Christliche Kirchen gedenken der Opfer der Pogromnacht im November 1938

0 07.11.2023

ESSEN. Mit einem Gedenkgottesdienst am 9. November erinnern die Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Essen an die Opfer der Pogromnacht im nationalsozialistischen Deutschland.

Unter dem Motto „Du weißt um mich – das macht mir Mut“ steht ein ökumenischer Gedenkgottesdienst, mit dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirche in Essen am Donnerstag, 9. November, um 17.30 Uhr im Kirchsaal der Freien evangelischen Gemeinde Essen-Mitte (FeG), Hofterbergstraße 32, an die Gräuel der Pogromnacht und ihre schrecklichen Folgen für Jüdinnen und Juden in Essen und im gesamten Land erinnert.

„In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigte sich das Gesicht der nationalsozialistischen Diktatur auf besonders grausame Weise“, erklärt die ACK dazu. „Überall in Deutschland brannten die Synagogen, wurden Wohnhäuser gebrandschatzt und jüdische Friedhöfe geschändet, wurden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger geschlagen, verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Daran wollen wir erinnern und dazu aufrufen, im Alltag gemeinsam gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenverachtung einzustehen.“ Die Leitung haben Pastor Gerhard Kunde (FeG), Gemeindereferentin Elvira Neumann (Katholische Kirche), Pfarrer i.R. Joachim Küssner (Evangelische Kirche) und Holger Zepper (Neuapostolische Kirche). Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die städtische Gedenkveranstaltung in der Alten Synagoge Essen zu besuchen.

Künstlerische Lesung im Church

„Feiga und George. Das Verschwinden der jüdischen Familie Zajac in Wien“ lautet der Titel einer künstlerischen Lesung mit Musik, Bildern und Worten, zu der das Restaurant Church der Diakonie am Freitag, 10. November, 19.38 Uhr, in seine Räume am III. Hagen 39 einlädt. Markus Emanuel Zaja (Klarinette), Ralf Kaupenjohann (Akkordeon), Adriana Kocijan (Lesung) und Tom Briele (Kommentar, Fotos) präsentieren die Ergebnisse einer berührenden Spurensuche, die mit zwei Namen an einer Hauswand im II. Bezirk der österreichischen Hauptstadt Wien, der sogenannten Leopoldstadt, begann: 2015 reisten Markus Emanuel Zaja und Ralf Kaupenjohann gemeinsam mit der Historikerin Shoshanna Blickenstorfer-Ritzmann z“l und dem Filmemacher Tom Briele nach Wien, aber auch an andere Stätten der Verfolgung und Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Sie sprachen und musizierten mit den heute dort Lebenden, sie besuchten Archive. Bei ihrer ungewöhnlichen Forschungsarbeit stießen sie auf Tragisches, aber auch Erstaunliches im Leben und Schicksal von Feiga und George sowie weiterer Angehöriger der Familie Zajac. Das Ergebnis ihrer Recherche ist als Buch und auf zwei CDs erschienen (Augemus Musikverlag, 79 Euro). Platzreservierungen zum Preis von 20 Euro nimmt das Restaurant Church unter Telefon 0201 2664987300 entgegen.

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