Das Schönebecker Hochzeitswäldchen gießt der Förster-Nachwuchs

Auch Kreisjägerschaft und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald helfen beim Wässern - aber auch die Essener sind aufgerufen zur Gießkanne zu greifen

0 20.07.2022

Es ist zu trocken und wenn es mal regnet, reicht es noch lange nicht für die mehr als 200.000 Essener Bäume.  Lange Trocken- und Hitzeperioden als Auswirkungen des Klimawandels setzen den Essener Bäumen zu. Sie brauchen Wasser. Deshalb hat Grün und Gruga die Wässerung deutlich hochgefahren – gleichzeitig bittet die Stadt Essen die Bürgerinnen und Bürger die Bäume in ihrem Wohnumfeld vor der Haustür oder in Grünanlagen mit Wasser zu versorgen, denn auch in den kommenden Tagen sind keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten.

Wer sich mit anderen Hilfsbereiten verbinden möchte, kann sich der Aktion der Gießkannenhelden unter Federführung der Ehrenamt Agentur Essen e.V. anschließen. Mehr Informationen finden Interessierte unter www.giesskannenhelden.de

Das Wässern ist besonders notwendig in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Für diese Bäume existiert ein organisiertes und gesichertes Bewässerungsprogramm. Aber auch ältere Bäume benötigen in Trockenperioden zunehmend unsere Hilfe. Unter https://geoportal.essen.de/Baumbewaesserung/ kann man Bäume finden, die besonders auf Hilfe angewiesen sind.

Grün und Gruga gibt drei Tipps zur Wässerung der Bäume: Zum Wässern entweder sauberes Leitungswasser oder im besten Fall aufgefangenes Regenwasser verwenden, vor oder nach den Stunden mit intensiver Sonneneinstrahlung gießen und das Wasser im Baumbeet gleichmäßig verteilen.

Im gesamten Stadtgebiet wird gewässert

Derzeit sind in ganz Essen Bewässerungskolonnen unterwegs – in den ersten drei Standjahren werden die Bäume im Rahmen der sogenannten Anwuchspflege von Unternehmen gewässert, die die Bäume auch gepflanzt haben. Anschließend wird bis zum zehnten Standjahr weiter gewässert – ebenfalls von beauftragten GaLa-Bau-Unternehmen und Grün und Gruga selbst. Versorgt werden auch ältere Straßenbäume an Extremstandorten, die zum Beispiel unterbaut sind. Bei jedem Bewässerungsgang werden pro Baum 75 Liter Wasser ausgebracht. An besonders hitzebelasteten Standorten werden zusätzlich Bewässerungssäcke eingesetzt. Auch Gehölze und Staudenflächen werden mit Hilfe von 2.000 Liter-Wassertanks gewässert.

Ergänzungspflanzungen im Wald wässern die Forstazubis – unterstützt von der Kreisjägerschaft und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beispielsweise im Hochzeitswäldchen Schönebeck und an der Korte Klippe.

Zum Bild: Das Bild von den Eichen am Niederfeldsee entstand vor sieben Tagen. Ihr Laub ist nahezu gelb. Ob sie es durch den Sommer schaffen werden?

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