dass sie begeistert waren. Es gab stehende Ovationen - mitten im Konzert.
Wer es verpasst hatte, sich rechtzeitig Karten zu sichern, verpasste eben auch ein Konzert, dass schwer zu übertrumpfen ist.
Da ist der seit 42 Konzerten fixe Programmpunkt des SJB - Schönebecker Jugend-Blasorchesters, meisterlich geführt von seinem Dirigenten Constantin Hesselmann und einer Mischung aus Tradition, Moderne und Besonderem. Mittendrin bei einem Stück der noch junge, aber bereits preisgekrönte Violinist Christian Cebotaru, Schüler an Don Bosco, der bereits einen so sauberen Strich auf seiner Geige führt, dass das Publikum bei seiner Darbietung, begleitet vom SJB, förmlich denn Atem anhielte.
Von der Orgelempore gab es dann stimmgewaltige Musik. 120 Sängerinnen und Sänger, der von Norbert Möhrer geführten Chöre an St. Josef (Kirchenchor, Jugend- und Erwachsenenchor), machten klar: "Wir können was!" Unterstützung fanden sie dabei durch Ursula Krause-Freitag, die wieder einmal sanft den mannigfachen Chor meisterlich mit der Querflöte begleitete. Chormusik in St. Josef ist eben etwas ganz besonderes.
Mit ihrem Luziagedicht "Luzia, das Licht" aus ihrem Buch "Adventsplitter" und einer kurzen Luzia-Einführung führte Andrea Zwillich-Seck das Publikum zu einem besonderen Augen- und Ohrenschmaus hin. 30 Mädchen des Mädchenchores am Essener Dom unter der Leitung des Domkapellmeisters Professor Steffen Schreyer verzückten jeden einzelnen im Kirchenschiff. In der stockdusteren Kirche, nur schwach beleuchtet von der Tannenbeleuchtung im Altarraum, betrat der Luziazug singend die Dunkelheit. Durch den Mittelgang kommend, die Lichterkönigin mit der Lichterkrone auf dem Kopf und ihr singendes Gefolge mit Kerzen in den Händen, umringten sie das mucksmäuschenstille Publikum und formierten sich zum Ende, um das Kirchenschiff wieder durch das Hauptportal zu verlassen.
Das war das Sahnehäubchen auf dem üppigen musikalischen Weihnachtskuchen. Minutenlang gab es stehende Ovationen für die Freude, die die Mädchen hier und heute bereitete. Und sie durften sich alle noch einmal im Hellen zeigen und der Applaus wollte nicht enden.
Frintrop hat wieder das weit und breit schönste Weihnachtskonzert hervorgebracht. Danke an die vielen Akteure und große Freude bereits jetzt, wenn für den 20. Dezember 2026 zum 43. Frintroper Weihnachtskonzert geladen wird. Verpassen Sie nicht den Kartenvorverkauf.
Text und Foto: RWS
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