Feuerwehr: Zwei Einsätze auf einen Streich

Kochtöpfe auf angeschaltetem Herd qualmten tüchtig

0 09.11.2019

ALTENDORF. Eine außergewöhnliche Lage für die Retter der Essener Feuerwehr stellte sich am  Abend des 7.Novembers (um 19.38 Uhr) wie folgt dar: In einem Mehrfamilienhaus an der Schmitzstraße in Essen-Altendorf hatte ein Heimrauchmelder ausgelöst, Rauch stieg aus einem Fenster im dritten Obergeschoss an der rechten Gebäudeseite auf. Mit klingeln, klopfen und rufen gelang es den Einsatzkräften, die anwesende Mieterin der Wohnung zum Öffnen der Tür zu bewegen. Sie gab an, beim Zubereiten des Abendessens eingeschlafen zu sein. Ihr Essen war angebrannt, der Rauch zog durch das geöffnete Fenster nach draußen. So entpuppte sich der gemeldete Dachstuhlbrand als "Kochtopfbrand". In dem Bericht der Feuerwehr heißt es weiter: "Nach rettungsdienstlicher Begutachtung war klar, dass die Dame nach Lüftungsmaßnahmen hungrig, aber unverletzt in ihrer Wohnung bleiben konnte."

Der Alarm des Heimrauchmelders allerdings hatte seinen Ursprung nicht in dieser Wohnung. Die Einsatzkräfte fanden den laut tönenden Melder in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss an der linken Gebäudeseite. Die Situation dort ähnlich. Es handelte sich ebenfalls um angebranntes Essen auf dem Herd, ein Fenster war gekippt, allerdings hielt sich in dieser Wohnung niemand auf. Der Wohnungsinhaber meldete sich nach kurzer Zeit bei den Einsatzkräften, er hatte sich draußen aufgehalten. Über das gekippte Fenster stieg ein Trupp von der Drehleiter in die Wohnung ein, nahm den Topf vom Herd und löschte die schwelenden Reste im Topf ab. Lüftungsmaßnahmen und Schadstoffmessungen beendeten den Gesamteinsatz nach einer knappen Stunde. (MF)

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