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0 03.10.2025
Borbeck. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnete den Don Bosco Club Essen für sein langjähriges, herausragendes Engagement im Bereich sozialer Teilhabe mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie „Gesellschaft“ aus.
Im Mittelpunkt der Würdigung steht das inklusive Projekt „Fairness durch Kampfsport – Boxen inklusiv“, das der Club unter anderem gemeinsam mit der LVR-Klinik Essen durchführt. Seit 2012 trainieren hier regelmäßig junge Menschen mit und ohne psychische Erkrankung gemeinsam. In acht Trainingseinheiten pro Woche begegnen sich rund 90 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus etwa 19 verschiedenen Herkunftsländern in einem professionell ausgestatteten Boxgym – mit dem Ziel, Selbstvertrauen, Respekt und Gemeinschaft zu fördern.
Das Projekt öffnet Lebenswege – insbesondere für jene jungen Menschen, die in unserer Gesellschaft sonst oft übersehen werden. Als „Dosenöffner“ beschrieben, steht der Don Bosco Club Essen exemplarisch für eine Haltung: Er schafft Zugänge, Möglichkeiten und begleitet junge Menschen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Bild v.l.: Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand „Soziales, Arbeit und Gesundheit“; Susanne Bier, Leiterin des Don Bosco Club Essen und Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland
Foto: Charlotte Mühlen / LVR
Der beliebte und anerkannte Rheinlandtaler wurde 2019 von einem Kulturpreis zu einem übergreifenden Preis des LVR. Die ersten Preisträger*innen des erweiterten Rheinlandtalers werden seit 2020 prämiert.
Dabei zeichnet der LVR weiterhin einzelne Personen, Organisationen oder Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise im Rheinland engagieren. Dieses ausgezeichnete Wirken muss sich an den Werten und Handlungsfeldern des LVR ausrichten. Die großen Themenfelder des LVR werden in zwei Preiskategorien gefasst: „Gesellschaft“ und „Kultur“.
Engagement für gleichberechtigte, inklusive Gesellschaft wird gewürdigt
Der Einsatz für ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen, ungehindert ihres Geschlechts, Alters, ihrer sexuellen Orientierung, Kultur, Religion oder einer körperlichen oder geistigen Behinderung wird zusätzlich und im Besonderen bei der Auswahl der Preisträger*innen berücksichtigt. Der Rheinlandtaler in den Kategorien „Gesellschaft“ und „Kultur“ wird jährlich an rund 30 Personen verliehen. Dabei werden die beiden Kategorien gleichermaßen mit jeweils etwa 15 Preisträger*innen bedacht. Die einzelnen Preisträger*innen erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
Die Vorschläge für mögliche Kandidat*innen werden in der Kategorie „Gesellschaft“ von den Mitgliedern des Ausschusses für Inklusion und des Beirates für Inklusion und Menschenrechte sowie deren Stellvertretungen und der Direktorin bzw. dem Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland eingereicht. In der Kategorie „Kultur“ erfolgen die Vorschläge über die Mitglieder des Kulturausschusses sowie deren Stellvertretungen und der Direktorin bzw. dem Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland. Zu den Vorschlagen berät vorab jeweils die Kommission Rheinlandtaler Gesellschaft bzw. Rheinlandtaler Kultur. Über die Verleihung des Rheinlandtalers in der Kategorie „Gesellschaft“ entscheidet der Ausschuss für Inklusion der Landschaftsversammlung Rheinland in nichtöffentlicher Sitzung. Über die Verleihung des Rheinlandtalers in der Kategorie „Kultur“ entscheidet der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland in nichtöffentlicher Sitzung nach Vorberatung (empfehlender Beschluss) der Kommission Rheinlandtaler und Regionale Kulturförderung.
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