Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns an:
Sie möchten Ihren Beitrag veröffentlichen lassen? Dann nutzen Sie unser
Sie möchten das ehrenamtlich arbeitende Nachrichtenportal borbeck.de unterstützen?
Mit einer Spende für mehr Inhalt und das interaktive leserfreundliche Layout helfen Sie uns sehr, aktuell und zuverlässig zu berichten, Tag für Tag! Auf Wunsch ist eine Spendenquittung möglich.
0 15.05.2026
Frintrop/Oberhausen. Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung zum geplanten Lückenschluss der Straßenbahnlinie 105 zwischen den Städten Oberhausen und Essen fand am Mittwoch, 13. Mai, eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung im Technologiezentrum Oberhausen statt. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das gemeinsame Projekt der Städte Oberhausen und Essen sowie der STOAG Stadtwerke Oberhausen und der Ruhrbahn zu informieren. Mit einem offenen Infomarkt stellten die Verkehrsexperten der Oberhausener Stadtverwaltung sowie der STOAG an verschiedenen Themeninseln den aktuellen Planungsstand vor. Ziel war es, mit den Besucherinnen und Besuchern in den Austausch zu kommen, Fragen zu beantworten und Anregungen bezüglich der gezeigten, neuen Planungsvariante aufzunehmen.
Die Linie 105 verbindet
Geplant ist der Lückenschluss der bestehenden Straßenbahnlinie 105, um die heutige Netzlücke zwischen Oberhausen und Essen zu schließen und erstmals seit den 1970er Jahren wieder eine durchgehende, umsteigefreie Straßenbahnverbindung zwischen beiden Städten zu schaffen. Der Rat der Stadt Oberhausen hatte in seiner Sitzung vom 5. Februar 2024 beschlossen, eine neue Planung zum Lückenschluss der Linie 105 gemäß des Trassenvorschlags des Masterplans Neue Mitte zu entwickeln. Die neue Strecke wird rund 3,5 Kilometer lang sein und verläuft von der heutigen Endhaltestelle Essen Unterstraße über die Essener Straße bis zum Anschluss an die ÖPNV-Trasse in der Neuen Mitte Oberhausen. Über die Trasse wird der Anschluss an den Oberhausener Hauptbahnhof beziehungsweise den Bahnhof Sterkrade ermöglicht. Entlang der Strecke sind zusätzlich zur Haltestelle Essen Unterstraße sechs neue Haltestellen vorgesehen. Sie sollen bestehende Stadtquartiere ebenso anbinden wie neue Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandorte. Nach Einschätzung der Projektpartner verbessert der Lückenschluss insbesondere die Erreichbarkeit der Neuen Mitte Oberhausen, des Centro-Umfelds sowie angrenzender Quartiere und stärkt zugleich den öffentlichen Nahverkehr zwischen beiden Städten nachhaltig.
Dr. Thomas Palotz, Beigeordneter für Stadtplanung, Bauen, Mobilität und Umwelt der Stadt Oberhausen, betonte die Bedeutung des Projekts: „Der Lückenschluss der Linie 105 ist ein Schlüsselprojekt für eine nachhaltige Mobilitätsplanung in der Region und insbesondere auch für den Verkehrsfluss am Centro. Wir befinden uns derzeit in der Abschlussphase der Vorplanung. Die Hinweise aus dem direkten Dialog – wie bei dieser Bürgerinformationsveranstaltung – sind ein wertvoller Bestandteil unseres Verfahrens. Noch im Sommer sind wichtige politische Beschlüsse geplant, bevor wir die konkrete Entwurfsplanung und das Planfeststellungsverfahren starten werden.“
„Mit dem Lückenschluss der Linie 105 zwischen Oberhausen und Essen schaffen wir einen echten Mehrwert für die Menschen in der Region: direktere Wege, deutlich weniger Umstiege und damit eine komfortablere Fahrt. Vor allem im Alltag profitieren Pendlerinnen und Pendler, weil wichtige Ziele einfacher, schneller und verlässlicher erreichbar werden“, erklärte Werner Overkamp, Geschäftsführer der STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH.
Die im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellten Vorplanungen werden im Anschluss, auch unter Einbeziehung der ausgewerteten und geprüften Rückmeldungen, aktualisiert und zur weiteren Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Oberhausen aufbereitet. Diese ist für den Sommer 2026 geplant und dient als Grundlage für die Entwicklung der konkreten Entwurfsplanung auf deren Basis anschließend das Planfeststellungsverfahren starten kann.
Weitere Informationen und Einblicke in den Fortschritt des Lückenschlusses sind jederzeit auf der Projektwebseite unter linie105.de abrufbar.
Herausgegeben von: Stadt Oberhausen, Bereichsleitung Pressestelle und Virtuelles Rathaus
Mit BVV-Vorsitzendem Manfred Funke-Kaiser und BVV-Kassierer und CDU-Ratsherr Jörg Thiede waren auch zwei Vertreter aus Frintrop vor Ort. Begleitet wurden sie von Ingrid Leuwerick von der CDU Dellwig.

Sie bedauerten vor Ort die schlechte, da kurzfristige Vorabinformation der Stadt Oberhausen und der STOAG. Nur wenige Hauswurfflyer erreichten die Frintroper Bürgerschaft, wobei es doch auch um die Belange des zukünftigen ÖPNV in Frintrop und darüberhinaus ging. U.a. soll es neben der Verlängerung der Strecke über die Stadtgrenze hinaus ja auch um einen umfangreichen Umbau der Haltestelle Unterstraße als 40 Meter langer Mittelbahnsteig auf Höhe der Hausnummer 637 (siehe auch Bild oben). Nicht ersichtlich war, wo dann die Bushaltestellen der Linie 185 angebunden werden sollen.
Die Ruhrbahn hat erst im vergangenen Jahr zusammen mit der STOAG und dem Krefelder Verkehrsunternehmen eine gemeinsame Ausschreibung gestartet, die den Einkauf von 40 m langen Niederflurbahnen beinhaltet. Die Bahnen sollen neben den Linien 107 und 108 auch die Tramlinien 103 und 105 bedienen, die über Borbecker Gebiet führen. (wir berichteten).
Daher wäre es sicherlich von Vorteil gewesen, wenn auch die Ruhrbahn dabei gewesen wäre. Prinzipiell befürwortet der BVV Frintrop die Durchstreckung der Tram 105.
Fotos: RWS
Kommentare
Einen Kommentar schreiben