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0 27.03.2026
Schönebeck. Manche Partnerschaften tragen Früchte, andere bringen Hochprozentiges hervor: Das Emmaus Quartier und der Bürger- und Verkehrsverein Essen-Schönebeck haben gemeinschaftlich den „Emmaus Junger Brand“ und den „Emmaus Junger Likör“ brennen lassen.
Dreimal schon haben der Gesamtversorger der Contilia Pflege und Betreuung und die Interessengemeinschaft im Stadtteil ein großes Apfelerntefest gefeiert. Jedes Mal wurden fast eine Tonne Äpfel und Birnen im Klostergarten des Quartiers an der Schönebecker Straße geerntet. Ein Teil davon wurde zu Apfelmus, Apfelsaft, Apfelkuchen verarbeitet. Selbstverständlich durften die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher ihre reiche Ernte auf Wunsch selbst mitnehmen. Aber der Rest?
Vor gut anderthalb Jahren kam Quartiersleiter Hendrik Wolthaus die Idee: Warum nicht mal im Rahmen der Nachhaltigkeit etwas ganz Besonderes machen und einen eigenen Schnaps rein aus den Erzeugnissen der Streuobstwiese im Klostergarten herstellen lassen? Gesagt, fast getan: Aufgrund der Witterungsbedingungen fiel die Apfelernte im Jahr 2024 allerorts so bescheiden aus, dass schnell klar war: In diesem Jahr wird das nichts. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und so verlor Hendrik Wolthaus die Waage im letzten Jahr nicht ein einziges Mal aus den Augen. Schließlich galt es, die Mindestmenge von 600 Kilo zu erreichen, um sie anschließend zu einer Obstbrennerei bei Dorsten zu fahren. Und siehe da: Am Ende blieben rund 700 Kilo Äpfel und Birnen übrig. Aus denen entstanden wenige Wochen später der „Emmaus Junger Brand“ mit 40 Volumenprozent sowie der „Emmaus Junger Likör“ mit 20 Volumenprozent.

Erstmals probiert werden konnte der regionale Tropfen auf dem Weihnachtszauber des Quartiers im Dezember. Besonders der Likör fand großen Anklang – sowohl bei den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch bei den Besucherinnen und Besuchern. Demnach stellte sich nie die Frage nach einer Wiederholung – im Gegenteil: gern wieder.
Bedeutet: Sollte die Ernte in diesem Jahr ähnlich gut ausfallen, soll erneut gebrannt werden, diesmal vor allem Likör. Doch das ist nicht alles: Ebenfalls angedacht ist eine Bepflanzung mit Wacholderbeeren. Neben Likör und Brand gäbe es dann auch noch Gin zu kaufen. In welche Geschmacksrichtung es gehen wird, wird die Zeit zeigen. Bestimmt haben die Bewohnerinnen und Bewohner hier einen guten Geschmack für die richtigen Ideen.
Darüber hinaus sollen Bienenvölker in den Klostergarten ziehen, die Pflege übernimmt Imker und Bienenexperte Mario Kamphoff. Gleichzeitig möchte er den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers im Rahmen kurzer Vorträge und kleiner Workshops Wissenswertes über die fleißigen Insekten näherbringen. Aktuell wird die Fläche im Bereich der Streuobstwiese vorbereitet, der eigentliche Einzug ist für Ende März dieses Jahres vorgesehen – sofern das Wetter mitspielt. Aus den Erzeugnissen soll später ein eigener Blütenhonig entstehen. Sollte die Menge ausreichen, ist zudem angedacht, einen Honigwein, auch bekannt als Met, herstellen zu lassen.
Text und Fotos Contilia Pflege und Betreuung GmbH/Lisa Peltzer
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