ETB zog alle Register

Adler Union Frintrop unterliegt im Essener Oberliga-Derby

0 21.09.2023

Alles war sehr gut vorbereitet für das erste Stadtderby Essens in der Oberliga Niederrhein. Underdog DJK Adler Union Frintrop empfing am heimischen Frintroper Wasserturm den traditionsreichen ETB SW Essen. Und die Gastgeber hatten sich ins Zeug gelegt, viele Register gezogen. Essens erster Bürger, OB Thomas Kufen, machte den Anstoß unter den kritischen Augen von David Lüngen, Dezernent für Schule, Jugend, Sport und Integration der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Lars Martin Klieve, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Essen AG, Noel Futkeu, Peter Schreiner, Gerd Wörmer, Harald Kaminski, Waldemar Wallusch, Hubert Gogollok, Schorsch Cieslik, RWE-Vereinshistoriker Geog Georg Schrepper, mithin das "Who is who" des Essener Fußballs gab sich ein Stelldichein bei glänzenden Bedingungen. Die Stimme des Essener Fußballs schlechthin, Walter Ruege, in der Saison 1968/69 Keeper der B-Jugend von Adler Frintrop, in der 1970er Jahren Fan von Union Frintrop mit dem unvergesslichen Nobby Führhoff auf der 10 am Wasserturm, gab den Stadionsprecher. Mehr als 800 Zuschauer gaben sich die Ehre, um Wasserturm-Fußball zu erleben. Günter Oberholz, „Obi“, dementierte fleißig die vermeintlichen Fake News nach einem runden Geburtstag, Agent Andreas Hofer spionierte derweil im Essener Westen mit seinen bewährten Methoden.

Das Spiel war von Beginn an dominiert von der hohen Einzelqualität der Gäste, perfekt eingestellt von Trainer Damian Apfeld. Erste Sahne im Spiel nach vorne, Zweikampfquote, klare Dominanz erste und zweite Bälle, alles eine Beute der Gäste, die tatsächlich doch "ohne Lackschuhe" angetreten waren.

Und der Vortrag in der Offensive über Guiliano Zimmerling, Niko Bosnjak, Mohammed Cisse und Samuel Addai war für die Adlerträger mit das Beste der neuen Saison. Die Elf von Marcel Cornelissen und Torben Grzenia kam nicht in die Duelle, hatte Tempothemen und auf keinen Fall das Gespann auf der eigenen Seite.

Cisse in der 12., Addai in der 21. und Bosnjak in der 39. Minute sorgten für klarste Verhältnisse, die Gastgeber hatten keine einzige klare Torchance in Hälfte eins. Tim Bönisch mit feiner Einzelaktion schaffte den Anschluss kurz nach Wiederbeginn, Hoffnung keimte kurz, die Entscheidung dann nach nicht gegebenem Elfmeter und angeschlagenen Timo Dapprich am Boden durch Konter Addai in der 72. Minute machte den Sack zu beim Essener Top-Derby.

Am Sonntag folgt für die Frintoper um 15.30 Uhr das Auswärtsspiel beim Tabellenneunten Mülheimer FC 97, der bislang 8 Punkte auf dem Konto hat.

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