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0 04.05.2026
BORBECK. Die "Groko" im Borbecker Bezirksparlament ist sauer über das Vorgehen beim Abriss des Turms der ehemaligen Kirche St. Paulus in Gerschede. Die Bezirksvertreter von CDU und SPD stellen daher in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag, 12. Mai, 17 Uhr, auf Schloss Borbeck folgenden gemeinsamen Antrag:
"Die Stadtverwaltung wird um Sachstand zum aktuellen Hospizneubau auf dem Gelände der Kirchengemeinde St. Paulus in Essen-Gerschede sowie um Vorstellung der Bau-
maßnahme gebeten." Dabei interessiert die BV'ler vor allem interessiert die Situation um den plötzlichen Abriss des Kirchturms, der als identitätsstiftende Landmarke der Kirchengemeinde St. Paulus diente.
"War die Stadt Essen über den Abriss des Turms informiert und wurde der Abriss genehmigt? Warum gab es keine Beteiligung von Bürgerschaft, Kirche und Politik?"
Auf dem ehemaligen Kirchgrundstück war usprünglich ein ganzes Wohnquartier auch für Senioren geplant. Jetzt fordern die Ortspolitiker über den Sachstand zum Thema Erweiterung der Gesamtschule Borbeck an diesem Standort informiert zu werden. In dem Antrag heißt es weiter: "Es wird auch um Darlegung gebeten, wie zukünftige Verkehre in diesem Bereich abgewickelt werden sollen."
Als Begründung des Antrags schreiben Marc Wittlings (CDU) und Ulrich Schulte-Wieschen (SPD) für ihre Fraktionen: "Die Abrissarbeiten am Turm der früheren St.-Paulus-Kirche in Essen-Gerschede haben die Nachbarschaft und Mitglieder der Gemeinde St. Paulus überrascht. Die Pfarrei St. Josef hatte die Kirche vor fünf Jahren geschlossen und das gesamte Grundstück an die CSE (Caritas-SKF-Essen) verkauft. Die CSE möchte dort einen Neubau für das Hospiz Cosmas und Damian errichten.
Nachdem zunächst die Kirche abgerissen worden war, um Platz für das Hospiz zu schaffen, war den Menschen vor Ort zugesichert worden, zumindest den Kirchturm als identitätsstiftende Landmarke und als Verweis auf das 1955 geweihte Gotteshaus zu erhalten und in den Neubau zu integrieren. Nun hat die CSE mitgeteilt, dass sie ihre Pläne ändern musste und der Turm abgerissen wird. Eine Prüfung habe ergeben, ,dass die Grundbruchsicherheit des Turms während der Ausschachtungsarbeiten und
danach nicht gewährleistet werden kann, da dieser nicht standsicher ist'. Anwohner sorgen sich um die aktuelle Parksituation und um die zu erwartenden Verkehre insbesondere
im Bereich Askaristraße und Tangabucht."
Auf der im öffentlichen Teil 26 Punkte umfassenden Tagesordnung stehen u.a. der Fahrplanwechsel zum 154. Juni 2026, die Boule-Bahn im Haus-Berge-Park, Ladeinfrastruktur im Bezirks vier, sicherer Umbau der Kreuzung für Radfahrer an der Aktienstraße/Lautstraße und vieles mehr. Die Tagesordnung kann hier eingesehen werden. Die Sitzungen der Bezirksvertretung sind öffentlich.
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