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0 05.02.2026
Frintrop. An der Haltestelle der Tramlinie 105 wird es erst einmal keine Barrierefreiheit geben.
In der Sitzung der Bezirksvertretung IV vom 12. Dezember 2023 wurden Verwaltung und Ruhrbahn beauftragt, den barrierefreien Umbau der Haltestelle Unterstraße schnellstmöglich voranzutreiben und der Bezirksvertretung entsprechende Planungen vorzustellen.
Wie man aber weiß, sind die Planungen auf Oberhauser Seite, die Tramlinie 105 von Essen Hbf aus bis zum Hauptbahnhof Oberhausen durchzustrecken, vorangeschritten. Geplant ist der Neubau einer Straßenbahnstrecke vom Anschluss an die bestehende ÖPNV-Trasse Oberhausen bis zur Essener Straße und daran anschließend einer Straßenbahnstrecke bis auf das Stadtgebiet von Essen, heutige Endhaltestelle Unterstraße. Die Gesamtlänge der Neubaustrecke beträgt 3,3 Kilometer, wovon 3 Kilometer auf Oberhausener Stadtgebiet entfallen.
An der Haltestelle Unterstraße in Frintrop gibt es dabei Planungen für einen Mittelbahnsteig, borbeck.de berichtete erstmals am 7. Februar 2024 darüber.
Ruhrbahn und Verwaltung möchten daher die sicherlich sinnvolle und mit reichlich Kosten verbundene Barrierefreiheit noch nicht umsetzen, da der Umbau der Haltestelle eh zeitnah erfolgen soll.
Der Zeitplan für die neue Teilstrecke ist durchaus ambitioniert: Die Planung soll inklusive Genehmigungen in den nächsten Jahren fertig werden, schon 2027 soll begonnen werden. Bei einer kalkulierten Bauzeit von drei bis dreieinhalb Jahren rechnet die Stoag damit, dass im Laufe des Jahres 2030 Essener und Oberhausener ohne aufwändigen Bus-Umstieg mit der Straßenbahn schnell und komfortabel in die jeweilige Nachbarstadt fahren können. Und das im Zehn-Minuten-Takt.
Parallel dazu hat die STOAG zusammen mit der Ruhrbahn und SWK MOBIL eine Kooperation für einen zukunftsfähigen Nahverkehr beschlossen und sich auf eine gemeinsame Beschaffung von Straßenbahnen verständigt. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit, denn die gemeinsame Beschaffung der Straßenbahnen ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen Nahverkehrs. Durch die Kooperation schaffen wir nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern stärken auch den öffentlichen Verkehr in der Region“, sagt Werner Overkamp, Geschäftsführer der STOAG.
Die STOAG wird vier Niederflurstraßenbahnen mit einer Länge von 30 Metern beschaffen. Optional besteht die Möglichkeit eine weitere Straßenbahn in 30 Meter Länge und fünf Fahrzeuge in 40 Meter Länge zu bestellen. Die Niederflurstraßenbahnen in 40 Meter Länge sind für den Einsatz auf der Straßenbahnlinie 105 vorgesehen. Die Planungen für diese Linie laufen bereits auf Hochtouren, so dass die Inbetriebnahme im Jahr 2030 erfolgen kann. Auch die Ruhrbahn will diese langen Fahrzeuge einsetzen, was auf der Strecke auf Essener Gebiet auch den Umgang einiger Haltestellenerfordert. Wir berichteten vor Jahresfrist darüber (borbeck.de vom 29. Januar 2025).
Foto: RWS
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