Chance verpasst

RWE unterliegt Waldhof Mannheim mit 0:3

0 18.04.2023

Für Rot-Weiss Essen war das Wiedersehen mit Ex-Trainer Christian Neidhart nicht von Erfolg gekrönt. Dem Aufstiegsaspiranten SV Waldhof Mannheim unterlag die Mannschaft von RWE-Chef-Trainer Christoph Dabrowski 0:3 (0:1) und verpasste damit die Chance, den Vorsprung auf die Gefahrenzone bis auf acht Punkte auszubauen. Vor 17.077 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße trafen „Oldie“ Marc Schnatterer (31.), Adrian Malachowski (52.) und Marten Winkler (84.) für die Gäste aus Baden-Württemberg, die das Hinspiel vor eigenem Publikum noch 1:2 verloren hatten. RWE musste im 16. Heimspiel der Saison die vierte Niederlage hinnehmen. „Waldhof Mannheim war gefühlt mit den ersten beiden Torschüssen erfolgreich. Wir waren dagegen nicht in der Lage, uns Chancen zu erarbeiten, hatten zu wenige Ideen und zu wenig Esprit“, gab Christoph Dabrowski ehrlich zu: „Wir haben jetzt noch sechs Spiele und ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir unser Ziel gemeinsam erreichen werden.“ Torjäger Simon Engelmann betonte: „Ich kann verstehen, dass die Fans enttäuscht sind, denn wir haben als Team nicht geliefert und verdient verloren. Vor allem nach dem 0:1-Rückstand haben wir auf dem Platz keine Reaktion gezeigt. Wir stecken jetzt voll im Abstiegskampf, haben sechs Endspiele. Die Fans haben uns während der gesamten Saison überragend unterstützt. Diesen Support benötigen wir auch in den kommenden Partien.“

Kapitän Bastians an Bord – Auch Tarnat und Kefkir dabei

Gegenüber dem 1:2 bei Dynamo Dresden nahm RWE-Trainer Christoph Dabrowski drei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für die gesperrten Björn Rother (Rote Karte) und Felix Herzenbruch (fünfte Gelbe Karte) kehrten Niklas Tarnat im zentralen defensiven Mittelfeld und Kapitän Felix Bastians (nach Adduktorenproblemen) in der Innenverteidigung ins Team zurück. Außerdem wurde Meiko Sponsel durch Oguzhan Kefkir ersetzt, der wie gewohnt auf dem linken Flügel wirbelte.

Waldhof-Trainer Christian Neidhart tauschte beim Wiedersehen mit seinem früheren Verein auf vier Positionen. Für die nicht zur Verfügung stehenden Marcel Seegert und Adrien Lebeau begannen Adrian Malachowski und Routinier Marc Schnatterer, der seine Karriere nach der Saison beenden wird. Ebenfalls neu dabei waren Dominik Martinovic und Pascal Sohm. Dafür blieben Daniel Keita-Ruel und Thomas Pledl zunächst auf der Bank.

„Platzfehler“ begünstigt Mannheimer Führungstreffer

Die Gäste aus der Kurpfalz erwischten den besseren Start in die Begegnung, waren in der ersten Viertelstunde tonangebend. Wirklich gefährlich wurde es jedoch vor dem Essener Kasten nicht. Auf der Gegenseite hatte Simon Engelmann nach einer Flanke von Oguzhan Kefkir und einem ersten Abschluss von Ron Berlinski in der 25. Minute die große Chance zum 1:0, traf die Kugel aber nicht optimal. So konnte Mannheims Schlussmann Jan-Christoph Bartels den Schuss parieren. Wenig später setzte Ron Berlinski einen wuchtigen Distanzschuss ein wenig zu hoch an.

Nach einer guten halben Stunde gerieten die Rot-Weissen durch eine unglückliche Situation in Rückstand. Nach einem Zuspiel von Dominik Martinovic zog Marc Schnatterer von der Strafraumgrenze aus im Fallen ab und der Ball landete zum 0:1 (31.) im Netz. Weil die Kugel durch einen „Platzfehler“ abgefälscht wurde, hoppelte sie über RWE-Torhüter Jakob Golz hinweg. Für den 37-jährigen Schnatterer war es das erste Saisontor.

Verletzungsbedingt musste Christoph Dabrowski dann schon zum ersten Mal wechseln. Bei Rechtsverteidiger Andreas Wiegel ging es nicht weiter. Für ihn kam Meiko Sponsel neu ins Team. Insgesamt hatten die Rot-Weissen nach dem überraschenden Gegentreffer offensichtliche Probleme, diesen Rückschlag wegzustecken. Bis zur Pause passierte deshalb auch nicht mehr allzu viel, es blieb beim 0:1.

SV Waldhof erhöht – Rot-Weiss ohne echte Torchance

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ersetzte Nachwuchstalent Mustafa Kourouma den erneut angeschlagenen Felix Bastians in der Innenverteidigung. RWE kassierte praktisch mit der ersten Aktion den zweiten Gegentreffer. Im Anschluss an einen Eckball zog Adrian Malachowski (52.) volley ab und ließ Jakob Golz nicht den Hauch einer Abwehrchance. Mit Isaiah Young und Lawrence Ennali brachte RWE-Trainer Dabrowski zwei frische Offensivspieler (für Thomas Eisfeld und Moritz Römling), später kam auch noch Michel Niemeyer für Oguzhan Kefkir. Dennoch blieben die Rot-Weissen vor dem gegnerischen Tor harmlos, konnten sich kaum einmal entscheidend in Szene setzen.

Auch die Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr brachte nicht mehr den erhofften Erfolg. Allenfalls ein Kopfball von Innenverteidiger José-Enrique Rios Alonso, der über das Tor ging, konnte auf dem Chancenzettel notiert werden. Auf der Gegenseite machte Marten Winkler (84.) – erneut nach einem Pass von Dominik Martinovic – den Deckel auf die Partie, stellte den 0:3-Endstand her.

Herzenbruch darf nach Sperre in Zwickau wieder ran

Für das Dabrowski-Team endeten mit dem Traditionsduell gegen den SV Waldhof die „Spitzenspiel-Wochen“. Es war schließlich schon der sechste Vergleich in Folge mit einer Mannschaft aus den „Top7“ der 3. Liga.

Die folgenden drei Gegner FSV Zwickau (Sonntag, 23. April, 14 Uhr), VfB Oldenburg (Sonntag, 30. April, 15 Uhr) und SV Meppen (Samstag, 6. Mai, 14 Uhr) sind dagegen allesamt im unteren Tabellendrittel platziert und kämpfen um den Klassenverbleib. Der FSV musste sich am Sonntag bei der U23 des SC Freiburg 0:4 geschlagen geben. Während Björn Rother die Partie in Zwickau noch verpassen wird, weil er vom DFB-Sportgericht für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt wurde, darf Felix Herzenbruch nach abgessener Gelbsperre in Westsachsen wieder eingesetzt werden.

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